Saisonal und regional kaufen

Vorsicht bei Obst und Gemüse: Diese Sorten sollten Sie im Winter nicht kaufen

Saisonal einzukaufen ist besser für die Umwelt, Ihren Geldbeutel und gesünder! Auf einige Lebensmittel sollten Sie deshalb in den kalten Monaten lieber verzichten.

Spargel im Frühling, Tomaten im Sommer, Kürbis im Herbst und Rüben im Winter: Jede Jahreszeit hat ihre typischen Obst- und Gemüsesorten, die dann am besten schmecken, weil sie schön reif sind. Heutzutage gibt es aber auch ganzjährig viel Frisches wie Beeren und Tomaten im Supermarkt, die dann von weit her importiert wurden, weil sie in Deutschland gerade keine Saison haben.

Darum sollten Sie lieber saisonales Obst und Gemüse einkaufen

  • Saisonale Lebensmittel schmecken besser, denn sie werden reif und aromatisch geerntet und müssen nicht erst einen weiten Transportweg mit Schiff oder Flugzeug zurücklegen.
  • Frisches Obst und Gemüse aus der Region hat einen höheren Nährstoffgehalt, zum Beispiel auch in Hinblick auf die Vitamine, wie auch 24garten.de berichtet.
  • Saisonal und regional einkaufen ist günstiger. Bei Obst und Gemüse, das gerade keine Saison hat, müssen die Transportkosten mitgezahlt werden.
  • Wenn Sie heimisches Gemüse und Obst einkaufen, schützen Sie auch die Umwelt und das Klima. Der Transport von exotischen Produkten verursacht viel CO2 und Treibhausgase.

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Dieses Gemüse sollten Sie im Herbst und Winter nicht einkaufen

Bei Salaten gibt es große saisonale Unterschiede. Während etwa Chicorée, Endivien- und Feldsalat typische Wintersalate sind, gibt es auch einige, auf die Sie nur im Sommer zurückgreifen sollten. Dazu gehören zum Beispiel Eisbergsalat und Kopfsalat. Diese werden im Gewächshaus gezüchtet und kommen nicht völlig ausgereift in den Handel, was sowohl schlecht für den Geschmack, als auch die Vitamine ist.

Auch Gurken und Tomaten sind sehr beliebt als Snack oder als Zutat für knackige Salate. Aber Sie sollten sie im Winter lieber meiden, da ihre Saison in Deutschland nur bis in den Oktober reicht. Was Sie im Winter in der Gemüseabteilung kaufen können, wurde im Gewächshaus angebaut und hat vermutlich lange Transportwege hinter sich. Ein wässriger Geschmack ist da vorprogrammiert. Statt frische Tomaten können Sie für viele Gerichte passierte oder Dosentomaten verwenden, etwa für Pasta-Saucen und Pizza. Diese Tomaten wurden reif geerntet und verarbeitet, das merkt man auch im Geschmack.

Ähnliches gilt für die Zucchini. Da sie in den letzten Jahrzehnten einen Boom erlebt hat und für viele Gerichte hergenommen wird, ist sie inzwischen ganzjährig im Handel zu finden. Dabei hat sie eigentlich Saison von Juli bis Oktober. Die Zucchini, die Sie im Winter in den Supermarkt-Regalen finden, sind aus Spanien, Italien, der Türkei oder den Niederlanden importiert, und nicht zu vergleichen mit den Vertretern aus dem heimischen Anbau im Sommer. Auch preislich kommen Sie im Sommer viel besser weg.

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Lassen Sie im Herbst und Winter lieber die Finger von diesen Obstsorten

Erdbeeren im Winter? Keine gute Idee. Sie müssen von weither exportiert werden, was wenig umweltfreundlich ist. Selbst Exemplare, die laut Etikett aus der Nähe stammen, wurden vermutlich im Gewächshaus mit künstlicher Beleuchtung gezüchtet, was einen enormen Energieverbrauch bedeutet. Also: Verzichten Sie lieber auf Erdbeeren im Winter oder greifen Sie auf Tiefkühlware zurück. Saison haben die süßen Früchte von Mai bis August.

Auch Weintrauben sind leider keine wintertauglichen Früchte. Ab November kommen sie aus Ländern wie Südafrika, Brasilien oder Indien in die deutschen Supermärkte. Für den Transport zu uns sind sie deshalb teilweise bis zu drei Wochen unterwegs, was weder fürs Klima, noch für die Frische der Trauben gut ist.

Aber Äpfel zu kaufen, ist doch wohl ganzjährig in Ordnung, oder? Sie sind DAS typische Obst schlechthin und immer im Supermarkt oder im Gemüseladen vorrätig. Der Apfel birgt ein ökologisches Dilemma: Vom Sommer an bis Mitte Dezember gibt es frische Äpfel aus der Region, etwa die Sorten Elstar, Jonagold oder Cox Orange. Danach allerdings werden deutsche Äpfel unter hohem Energieaufwand in Lagerhäusern gekühlt und sind ökologisch gesehen nicht viel besser als importierte Äpfel, etwa aus Neuseeland. Außerdem verlieren sie bei langer Lagerung auch an Vitaminen. (mad) *Merkur.de und 24garten.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/Britta Pedersen/dpa

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