Neues Logo?

Nach dem Tod der Queen: Ketchup-Hersteller Heinz muss das Logo ändern

Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. ändert sich viel – unter anderem müssen Unternehmen, wie Heinz-Ketchup, das Design des Logos ändern. Was dahinter steckt.

Queen Elizabeth II. ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Aus Prinz Charles wurde offiziell König Charles III. – das ist nur eine Änderung von vielen, die teilweise noch anstehen. Mit dem Ableben der Queen müssen auch Unternehmen, wie beispielsweise Heinz, das Design ändern. Warum das so ist, erfahren Sie im Folgenden.

Das königliche Wappen auf dem Flaschenhals von Heinz-Ketchup muss weichen.

Nach dem Tod der Queen: Darum müssen Unternehmen ihre Logos ändern

In Monarchien wie beispielsweise dem Vereinigten Königreich hat das Königshaus einen großen Stellenwert. Queen Elizabeth II. hat Land und Leute in den vergangenen 70 Jahren geprägt. Beispielsweise auf Geldscheinen ist ihr Gesicht zu sehen – noch, denn bald prangt auf den Pfund-Scheinen das Gesicht von König Charles III. Aber nicht nur das ist eine Besonderheit. Es gab und gibt auch das System der Hoflieferanten, dem sogenannten „Royal Warrant“. Jedes Unternehmen, das den Zulieferungsbefehl von einem Mitglied der Königsfamilie erhält, darf sich so nennen. Der Titel weist dann auf den besonderen Status hin. Allerdings darf der Titel nur so lange getragen werden, bis die ausstellende Person verstirbt. Dies ist jetzt geschehen. Davon betroffen ist unter anderem das Unternehmen Heinz.

Lebensmittel, die alle ständig verwechseln: Kennen Sie den Unterschied?

Lauch (Porree) und Frühlingszwiebeln (Lauchzwiebeln) sehen ähnlich aus, sind aber verschiedene Gemüse.
Lauch und Porree sind dasselbe, genauso wie Frühlings- oder Lauchzwiebeln dasselbe Gemüse bezeichnen. Auch wenn Frühlingszwiebeln wie eine Mini-Version von Lauch aussehen, sollten Sie sie in Rezepten nicht verwechseln. Lauch ist eher für Suppen und zum Kochen geeignet, während kleine Frühlingszwiebeln auch roh in Salaten oder als Garnitur verwendet werden können. © Moradoheath/imago-images
Natron ist nicht 1:1 mit Backpulver ersetzbar.
Natron oder Backpulver: Mit beiden Zutaten geht Teig gut auf. Dennoch sind sie nicht 1:1 austauschbar. Wenn in amerikanischen Rezepten von Baking Soda die Rede ist, ist Natron gemeint. Natron alleine braucht bei der Teigzubereitung noch eine Zutat mit Säure, um reagieren zu können. Deshalb finden sich in Backrezepten mit Natron etwa saure Sahne, Buttermilch oder Joghurt. Sie sollten also nicht beliebig Natron und Backpulver austauschen beim Backen.  © Coprid/Imago
Symbolbild zum Thema Kuchen backen: Backpulver wird zum Mehl in einem Sieb in einer Rührschüssel gegeben.
Natron vs. Backpulver: Mit beiden Zutaten geht Teig gut auf. Dennoch sind sie nicht 1:1 austauschbar. Natron ist zwar auch in Backpulver enthalten, dieses enthält aber auch Stärke und Säure, um seine auflockernde Wirkung zu entfalten.  © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Mandarine oder Clementine? Das ist hier die Frage.
Mandarinen und Clementinen sind beides Zitrusfrüchte in einer handlichen Größe. Doch Synonyme sind sie nicht. Mandarinen sind die Ursprungsfrüchte aus China. Sie haben eine runde Form, Kerne und eine lose Schale. Clementinen sind ein wenig flacher, haben weniger Kerne und eine dünnere Schale, wodurch sie schwerer zu schälen sind. © Imago
Pizza mit Rucola
Rucola ist kleiner als Löwenzahn. Spätestens beim Geschmack werden Sie auch einen Unterschied bemerken: Rucola ist milder ... © Rachel Annie Bell/imago-images
Aus Löwenzahn lässt sich gesunder Tee kochen.
... während die dicken Blätter des Löwenzahns sehr bitter schmecken und deshalb meist gegart werden. © Madeleine Steinbach/Imago
Schmand-Becher von Tegut.
Saure Sahne und Schmand haben eine ähnliche Konsistenz: cremig und fest. Schmand schmeckt milder, ist weniger säuerlich und die löffelfeste Variante von ... © Rüdiger Wölk/Imago
Dip mit Speisequark, Schmand.
... saurer Sahne, die wiederum mehr Fett enthält. Beide Milchprodukte eignen sich zum Verfeinern von Saucen oder zum Backen. © imago-images
Blaubeeren oder Heidelbeeren.
Blaubeeren oder Heidelbeeren: Man könnte meinen, dass es sich auch hier um regional unterschiedliche Bezeichnungen handelt, tatsächlich gibt es aber einen Unterschied. Die europäische Wald-Heidelbeere hat kleinere Früchte mit dunklem Fruchtfleisch, die nordamerikanische Blaubeeren (auch Kultur-Heidelbeeren) hingegen sind größer und haben helles Fruchtfleisch. © Kantaruk Agnieszka/Imago
Ein Bündel Bärlauch
Vorsicht, wenn Sie im Frühjahr gerne selbst Bärlauch sammeln gehen! Achten Sie darauf, die richtigen Blätter zu pflücken. Die sehen denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen nämlich sehr ähnlich, diese sind aber giftig! Ein guter Hinweis ist der knoblauchähnliche Bärlauchgeruch, wenn Sie ein Blatt zwischen den Fingern reiben. © Achim Sass/Imago

Heinz-Flaschen sehen nach dem Tod der Queen anders aus

Oben am Flaschenhals der berühmten Ketchup-Flasche prangt die Auszeichnung der Queen – das königliche Wappen. Darunter der Satz als Gütesiegel der Queen: „By Appointment to Her Majesty The Queen, Purveyors of Heinz Products“. Insgesamt sind über 800 Unternehmen von den Änderungen betroffen, wie das Portal Walesonline berichtet. Gut zwei Jahre haben die Unternehmen jetzt Zeit, die Änderung vorzunehmen. Wenn die Unternehmen sich weiterhin als „Royal Warrant“ bezeichnen möchten, können sie sich wieder bewerben – der Titel wird dann von König Charles III. vergeben.

Die Royal Holders Assocciation teilt mit, dass Bewerber beweisen müssen, dass sie einen Plan für eine angemessene Nachhaltigkeits- und Umweltpolitik haben. Für die Wiederbewerbung müssen Unternehmen ebenfalls versichern, dass sie in fünf der nächsten sieben Jahre den royalen Haushalt regelmäßig und wiederkehrend beliefern können.

Traditionsunternehmen Heinz hat mit dem Verkauf von „Catsup“ angefangen

Das Unternehmen Heinz gibt es bereits seit über 150 Jahren, gegründet wurde es von Henry J. Heinz. Auf der Unternehmenswebseite wird beschrieben, dass Heinz bereits im Jahr 1869 im Alter von 25 Jahren den Meerrettich seiner Mutter in transparenten Flaschen verkauft hat. Es heißt, er habe die Transparenz der Flasche genutzt, damit er zeigen konnte, dass er gute Qualität verkauft. Dies hat er bei dem berühmten Ketchup beibehalten. Den ersten Heinz-Ketchup hat er dann 1876 in den USA als „Catsup“ verkauft. Nach dem Erfolg in den USA wurde Heinz-Ketchup dann auch in Großbritannien eingeführt. Mit großem Erfolg – Heinz hat sich zur einer Traditionsmarke entwickelt. Ob sich das Unternehmen Heinz wieder als „Royal Warrant“ bewerben will, ist noch nicht bekannt. Übrigens: Wenn Sie einen Trick suchen, wie Sie Ketchup wohldosiert aus der Glasflasche portionieren, dann lesen Sie am besten hier nach.

Rubriklistenbild: © Imago

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