Folgen der Krise

Wegen Corona: Wird das Renteneintrittsalter bald angehoben?

Drei Rentner sitzen auf einer Bank.
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Die Corona-Krise könnte für ein höheres Renteneintrittsalter sorgen.

Die Corona-Pandemie reißt große Löcher in die Staatskassen – hinzukommt der demografische Wandel. Die „Wirtschaftweisen“ raten zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters.

Vor Kurzem haben die Wirtschaftsberater der Bundesregierung, auch als die „fünf Wirtschaftsweisen“ bekannt, ihr Jahresgutachten zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft vorgelegt. Darin finden – wie nicht anders zu erwarten – auch die Folgen der Corona-Pandemie Erwähnung. Ein Detail dürfte hier vielen Sorgen machen: Denn die Wirtschaftsweisen raten zu einer Erhöhung des Renteneintrittsalters*.

Folgen der Corona-Krise könnte Auswirkungen auf das Renteneintrittsalter haben

Bereits in einer aktuellen repräsentativen Umfrage der Deka-Bank, die der Bild-Zeitung vorliegt, fürchten viele Befragte die negativen Folgen der Corona-Pandemie auf die Renten-Bezüge. Etwa ein Drittel geht demnach davon aus, dass das Renteneintrittsalter angehoben wird – und diese Befürchtung ist nicht unbegründet.

Laut dem Jahresgutachten der „Wirtschaftweisen“ dürften die Auswirkungen des demografischen Wandels die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen nach der Corona-Pandemie erschweren. Steigende Lebenswartung, geringe Geburtenrate, moderate Zuwanderung und der anstehende Renteneintritt geburtenstarker Jahrgänge werden das soziale Sicherungssystem extrem belasten, so die Prognose.

Auch interessant: Renten-Schock für Millionen Deutsche – Nullrunde im Jahr 2021 im Westen erwartet.

Rente mit 70? Wirtschaftsexperten raten zur Erhöhung des Renteneintrittsalters

Als langfristige Lösung dieses Problems sehen die Experten eine Erhöhung des Renteneintrittsalters „durch eine Kopplung an die steigende fernere Lebenserwartung“. Und weiter: „Dabei würde die ansteigende Lebenserwartung zu zwei Dritteln in eine längere Erwerbsphase und zu einem Drittel in eine längere Rentenphase aufgeteilt.“ Kurzum bedeutet das: Je älter Berufstätige werden können, desto länger sollten sie auch arbeiten.

Um die Weichen für eine längere Erwerbsphase zu stellen, raten die „Wirtschaftsweisen“ in ihrem Jahresgutachten zu systematischen Weiterbildungen, Möglichkeiten zur Umschulung, einer besseren Absicherung gegen die Erwerbsunfähigkeit, aber auch zu einer „Vermeidung von Anreizen für Frühverrentung“. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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