Sie fand es auf dem Flohmarkt

Sensation bei "Bares für Rares": Frau macht 6.800 Prozent Gewinn

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Die Händler der Sendung "Bares für Rares" freuen sich immer wieder über einen Sensations-Fund.

Dieses Fundstück übertrifft alle Erwartungen: Gitta aus Oberfranken bringt ein Fundstück zu den Händlern, dessen wahrer Wert sich als echte Überraschung entpuppt.

Horst Lichter und Kunstexperte Albert Maier staunten nicht schlecht, als Gitta Büntig mit einem scheinbar schlichten Ölgemälde in die Trödelsendung "Bares für Rares" kam. Schließlich hatte sie das Bild von Kühen auf einer Wiese vom Flohmarkt. Doch es wurde noch besser: "Ich wollte eigentlich nur den goldenen Rahmen für einen Spiegel", erzählte die Oberfränkin nüchtern." Wieder Zuhause entpuppte sich dessen "Innenleben" jedoch schnell als echter Glücksgriff, denn das Bild stammte tatsächlich von einem berühmten Maler!

Frau kauft Gemälde auf Flohmarkt - und ahnt nicht, was es wert ist

"Ich habe festgestellt, dass die Bilder dieses Malers sehr hochpreisig gehandelt werden - teilweise bis zu einem fünfstelligen Betrag", erzählt die Oberfränkin aufgeregt. Doch Büntig hatte lediglich50 Euro für das Gemälde bezahlt. Als Gastgeber Horst Lichter und Experte Albert Maier das hören, zeigen sie sich sogleich begeistert und gratulieren der stolzen Käuferin zu diesem Geschäft: "Ein echter Flohmarktfund!", meint Lichter verzückt und bekommt leuchtende Augen, schließlich sei der Rahmen "schon mehr wert!".

Gemälde stammt von Maler Hermann Ottomar Herzog (1832 - 1932)

Als sich Experte Albert Maier das Ölgemälde genauer ansieht, stellt er schnell fest: Das Bild stammt vom renommierten Maler Hermann Ottomar Herzog (1832 - 1932), ein Schüler der berühmten Düsseldorfer Malschule. Herzog nahm damals Privatunterricht beim angesehenen Professor Andreas Achenbach, wanderte später nach Amerika aus, wo er 1860 in Philadelphia landete und dort 100-jährig verstarb.

Experte Maier zeigt sich von der künstlerischen Qualität des Gemäldes begeistert. Es sei gut gemalt, die Farbgebung und Perspektive stimmen seiner Meinung nach. Der Rahmen sei jedoch ein Kaufhausrahmen neueren Datums - etwa von 1950 bis 1960. Der Keilrahmen auf der  Rückseite des Bildes sei jedoch alt, von etwa 1880 oder 1890. Ein kleine Signatur auf der Rückseite - "Old Oakwood" (englisch: für alter Eichenwald) - deute darauf hin, dass das Kunstwerk in Amerika entstanden sei.

Experte schätzt Bild auf 2.500 Euro

"Der Zustand ist recht ordentlich", resümiert Maier - lediglich ein kleines Loch auf der rechten Seite sei ein kleines Manko, "aber das kann man locker beheben". Ansonsten müsse man eslediglich reinigen. "Ich würde mal spontan behaupten, für diese 50 Euro hast du nichts Verkehrtes gekauft", meint Lichter zur erstaunten Besitzerin. 

Und tatsächlich:  Der Kunstexperte taxiert den Wert des Ölgemäldes auf 2.500 Euro. Somit ist das Bild tatsächlich 50 Mal mehr Wert, als sie für das Bild ausgegeben hat. "Die Expertise hat mich umgehauen, das hätte ich nie gedacht, dass das so viel bringt", zeigt sich Büntig begeistert. Lichter gratuliert nochmals und überreicht ihr die Händlerkarte.

Auch interessant: Fremdschämen bei "Bares für Rares" - Lüge kommt Mann teuer zu stehen

Händler überschlagen sich mit Geboten

Auch die Händler Fabian Kahl, Daniel Meyer, Walter "Waldi" Lehnertz, Susanne Steiger und Julian Schmitz-Avila zeigen sich gerade vom Motiv begeistert - scheitern jedoch an der Entzifferung der Malersignatur. 

Als Gitta Büntig sie über dessen berühmte Herkunft aufklärt, spitzen sie sogleich die Ohren. Lehnertz schlägt sogar begeistert die Hände zusammen, als er erfährt, dass Büntig eigentlich nur auf den Rahmen aus war - und startet mit 80 Euro. Schnell landen die Gebote jedoch bei 2.000 Euro. "Ich finde die Darstellung schön. Es hat eine Leichtigkeit, eine Sommerlichkeit", meint Fabian Kahl, und erhöht weiter. 

Kahl, Meyer und Schmitz-Avilakämpfen schließlich zu dritt um das beeindruckende Gemälde. Sie sind sich sicher, dass sie den vom Experten festgelegten Schätzwert mit ihren Geboten schon längst erreicht haben. Doch das Bieten geht munter weiter. Bei 3.000 Euro steigt Kahl aus. Das finale "Battle" der Kunsthändler entscheidet Schmitz-Avila für sich: Er blättert sensationelle 3.450 Euro auf den Händlertisch - und Büntig nimmt die Geldscheine zufrieden entgegen.

"Sie haben mir eine große Freude gemacht!", resümiert Schmitz-Avila zufrieden. Doch am meisten freut sich wohl die Verkäuferin über das überragende Schlussgebot. "Ich bin total happy", sagt Büntig, "Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel Geld dafür bekomme. Was soll ich sagen- ich bin einfach sprachlos!" 

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Von Andrea Stettner

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