Beschluss zur Grundrente

75 Euro mehr Rente ab Juli 2021: Wer Anspruch auf das Geld hat – und welche Rentner sich noch gedulden müssen

Mehr als eine Million Rentenbezieher sollen ab 2021 einen Aufschlag bekommen, so die Bestimmungen zur Grundrente. Doch manche müssen lange warten, bis sie profitieren.

Im Sommer 2020 war es soweit: Die Grundrente wurde auf den Weg gebracht. Mit dem Aufschlag auf Minirenten soll denjenigen geholfen werden, die jahrelang zwar gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben – deren Verdienst aber nicht groß genug für eine auskömmliche Rente ist, informierte das Handelsblatt nach dem Gesetzesbeschluss im Juli 2020. 1,3 Millionen Menschen hätten im Startjahr 2021 Anspruch auf die Grundrente, heißt es weiter im Handelsblatt-Bericht.

Doch ein hoher Verwaltungsaufwand bei der Prüfung der Neu- und Bestandsrentner hat zur Folge, dass sich die Auszahlungen weiter verzögern könnten. So werden weit nicht alle Menschen mit Grundrentenanspruch in den nächsten Monaten die Grundrentenbescheide vorliegen haben. Mit Beginn der Auszahlungen der Grundrente* im Juli 2021 werden zunächst nur Neurentner von dem Zuschlag profitieren, informiert die Deutsche Presse-Agentur dpa. So genannte Bestandsrentner, die Anspruch darauf haben, müssten mit der Auszahlung bis zu einem Jahr und länger warten. Auch die Deutsche Rentenversicherung bestätigte laut dpa im Magazin Spiegel, dass Rentner, die schon länger im Ruhestand sind, erst bis Ende 2022 an der Reihe seien.

Von links nach rechts: Hubertus Heil (SPD), Bundesarbeitsminister, Saskia Esken, Bundesvorsitzende der SPD, und Susanne Holtkotte (r), Reinigungskraft aus Bochum, stehen anlässlich der Verabschiedung der Grundrente im Juli 2020 vor dem Bundestag. (Archivbild)

Berechtigte Rentner bekommen Grundrente rückwirkend ausgezahlt

Darüber, wie viele Versicherte die Grundrente zu Beginn erhalten werden, gibt es noch keine näheren Informationen. Grund dafür ist unter anderem das komplizierte Verfahren und der Verwaltungsaufwand bei der Umsetzung der Grundrente. Die Rentenversicherung muss nach früheren Angaben aus den knapp 26 Millionen Renten mit Hilfe von Daten der Finanzämter diejenigen herausfiltern, bei denen ein Anspruch besteht. In Kraft ist das Gesetz seit Januar. Rentner, die Anspruch haben, bekommen den Zuschlag rückwirkend zum Januar ausgezahlt.

Von der Grundrente sollen etwa 1,3 Millionen Menschen mit geringen Altersbezügen profitieren. Im Schnitt gibt es einen Zuschlag von 75 Euro. Der rentenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Johannes Vogel, sagte am Freitag, Sozialminister Hubertus Heil (SPD) habe mit seinem Lieblingsprojekt vor allem verwaltungstechnisches Chaos erreicht. Erst 2023 würden alle Menschen mit Anspruch erreicht. „Das ist schlichtweg keine gute und verlässliche Politik“, so Vogels Fazit. (jg/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Guy Laliberté liebt das Spiel mit dem Feuer - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Kanadier war früher Feuerschlucker und Zirkusdarsteller. Aus einem Abenteuer heraus fuhr er mit einer Truppe ohne Rückflugticket nach Las Vegas. Dort gründeten sie "Cirque du Soleil". Heute ist er der CEO des Entertainment-Unternehmens und soll ein geschätztes Vermögen von 1,19 Milliarden Dollar besitzen.
Guy Laliberté liebt das Spiel mit dem Feuer - im wahrsten Sinne des Wortes. Der Kanadier war früher Feuerschlucker und Zirkusdarsteller. Aus einem Abenteuer heraus fuhr er mit einer Truppe ohne Rückflugticket nach Las Vegas. Dort gründeten sie "Cirque du Soleil". Heute ist er der CEO des Entertainment-Unternehmens und soll ein geschätztes Vermögen von 1,19 Milliarden Dollar besitzen. © dpa / picture alliance/ epa Sergei Ilnitsky
Als Kind wuchs er in einem Armenviertel auf, heute ist er CEO der wohl bekanntesten Coffeeshop-Kette der Welt: Howard Schultz. Er hat Starbucks zu dem gemacht, was es heute ist - unter ihm wurden weltweit 16.000 Filialen geöffnet. Zahl steigend. Der Erfolg kam, als er nach seinem Studium das erste Café der Kette übernahm, als es noch in Kinderschuhen steckte. Aktuelles Vermögen: 2,8 Milliarden Dollar.
Als Kind wuchs er in einem Armenviertel auf, heute ist er CEO der wohl bekanntesten Coffeeshop-Kette der Welt: Howard Schultz. Er hat Starbucks zu dem gemacht, was es heute ist - unter ihm wurden weltweit 16.000 Filialen geöffnet. Zahl steigend. Der Erfolg kam, als er nach seinem Studium das erste Café der Kette übernahm, als es noch in Kinderschuhen steckte. Aktuelles Vermögen: 2,8 Milliarden Dollar. © dpa / picture alliance / Herbert Knosowski
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Sie ist wohl Amerikas bekannteste und beliebteste TV-Talkmasterin aller Zeiten: Oprah Winfrey. Ihre Vermögen wird auf 2,8 Milliarden Euro geschätzt. Doch das war nicht immer so. Sie wurde in eine arme Familie in Mississippi geboren, konnte jedoch ein Stipendium an der Tennessee State University ergattern. Dort wurde sie mit 19 Jahren die erste afro-amerikanische TV-Korrespondentin. Anschließend zog sie nach Chicago, um für eine Morgen-Talkshow zu arbeiten. Der Rest ist Geschichte. © dpa / picture alliance / Kevin Sullivan
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3,3 Milliarden Dollar: So viel soll John Paul deJoria sein Eigen nennen. Wenige kennen seinen richtigen Namen, dafür aber umso mehr den seiner Friseursalon-Kette, Paul Mitchell. Vor seinem Durchbruch lebte er in seinem Auto und ging hausieren, um seine Produkte zu verkaufen. © dpa / picture alliance / Manuel Lopez
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Aufgewachsen in der Bronx, Uni abgebrochen und Krawattenverkäufer: Auch Modeschöpfer Ralph Lauren hat eine turbulente Vergangenheit hinter sich. Doch mit seiner Idee, selbst Krawatten herzustellen, die extravaganter und größer daherkommen, traf er 1967 eine Marktnische. Nur ein Jahr später gründete er sein Mode-Unternehmen Polo. Geschätztes Vermögen: 6,3 Milliarden Dollar. © dpa / picture alliance / Peter Foley
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Nicht jeder kennt Jan Koum, aber fast jeder WhatsApp. Der gebürtige Ukrainer kam mit 16 Jahren in die USA und verdingte sich erst als Putzkraft. Doch Koum wollte mehr - und brachte sich selbst den Umgang mit Computern bei. Mit Erfolg. 2009 gründete er den weltweit größten mobilen Nachrichtendienst mit. 2015 wurde dieses für satte 22 Milliarden Dollar aufgekauft. Jan Koum kassierte mächtig ab. Geschätztes Vermögen: 9,1 Milliarden Euro. © dpa / picture alliance / Marc Müller
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