Gerichtsurteil

Frau erschleicht Schwangerschaft – muss ich Unterhalt zahlen für ein ungewolltes Kind?

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Ein Gericht hat nun entschieden, ob ein Mann Unterhalt für sein ungewolltes Kind zahlen soll.

Ein Paar will unbedingt ein Kind. Doch kurz bevor die künstliche Befruchtung gelingt, trennt es sich. Nun verlangt die Frau Unterhalt. Ein Gericht hat Erstaunliches entschieden.

Es klingt wie in einem schlechten Film: Eine Frau hat sich ohne das Wissen ihres Ex-Mannes befruchtete Eizellen einsetzen lassen. Sie ist auch schwanger geworden und hat einen Sohn zur Welt gebracht. Nun soll der Mann für das ungewollte Kind Unterhalt zahlen.

Mann klagt vor Gericht – Frau nach Trennung ungewollt schwanger geworden

Das lehnte der kategorisch ab und zog vors Gericht. Er entgegnete, dass die Praxis, die den Eingriff vorgenommen hatte, in der Unterhaltspflicht sei. Doch das Gericht lehnte sein Freistellungsgesuch ab. Das Perfide daran: Vor fünf Jahren soll das Paar noch einen gemeinsamen Kinderwunsch verfolgt haben.

Dazu wurden Eizellen der Frau mit dem Samen des Mannes befruchtet und in einer Praxis eingefroren. Hier gab der Mann noch seine schriftliche Einwilligung. Kurz darauf trennte sich das Paar allerdings. Um dennoch schwanger werden zu können, soll die Frau daraufhin mehrfach die Unterschrift ihres Ex-Mannes gefälscht haben.

Gericht schmettert Gesuch ab – geht es in Berufung?

Der Grund, warum die Richter sein Gesuch ablehnten: Er habe nie seine damalige Einwilligung schriftlich oder mündlich eindeutig widerrufen. Auch die Praxis könne nichts dafür – schließlich habe sie nie an der Echtheit seiner (ersten) Unterschrift zweifeln können. Zu diesem Urteil ist jetzt die Arzthaftungskammer des Landgerichts München I gekommen. Allerdings ist es noch nicht rechtskräftig.

Lesen Sie auch: Seit Anfang diesen Jahres wurde die Düsseldorfer Tabelle umgestellt - nun sollen Trennungskinder weniger erhalten.

jp

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