Ökotest

Von Gut & Günstig bis Kerrygold: 17 von 20 Buttermarken fallen im Ökotest durch

Butter ist nicht nur teuer, sondern auch minderwertiger geworden. Das geht aus dem neuen Ökotest hervor.

Ökotest hat verschiedene Buttermarken genauer unter die Lupe genommen und die Testergebnisse sind besorgniserregend: Von 20 getesteten Marken fallen 17 Buttersorten durch. Als Hauptgrund werden von Ökotest Mineralölbestandteile aufgeführt. Von 14 mit der Note 6, also „ungenügend“ bewerteten Buttern, wurden in 13 Marken stark erhöhte Mineralöl-Werte nachgewiesen. Außerdem ist der Wert an grünfuttertypischen Fettsäuren häufig zu niedrig. Laut Ökotest kann man anhand der Omega-3-Fettsäuren erkennen, wie die Tiere gehalten wurden und wie viel Gras oder Heu die Kühe, aus deren Milch die Butter hergestellt wurde, gefressen haben.

Welche Butter kommt bei Ihnen zu Hause auf den Tisch? Bei Ökotest fallen fast alle getesteten Marken durch.

Greifen Sie beim Braten oder Backen auch gerne mal zu anderen Fetten als Butter, wie zum Beispiel zu Margarine? Sie können Butter auch durch Öl ersetzen. Hilfreich ist beispielsweise die Butter-Öl-Umrechnungstabelle. Manche Backrezepte kommen gänzlich ohne Butter aus, wie zum Beispiel auch der gesunde Bananenkuchen ohne Zucker.

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Testsieger: Nur eine Buttermarke konnte im Ökotest überzeugen und die Note „gut“ erreichen

Bei all den negativen Testergebnissen, konnte immerhin noch eine Buttermarke Ökotest überzeugen: Gläserne Molkerei Fassbutter Naturland Bio-Sauerrahmbutter erreichte die Testnote „gut“. Immerhin noch mit „befriedigend“ bewertet wurde die Bio-Butter Andechser Natur Bio Almbutter Sauerrahmbutter von Bioland.

Welche Lebensmittel dürfen Sie nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren?

Frau vor dem Tiefkühlfach mit eingefrorenem Obst in den Händen.
Sicher haben Sie auf der Verpackung von Tiefkühlkost wie TK-Pizza oder Fischstäbchen schon mal den Hinweis gelesen: „Nach dem Auftauen nicht wieder einfrieren“: Dieser Hinweis ist sogar gesetzlich in der Verordnung über tiefgefrorene Lebensmittel festgelegt.  © epd/Imago
Und Sie sollten sich auch daran halten. Bei einem zweitmaligen Einfrieren ist die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet.
Und Sie sollten sich auch daran halten. Bei einem zweitmaligen Einfrieren ist die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet.  © Jochen Tack/Imago
Tiefkühlpizza mit Mozzarella.
Nach dem Auftauen wieder einfrieren? Bei Tiefkühlprodukten wie Pizza ist die sogenannte „Gelinggarantie“ bei einem doppelten Einfrieren nicht mehr gewährleistet. © CSH /Imago
Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Salat.
Auch für Fischstäbchen gilt, dass Sie das lieber bleiben lassen sollten. Bei einem zweitmaligen Einfrieren ist die Lebensmittelsicherheit nicht mehr gewährleistet. © imago images / Westend61
Aufgebackene Brötchen auf einem Backrost.
Bei Lebensmitteln, die nur aufgetaut werden müssen, wie etwa Aufback-Brötchen, ist die Gefahr relativ gering.  © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Tiefkühlgemüse mit Packung.
Auch bei Gemüse ist die Gefahr relativ gering. Tiefgefrorenes Gemüse können Sie prinzipiell nach dem Auftauen noch einmal einfrieren. © imago-images
Frischer Fisch riecht nach nichts.
Vorsicht geboten ist beim erneuten Einfrieren von Fisch und Fleisch, das gilt sowohl für rohe Ware als auch gegarte. © picture alliance/dpa/Christian Charisius
Rohes Hähnchenfleisch und Gewürze auf einem Holzbrett.
Rohes Fleisch, insbesondere Geflügel, sollten Sie keinesfalls erneut einfrieren, sondern zunächst durchgaren und dann in den Gefrierschrank legen. © tycoon/Imago
Hackfleisch einfrieren - so geht es richtig.
Hackfleisch sollten Sie niemals auftauen und wieder einfrieren: stattdessen durchgaren, dann ist auch das Einfrieren kein Problem. © Hauke-Christian Dittrich/dpa
Bolognese-Sauce selber kochen.
Zum Beispiel können Sie aus dem Hackfleisch eine leckere Bolognese kochen. Die lässt sich dann auch prima einfrieren. © Kia Cheng Boon/Imago

Die großen Verlierer der Butter-Analyse von Ökotest

Am meisten Mineralöl-Rückstände fand Ökotest in der ÖMA Allgäuer Bauernbutter Sauerrahm. Mit großem Abstand wurden am meisten gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe in der getesteten Butter nachgewiesen. Zudem fiel der Butter-Verlierer im Ökotest durch einen Wert von 19,8 mg/kg an aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen negativ auf – zehnmal höher als der EU-Richtwert.

Das ist ein in unserer Testgeschichte noch niemals gemessener Gehalt.

Ökotest über den Wert an aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen in der ÖMA Allgäuer Bauernbutter Sauerrahm

Auch andere bekannte und beliebte Buttermarken wurden sehr schlecht bewertet und fallen im Ökotest durch. Darunter finden sich etablierte Marken wie Alnatura Bergbauern Süßrahmbutter, Landliebe Butter rahmig-frisch streichzart mildgesäuert und Kerrygold Original Irische Butter mildgesäuert ebenso wie Verkaufsschlager aus gängigen Supermarktketten, wie beispielweise Gut & Günstig Deutsche Markenbutter mildgesäuert von Edeka, Ja! Deutsche Markenbutter mildgesäuert von Rewe, Milsani Deutsche Markenbutter mildgesäuert von Aldi und Milbona Süßrahmbutter von Lidl.

Rubriklistenbild: © Francis Joseph Dean/Dean Picture/Imago

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