Klamotten, Spielzeug und Elektronik

Nachhaltigkeits-Trend: Mieten ist das neue Kaufen

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Die neuesten It-Pieces der Saison tragen - das geht am günstigsten, wenn Sie sie mieten statt kaufen.

Spielzeug, Haushaltsgeräte oder Immobilien: Mieten boomt. Was für den Trend spricht und was Sie bereits alles leihen können, erfahren Sie hier.

Ist mieten das neue Kaufen? Besonders bei Immobilien scheint für viele Finanzexperten klar: Kaufen rentiert sich nicht. Schließlich ist in vielen Fällen wegen der hohen anfallenden Kosten Mieten die preiswertere Alternative. Doch auch in anderen Bereichen setzt sich der Trend zum Mieten immer mehr durch.

Elektronik mieten

Mit "Otto Now" bietet der deutsche Versandhändler Otto seit neuestem Haushaltselektronik , Multimedia und sogar Sportartikel zum Verleih an. Auf der eigenen, internen Plattform können Kunden dann neuwertige Fernseher, Waschmaschinen oder sogar Crosstrainer mieten.

Neuwertig heißt, dass die angebotenen Produkte wie neu und voll funktionstüchtig sind sowie vor jeder Ausleihe gründlich gereinigt werden. Die Mindestmietdauer beträgt dabei drei Monate. Für Studenten in Wohngemeinschaften wäre das Mietmodell zum Beispiel eine gute Möglichkeit, gemeinschaftlich genutzte Geräte zu nutzen – und sie wieder zurückzuschicken, wenn die WG wieder aufgelöst wird.

Spielzeug-Mietflatrate

Ein Teddybär hier, Bauklötze dort – und schnell stapelt sich ein ganzes Arsenal an Spielzeug im Kinderzimmer. Und wenn das Kind dann größer wird, verstaubt es in der Ecke. Eltern sollten sich daher überlegen, ob Spielzeug mieten nicht eine preiswerte Alternative darstellt.

Unter "Meine Spielzeugkiste" können Sie aus bekannten Marken wie Ravensburger oder Lego wählen und per Flatrate Spielzeug mieten. Sie können aus vier Paketen zwischen 4,99 bis 28,99 Euro pro Monat wählen – je nachdem, wie viele Spielzeuge es sind und welchen (Vermögens-)Wert sie haben.

Das Beste daran: Auch wenn ein Spielzeug kaputt oder gar verloren geht, müssen Sie es nicht erstatten. Und Sie können jederzeit wieder Neues mieten.

Nachhaltig Klamotten ausleihen

"Slow and sexy" – so lautet das Motto der "Kleiderei". Das Hamburger Unternehmen bietet Klamotten von (Jung-)Designern, Vintage-Teile und Trendstücke zum Monatsbeitrag an. Und so funktioniert’s: Einfach anmelden und Favoriten auf eine "Love List" setzen. Diese werden dann in einem Monatspaket passend zum Lieblingsstil zusammengestellt und verschickt.

Am Ende des Monats können Sie dann die Klamotten wieder zurücksenden oder noch etwas länger behalten. Die Kleider-Flatrate besteht aus jeweils vier Teilen und kostet etwa 34 Euro – inklusive Versand und Reinigung. Das bleibt jedem selbst überlassen.

Die beiden Mädels, die das Unternehmen gegründet haben, wollen mit ihrer Kleiderei Fast-Fashion Kampf ansagen. Und die Kundinnen haben dafür nie wieder das Problem, mal wieder nichts zum Anziehen zu haben.

Dennoch sollten Sie einige Dinge beachten – wie zum Beispiel die AGBs aufmerksam zu lesen. Bei einigen Miet-Portalen wie "Otto Now" haben Sie nach der Anmeldung nunmal eine dreimonatige Mindestmietzeit. Wenn Sie zudem an Ihrem Mietgegenstand Schäden feststellen, empfiehlt es sich, diese sofort zu melden – ansonsten kann es passieren, dass Sie am Ende dafür haften müssen.

Mieten statt kaufen: Worauf muss ich achten?

Generell ist es ratsam, eine Haftpflichtversicherung zu haben, wenn Sie die Mietmodelle testen wollen. Falls Ihnen nämlich ein Gegenstand kaputt gehen sollte, übernimmt diese die Kosten für Sie. Ansonsten könnte es Sie ganz schön teuer kommen – ebenso wenn Sie die Mietgeräte nach Ablauf der Zeit unvollständig zurückschicken.

Zudem sollten Sie vor dem Mieten auch die Originalkaufpreise der angebotenen Ware checken und vergleichen. Nicht, dass sich angebliche Miet-Schnäppchen zum Schluss als Wucher herausstellen.

Dennoch hat das Mieten einen entscheidenden Vorteil: Es ist nachhaltig, da nicht ständig Neues gekauft und bei nicht-Gefallen einfach im Müll landet. Außerdem können Sie Ihr Lieblingsteil meist länger als einen Monat oder immer wieder mieten. Wer dagegen im Online-Handel shoppt, hat nur maximal 14 Tage Zeit, um es zu testen - bevor er es wieder zurückschicken muss.

Nachhaltig, natürlich, neu: Bodentrends der Messe Domotex

Nachhaltig, natürlich, neu gemischt: Bodentrends der Domotex
Natürliche Farben und Muster sind und bleiben ein Trend im Bodendesign - auch bei flachgewebten Teppichen, wie zum Beispiel der Hersteller Edelgrund zeigt. © dpa / Edelgrund
Nachhaltig, natürlich, neu gemischt: Bodentrends der Domotex
Einen Boden, der an den Spieleklassiker Tetris erinnert, zeigt der britische Hersteller Piccolo Group. Der Belag besteht aus blauen und grauen Teppichplanken. © dpa / The Piccolo Group
Nachhaltig, natürlich, neu gemischt: Bodentrends der Domotex
Parkett, in das sich Teppichstreifen legen lassen: Dieses Konzept eines variabel gestaltbaren Fußbodens hat die Berliner Designerin Hanne Willmann erdacht. © dpa / Studio Hanne Willmann
Nachhaltig, natürlich, neu gemischt: Bodentrends der Domotex
Nicht nur Parkett, auch Teppichplanken lassen sich im Fischgrätmuster verlegen, wie Hersteller Florbo Flooring zeigt. © dpa / Florbo Flooring
Nachhaltig, natürlich, neu gemischt: Bodentrends der Domotex
Hersteller experimentieren mit Materialmischungen: Im Linoleumboden Marmoleum Cocoa des niederländischen Herstellers Florbo Flooring sind geschrotete Kakaobohnenschalen hineingemischt. © dpa / Forbo Flooring
Nachhaltig, natürlich, neu gemischt: Bodentrends der Domotex
Es muss nicht alles aus Holz sein: Hersteller Bonum Wood aus Litauen zeigt auf der Domotex seinen Parkettboden Minoa, in dem Stege aus Messing integriert sind. © dpa / UAB

Von Jasmin Pospiech

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