Experten erklären, worauf es ankommt

Homeoffice-Pauschale von bis zu 600 Euro im Jahr – doch das Plus bei der Steuererklärung gibt es nur in diesen Fällen

Homeoffice
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Viele arbeiten derzeit an ihrem Schreibtisch daheim.

Für die Jahre 2020 und 2021 können Berufstätige von der Homeoffice-Pauschale von fünf Euro am Tag profitieren - unter einer wichtigen Voraussetzung.

Für Arbeitstage, an denen Beschäftigte ausschließlich im Homeoffice* gearbeitet haben, können Sie die Homeoffice-Pauschale von fünf Euro am Tag, maximal 600 Euro im Jahr, als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend machen. Doch aufgepasst: Die Homeoffice-Pauschale zählt tatsächlich zu den Werbungskosten (und jeder hat steuerrechtlich automatisch eine Pauschale von 1.000 Euro für Werbungskosten). Unter Werbungskosten fallen beispielsweise selbst gezahlte FortbildungskostenAusgaben für Berufsbekleidung oder Fachliteratur. Oder zum Beispiel auch Bewerbungskosten. Also solche Kosten, die im Zusammenhang mit dem Beruf stehen.

Lesen Sie zudem: Steuererklärung: „Einer der häufigsten Fehler“ laut Experten, wenn Sie möglichst viel Geld zurück haben wollen

Deshalb profitieren von der Homeoffice-Pauschale schlussendlich nur jene Steuerzahler, die über die ohnehin geltende Werbekostenpauschale von 1.000 Euro kommen. Oder anders gesagt: Die maximal 600 Euro rentieren sich nur, wenn der Arbeitnehmer noch weitere Werbungskosten hat. Denn erst, wenn alle beruflichen Ausgaben zusammen den Betrag von 1.000 Euro im Jahr überschreiten, wirkt sich das steuermindernd aus. Mehr zu allen relevanten Fristen für die Steuererklärung erfahren Sie übrigens hier.

Auf ein Plus bei der Steuererklärung dürften die meisten nicht hoffen, erklären auch die Experten der Stiftung Warentest. „Wer also mit Home­office-Pauschale plus weiteren Werbungs­kosten, etwa für Computer, Handy oder Drucker nicht über 1.000 Euro kommt, geht leer aus“, heißt es dazu in einem Beitrag auf Test.de. Die Pauschale solle „nur den Wegfall der Entfernungs­pauschale für tägliche Fahrten ins Büro ausgleichen“. Wer lange Arbeitswege von mehr als 21 Kilometern habe und zu Hause arbeite, könne „weniger absetzen, als er aus früheren Jahren gewohnt war“.

Auch interessant: Wie und wo Sie Kontoführungsgebühren bei der Steuererklärung angeben

Homeoffice-Pauschale gilt für 2020 und 2021

Die Home­office-Pauschale gibt es Stiftung Warentest zufolge für die Jahre 2020 und 2021. Die Pauschale gelte für alle Berufs­tätigen – „egal, ob angestellt oder selbst­ständig. Auch für jeden Ehepartner einzeln“, heißt es auf Test.de. Die Angaben macht man den Experten zufolge in der Anlage N der Steuererklärung. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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