Krisenvorsorge

Welche Lebensmittel kann man durch Einfrieren länger haltbar machen – und welche nicht?

Um seinen Notvorrat mit lange haltbaren Lebensmitteln aufzustocken, eignet sich die Konservierungsmethode des Einfrierens. Es gilt jedoch einiges zu beachten.

Wer eine Tiefkühltruhe bzw. ein Gefrierfach in seinem Kühlschrank besitzt, kann seinen Notvorrat an Lebensmitteln für eine mögliche Krise durch Einfrieren länger haltbar machen. Aber nicht alle Lebensmittel eignen sich zum Gefrieren. Welche Lebensmittel Sie einfrieren können und wie Sie im besten Fall dabei vorgehen, erfahren Sie im Folgenden.

Notvorrat anlegen: Wie kann man Lebensmittel durch Gefrieren lange haltbar machen?

Durch das Einfrieren in der Tiefkühltruhe bzw. dem Gefrierfach werden Lebensmittel länger haltbar gemacht. Denn durch die niedrigen Temperaturen wird das Wachstum der Mikroorganismen unterbrochen. Gleichzeitig werden Nährstoffe und Aromen durch das Gefrieren in der Gefriertruhe erhalten.

Lebensmittel sollten vor dem Einfrieren portioniert werden, damit Sie nur so viel auftauen, wie Sie wirklich benötigen. Denn wenn Lebensmittel erst einmal aufgetaut sind, dürfen sie nicht wieder eingefroren werden.

Anleitung: Lebensmittel durch Einfrieren länger haltbar machen

  1. Tiefkühlprodukte aus dem Supermarkt, wie beispielsweise Tiefkühlpizza, gefrorene Fertiggerichte oder Tiefkühlgemüse können Sie direkt nach dem Einkauf zu Hause wieder einfrieren. Im besten Fall nehmen Sie eine Kühltasche mit Kühlakkus (insbesondere bei warmen Außentemperaturen empfehlenswert) mit in den Supermarkt. So verhindern Sie, dass die Kühlkette unterbrochen wird.
  2. Übriggebliebenes, frisches Obst und Gemüse sollten Sie vor dem Einfrieren waschen, putzen und portionieren. Selbiges gilt für Fleisch, Fisch oder zubereitete Speisen, denn haben Sie Lebensmittel erst einmal eingefroren und aufgetaut, dürfen Sie es nicht wieder einfrieren. Gegebenenfalls können Sie Gemüse vor dem Einfrieren blanchieren, um Mikroorganismen abzutöten und Vitamine zu erhalten.
  3. Ob Sie ein Gefäß zum Einfrieren verwenden können, ist mithilfe des Schneeflocken-Symbols gekennzeichnet. Alternativ eignen sich auch Gefrierbeutel zum Einfrieren von Lebensmitteln für den Notvorrat – entfernen Sie aber unnötige Luft und verschließen Sie die Beutel ordentlich. Bei flüssigen Speisen sollten Sie bis zum Deckel mindestens zwei Zentimeter Abstand lassen (Flüssigkeiten dehnen sich beim Gefrieren aus), bei festen Speisen können Sie die Behälter ganz voll machen.
  4. Vergessen Sie nicht, die eingefrorenen Lebensmittel mit Inhalt, Mengenangabe und Datum der Einlagerung zu kennzeichnen.

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Welche Lebensmittel eignen sich zum Einfrieren und welche können nicht durch Gefrieren länger haltbar gemacht werden?

Lebensmittel, die man einfrieren kannWas Sie besser nicht einfrieren sollten
✔️ Brot❌ Eier
✔️ Fleisch, Fisch❌ Salat
✔️ Gewürze❌ Kartoffeln
✔️ Kräuter❌ Wasserreiches Obst und Gemüse (Radieschen, Paprika, Gurken, Tomaten, Melonen, Trauben, Äpfel, Birnen)
✔️ Butter❌ Milchprodukte (Milch, Joghurt, Frischkäse, Pudding, Sahne)
✔️ Käse❌ Gelatine
✔️ Zubereitete Speisen❌ Knoblauch

Können eingefrorene Lebensmittel überhaupt schlecht werden?

Prinzipiell gilt zunächst einfach die Faustregel, dass Lebensmittel nicht länger als ein Jahr eingefroren werden sollten, wobei bereits nach einem halben Jahr enthaltene Vitamine abgebaut werden. Die Haltbarkeit der Lebensmittel in der Gefriertruhe unterscheidet sich jedoch stark. Beispielsweise zubereitete Speisen, Fleisch, Fisch oder Brot sollten wesentlich früher verzehrt werden.

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Lebensmittelvorrat: Wie lange kann man Lebensmittel in der Gefriertruhe bzw. dem Gefrierfach einfrieren?

Neben dem Einfrieren gibt es weitere mehr oder weniger bekannte Konservierungsmethoden, um Lebensmittel im Notvorrat länger haltbar zu machen, wie zum Beispiel Fermentieren, Trocknen, Räuchern, Zuckern, Kühlen, Salzen, Einkochen, Einlegen oder Vakuumieren.

Rubriklistenbild: © AndreyPopov/Imago

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