Online-Handelsplätze

Wie kaufe und verkaufe ich Bitcoin?

Der Bitcoin-Boom hat auch die Deutschen erfasst. Viele wollen nun daran teilhaben. Wo und wie kann ich die Kryptowährung erwerben? Das alles erfahren Sie hier.

Damit die Cyberwährung für Sie nicht länger Neuland bleibt und Sie auch endlich beim Bitcoin-Goldrausch mitmachen können, erklärt Ihnen die Redaktion Schritt für Schritt, wie Sie an das Kryptogeld gelangen.

Was sind Bitcoins?

Bitcoin ist eine digitale Währung, die angeblich von einem Erfinder namens Satoshi Nakamoto 2008 erstmals in einem veröffentlichen Dokument beschrieben wurde. Zuerst galt das Cybergeld als verpöntes Zahlungsmittel im ominösen Darknet, erst später kam es auch ins öffentliche Bewusstsein.

Seit Anfang 2017 hat Bitcoin einen regelrechten Boom erlebt und der Kurs sich von 1.000 Dollar (850 Euro) auf über 15.000 Dollar (etwa 13.000 Euro) steigern können. Das Besondere an der Digitalwährung ist die ihr zugrunde liegende Blockchain-Technologie.

Transaktionen werden durch einen Zusammenschluss von Rechnern über das Internet direkt zwischen zwei Parteien übermittelt. Diese sind alle verzeichnet in einer Datenbank, der Blockchain. Daher benötigt es keine zentralen Schalt- oder Abwicklungsstellen, wie bei Banken üblich.

Bitcoin.de & Co.: Wo kaufe ich Bitcoins?

Zuerst geht es darum, wie Sie überhaupt an Bitcoin gelangen. Dazu benötigen Sie eine sogenannte Digital Wallet, also eine virtuelle Geldbörse. Dabei handelt es sich um eine Software, mit der sie Bitcoins versenden (verkaufen) und empfangen (kaufen) können. Dafür müssen Sie sich an eine der vielen Online-Handelsplätze wenden. Es empfiehlt sich, sich erst einmal bei einem lokalen Anbieter zu registrieren, zum Beispiel bei bitcoin.de.

Welche die besten Bitcoin Wallets für Desktop, Smartphone oder Online sind, erfahren Sie hier.

Hier sehen Sie sofort die aktuelle Entwicklung des Bitcoin-Kurses (von 48 Stunden) und es wirbt mit seiner Partnerschaft mit der Online-Bank Fidor. Zudem soll sich die angeblich größte Bitcoin-Plattform Europas mit über 430.000 Kunden strikte Sicherheits-Standards (sogenannte Sicherheits-Audits) auferlegt haben, um vor Hacker-Angriffen gefeit zu sein.

Um sich bei bitcoin.de anzumelden, müssen Sie sich als erstes mit ihrer Email-Adresse registrieren. Danach geben Sie Ihre persönlichen Daten ein. Anschließend erhalten Sie einen Bestätigungscode auf das Smartphone, der verifiziert werden muss. Im nächsten Schritt bestätigen Sie Ihr Bankkonto, das für den Bitcoin-Handel genutzt werden soll. Wer allerdings bereits ein Konto bei der Fidor Bank besitzt, muss das nicht tun.

Auch interessant: So funktioniert Bitcoin Mining.

Wenn Sie bei einer anderen Bank sind, wird Ihnen meist der Anbieter "Sofortüberweisung" genannt. Doch das Online-Portal heise.de rät davon ab und befürwortet, lieber per Mail oder Telefon beim Kundensupport von bitcoin.de nachzufragen, ob auch Post-Ident oder Video-Ident möglich sind. Zwar müssen Sie hier mit Gebühren von mehreren Euro rechnen und wohl per Überweisung vorab zahlen, dennoch sind diese Verifikationsvorgänge sicherer, heißt es. Sobald Ihre kompletten Daten übermittelt und geprüft wurden, können Sie Bitcoin kaufen.

Wie genau funktioniert der Kauf und Verkauf von Bitcoins?

Auf bitcoin.de läuft es eher ab wie auf einer Art Online-Marktplatz, bei dem man sich mit einem anderen Käufer oder Verkäufer verbinden kann. Dazu klicken Sie im Menü auf Marktplatz und schon können Sie entweder Kaufangebote durchstöbern oder selbst eines platzieren. Wenn sie ein attraktives aus der Liste gefunden haben, klicken Sie auf den "Kaufen"-Button.

Doch Vorsicht: Stellen Sie sicher, dass die Option "nur Angebote anzeigen, die ich mit meinem Trust-Level, Legitimations-Status und dem Sitz meiner Bank bedienen kann" angehakt ist. Außerdem sollten Sie auf die Icons neben den diversen An- und Geboten achten, diese heißen "Express-Handel" und "Vollständig identifizierter User".

Lesen Sie auchDarum fällt und steigt der Bitcoin-Kurs immer wieder - und wie er sich weiterentwickeln wird.

Ersteres ist ein Dienst für alle Fidor-Nutzer, um Transaktionen für Partner schneller und bequemer zu gestalten. Bei dem zweiten handelt es sich um einen grünen Haken, der anzeigt, dass derjenige vollständig verifiziert ist. Zudem wird angezeigt, wie viele Bitcoin der jeweilige Käufer anbietet, beziehungsweise dahinter in Klammern die Mindest-Anzahl, die abgenommen werden muss.

Wenn Sie sich für einen Deal entschieden haben – wie geht es nun weiter?

Anschließend müssen Sie den abgemachten Gegenwert der Bitcoin in Euro an die Bankverbindung des Verkäufers überweisen und innerhalb einer Stunde in Ihrem Konto bestätigen, dass Sie das Geld überwiesen haben. Doch Vorsicht: Bei der Überweisung sollten Sie unbedingt die Transaktions-ID als Verwendungszweck angeben.

Wenn dann der Verkäufer ebenfalls den Geldeingang bestätigt hat, wird er die Coins an Ihr bitcoin.de-Konto anweisen und so wandern diese in ihr Wallet. Falls Sie sich fragen, warum es am Ende etwas weniger ist – bitcoin.de behält ein Prozent Transaktionsgebühr für sich ein, jeweils die Hälfte vom Käufer und Verkäufer. Wenn es also mal nicht so schnell klappt, empfiehlt es sich, Ruhe zu bewahren. Schließlich kann das Prozedere bis zu zwei Tagen dauern, bis die Transaktion vollständig abgeschlossen ist.

Lesen Sie hier, wie Sie den kleinen Bruder von Bitcoin, Bitcoin Cash, erwerben können.

jp/Video: Glomex

Diese Promis bekennen sich zu Bitcoin - und sagen das voraus

Tesla-Gründer und SpaceX-Chef Elon Musk hat sich bis jetzt überraschend bedeckt gezeigt, wenn die Sprache auf die Kryptowährung kommt. Zudem streitet er etwaige Gerüchte ab, der Erfinder des Bitcoin zu sein. Stattdessen tweetete er: "Ein Freund hat mir vor Jahren mal den Bruchteil eines Bitcoins gesendet, aber ich weiß nicht, wo der ist."
Tesla-Gründer und SpaceX-Chef Elon Musk hat sich bis jetzt überraschend bedeckt gezeigt, wenn die Sprache auf die Kryptowährung kommt. Zudem streitet er etwaige Gerüchte ab, der Erfinder des Bitcoin zu sein. Stattdessen tweetete er: "Ein Freund hat mir vor Jahren mal den Bruchteil eines Bitcoins gesendet, aber ich weiß nicht, wo der ist." © picture alliance / dpa / Ben Macmahon
Hollywoodstar Ashton Kutcher ist ein großer Befürworter von Bitcoin. Mit seiner eigenen Investmentfirma hat er auch schon an der polnischen Krypto-Börse BitPay gehandelt. Er sagt: "Die Frage, die sich mit Bitcoin stellt, ist die - was können wir mit dieser anonymen Technologie wirklich tun? Stellen Sie sich vor, wir könnten diese für die Sicherheit aller nutzen."
Hollywoodstar Ashton Kutcher ist ein großer Befürworter von Bitcoin. Mit seiner eigenen Investmentfirma hat er auch schon an der polnischen Krypto-Börse BitPay gehandelt. Er sagt: "Die Frage, die sich mit Bitcoin stellt, ist die - was können wir mit dieser anonymen Technologie wirklich tun? Stellen Sie sich vor, wir könnten diese für die Sicherheit aller nutzen." © picture alliance / dpa / Chris Pizzell
Popstar Mel B hätte man nicht sofort in der Reihe der Krypto-Anhänger erwartet. Doch das Ex-Spice Girl ist vom Digitalgeld fasziniert und akzeptiert sogar Bitcoin als Zahlungsmittel. "Ich liebe es, wie neue Technologie unser Leben einfacher macht. Bitcoin vereint meine Fans rund um die Welt, indem sie nur eine Währung benutzen."
Popstar Mel B hätte man nicht sofort in der Reihe der Krypto-Anhänger erwartet. Doch das Ex-Spice Girl ist vom Digitalgeld fasziniert und akzeptiert sogar Bitcoin als Zahlungsmittel. "Ich liebe es, wie neue Technologie unser Leben einfacher macht. Bitcoin vereint meine Fans rund um die Welt, indem sie nur eine Währung benutzen." © picture alliance / dpa / Sergio Dionisio
Multimilliardär Richard Branson lässt kein lukratives Geschäft aus - daher ist für ihn Bitcoin ein attraktives Zahlungsmittel, welches in Zukunft an Bedeutung gewinnt. So meinte er in einem Interview, dass seine Raumfahrtfirma Virgin Galactic bereits Bitcoin für Weltraumflüge akzeptiert. Die zugrunde liegende Blockchain-Technologie ist ihm zufolge eine "wirtschaftliche Revolution".
Multimilliardär Richard Branson lässt kein lukratives Geschäft aus - daher ist für ihn Bitcoin ein attraktives Zahlungsmittel, welches in Zukunft an Bedeutung gewinnt. So meinte er in einem Interview, dass seine Raumfahrtfirma Virgin Galactic bereits Bitcoin für Weltraumflüge akzeptiert. Die zugrunde liegende Blockchain-Technologie ist ihm zufolge eine "wirtschaftliche Revolution". © picture alliance / dpa / Facundo Arrizabalaga
Die Hotelerbin ist mehr für ihre sexy Outfits und ausschweifenden Partys bekannt, doch auch sie ist jetzt ins Kryptogeschäft eingestiegen. Auf ihrem Twitter-Account hat sie kürzlich bekannt gegeben, dass sie sich an einem Bitcoin-ICO beteiligen werde.
Die Hotelerbin ist mehr für ihre sexy Outfits und ausschweifenden Partys bekannt, doch auch sie ist jetzt ins Kryptogeschäft eingestiegen. Auf ihrem Twitter-Account hat sie kürzlich bekannt gegeben, dass sie sich an einem Bitcoin-ICO beteiligen werde. © picture alliance / dpa / Grzegorz Michalowski

Rubriklistenbild: © pixabay

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