Ab 2021

ARD-Chef fordert höhere "GEZ": So viel sollen wir bald draufzahlen

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Der neue ARD-Chef fordert ab 2021 einen höheren Rundfunkbeitrag.

Nachdem der ARD-Chef eine neue Erhöhung des Rundfunkbeitrags fordert, stellt sich die Frage, wann diese stattfinden soll. Ein Rückblick könnte Aufschluss geben.

Momentan liegt die "GEZ"-Gebühr bei 17,50 Euro monatlich für alle deutschen Haushalte. Schließlich ist der Beitrag verpflichtend – egal, ob man einen PC, Radio oder Fernseher besitzt. Das stößt vielen Deutschen sauer auf - doch das scheint dem neuen ARD-Chef Ulrich Wilhelm nichts auszumachen.

Neuer ARD-Chef fordert ab 2021 Anhebung des Rundfunkbeitrags

Der will nämlich noch einen draufsetzen – und provoziert mit einer neuen Beitragserhöhung. Sein Argument: Für qualitativ bessere Programme benötigt es eben auch mehr Geld. Die angeblichen Überschüsse in Milliardenhöhe werden laut Wilhelm allerdings nicht ausreichen, um den enormen Bedarf zu decken.

Ab 2021 soll der Rundfunkbeitrag deshalb steigen. Ansonsten "würden kurzfristig drei Milliarden Euro fehlen, die wir im Wesentlichen im Programm einsparen müssten", so der BR-Intendant kürzlich in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Doch mit wie viel mehr Unkosten müssten die Deutschen rechnen? Wie bereits Heinz Fischer-Heidlberger, Chef der "Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs" (KEF) im vergangenen Sommer ankündigte, gehe man in drei Jahren von mindestens einem Euro mehr aus. In der Statista-Grafik können Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, wie sehr die Zwangsabgabe in den letzten zehn Jahren wirklich angestiegen ist:

Blick in die Vergangenheit zeigt: Ist die "GEZ"-Erhöhung unausweichlich?

Tatsächlich hat sich der Rundfunkbeitrag von 2010 bis 2020 um nur wenige Cents verändert – im Gegensatz zu den Jahrzehnten zuvor. Daher ist eine neue Anhebung des Beitrags nach 2020 mehr als wahrscheinlich, schließlich wurde dieser 2009 das letzte Mal erhöht.

Ob der Rundfunkbeitrag bis zu diesem Stichtag allerdings überhaupt noch gilt, ist fraglich. Schließlich befasst sich gerade der Europäische Gerichtshof mit der Frage, ob die "GEZ" in Deutschland überhaupt rechtens ist.

Lesen Sie auch: So werden bald "GEZ"-Verweigerer entlarvt - und zur Kasse gebeten.

jp

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