Im Ausland leben

Geld verdienen im Ausland: Was Auswanderern die Jobsuche erleichtert

Wer auswandern möchte, muss nicht nur Mut mitbringen. Auch finanziell ist dieser Schritt eine Herausforderung. Das Bundesverwaltungsamt zeigt Wege auf.

Sie möchten raus aus Deutschland und lieber im Ausland leben? Diesen Traum verfolgen viele Bundesbürger. In die Realität umsetzen tun es aber die wenigsten. Und so bleibt das Haus am See oder Meer oder die kleine Villa in der Toskana für die meisten ein Traum. Oft auch wegen Existenzängsten. Denn in der neuen Heimat muss oft erstmal ein Job gefunden werden. Ob das neue Einkommen reichen wird? Ob die Familie sich schnell heimisch fühlen wird oder Heimweh dominiert? Viele Fragen treiben Auswanderer um.

Sie haben den Traum vom Haus am Meer? Der lässt sich in die Tat umsetzen.

Das Wichtigste: Das Einkommen muss gesichert sein. Wer noch keinen Job im Wunschland hat, kann sich an die Arbeitsagentur wenden. Diese vermittelt Stellen auch im Ausland. „Üblicherweise haben Inländer bei der Besetzung offener Stellen Vorrang. Eine Chance haben Personen aus dem Ausland, die über berufliche Spezialkenntnisse verfügen. Bürger eines Mitgliedstaates des Europäischen Wirtschaftsraums gelten in einem anderen Mitgliedstaat als Inländer. Bei Fragen zum internationalen Arbeitsmarkt oder zu konkreten Stellenangeboten im Ausland bieten sich folgende Möglichkeiten“, informiert das Bundesverwaltungsamt:

  • Der Stelleninformationsservice (SIS) der örtlichen Arbeitsagentur: hier sind neben nationalen auch Stellenangebote für das Ausland enthalten.
  • Die Berufsinformationszentren (BIZ): Hier finden Sie nicht nur Infomaterial zum Thema „Arbeiten im Ausland“, sondern auch Veröffentlichungen der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV).
  • Fragen zu konkreten Auslandsstellenangeboten oder Auslandsprogrammen können telefonisch oder schriftlich an die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) gerichtet werden unter der Telefonnummer 0228 713-1313.

Diese neun Mythen kursieren über die Rente

Zu sehen sind mehrere Senioren, die auf einer Bank sitzen.
Wenn die Rente bevor steht, dann kommen viele Fragen auf. Wie lange muss man gearbeitet haben? Wie wird die Rente versteuert? Das sind nur wenige Fragen, die Sie sich vielleicht stellen. Hier bekommen Sie die Antworten.  © Imago
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Mythos 1: Die Rente kommt automatisch. Das ist nicht der Fall. Man muss die Rente bei der gesetzlichen Rentenversicherung frühzeitig schriftlich beantragen.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Ein Senior verdient sich neben seiner Rente etwas dazu.
Mythos 2: Neben der Rente darf man unbegrenzt dazuverdienen. Das stimmt nicht, eine Grenze gibt es. Wer früher in Rente geht oder erwerbsunfähig ist, kann bis zu 6300 Euro im Jahr dazuverdienen. Verdient man mehr, kann das auf die Rente angerechnet werden.  © Imago
Zu sehen ist eine Tastatur mit einer Tastatur und einem grünen Post-It. Darauf steht „Mein letzter Arbeitstag“.
Mythos 3: Die Höhe der Rente setzt sich aus den letzten Arbeitsjahren zusammen. Das stimmt so nicht. Die Rentenhöhe berechnet sich aus dem gesamten Versicherungsleben.  © O. Diez/Imago
Zu sehen ist ein älterer Mann auf einer Sportmatte. Er sitzt und neben ihm liegen Kurzhanteln.
Mythos 5: Ein Reha-Aufenthalt mindert die Rente. Dieser Mythos stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall. In der Rehabilitation werden die Pflichtbeiträge zu 80 Prozent des vergangenen Bruttolohns von der Rentenversicherung gezahlt. Das erhöht den späteren Rentenanspruch.  © Hodei Unzueta/Imago
Zu sehen ist ein Antrag auf Hinterbliebenenrente, darauf liegt Geld.
Mythos 6: Nur Frauen haben Anspruch auf Hinterbliebenenrente. Das stimmt nicht. Zwar ist die Witwenrente bekannter, aber auch Männer erhalten Witwerrente. Seit 1986 sind Männer und Frauen in der Rentenversicherung gleichberechtigt.  © Sabine Brose, Frank Sorge/Imago
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Mythos 7: Nach 45 Jahren im Beruf kann man schon mit 63 Jahren in Rente gehen. Das stimmt nur zum Teil. Wer so lange im Berufsleben war, der kann grundsätzlich früher in Rente gehen. Allerdings verschiebt sich das Renteneintrittsalter je nach Geburtsjahr nach hinten.  © Imago
Zu sehen ist jemand, der am PC arbeitet.
Mythos 8: Einen Rentenanspruch hat erst jemand, der 15 Jahre gearbeitet hat. Das ist falsch. Die Mindestversicherungszeit für die Regelaltersrente beträgt fünf Jahre.  © Rüdiger Wölk/Imago
Zu sehen ist eine alte Frau, die ein Heft vor sich liegen hat. Sie schaut ihre Katze an.
Mythos 9: Die Rente muss nicht versteuert werden. Das ist falsch. Grundsätzlich muss eine Einkommens- bzw. Lohnsteuer auf die Rente gezahlt werden. Das Geld wird derzeit nicht voll versteuert. Der Prozentsatz ist abhängig vom Renteneintritt.  © Imago
Zu sehen ist eine Deutschlandkarte, darauf sind Balken zu sehen.
Mythos 10: Wenn man Ostrente bezieht und in den Westen umzieht, bekommt man Westrente. Das stimmt nicht. Die Altersrente wird einmal anhand der Entgeltpunkte errechnet, die am Beschäftigungsort erworben wurde. Der Wohnsitz spielt dabei keine Rolle. Auch für Rentenerhöhungen ist der Wohnortswechsel unerheblich.  © Imago

Arbeit finden als Auswanderer: 960 EURES-Berater helfen weiter

Das EURES-Netzwerk (EURES steht für European Employment Services) vermittelt unter anderem Stellen im Ausland. Rund 960 EURES-Berater gibt es dem Bundesverwaltungsamt zufolge mittlerweile europaweit. „Die Anschriften aller EURES-Berater sowie weitergehende Informationen zum Netzwerk gibt es unter www.ec.europa.eu. Dort findet sich eine Datenbank mit europaweit offenen Stellenangeboten und Informationen zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie zu Aus- und Weiterbildung in Europa“, so die Information vom Bundesverwaltungsamt.

Rubriklistenbild: © Imago

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