Online-Betrug

Betrüger will 22-Jährigem Geld aus der Tasche ziehen - der wehrt sich mit genialer Idee

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Zahlreiche Internet-Nutzer bekommen tagtäglich dubiose Spam-Mails.

Ross Walsh bekam eine dubiose Spam-Mail. Doch anstatt sie zu löschen oder darauf einzugehen, drehte er den Spieß um - und schmierte den Betrüger am Ende mächtig aus.

Dubiose E-Mails von Inkassofirmen, Onlineshops, bei denen man angeblich Abos abgeschlossen hat oder Betrüger am Telefon, die einem das Geld aus der Tasche ziehen wollen: Langfinger denken sich immer perfidere Maschen aus, um unbescholtene Bürger auszutricksen. Doch Ross Walsh wollte das nicht mehr länger mit ansehen. Der junge Mann aus Irland hat jetzt den Spieß umgedreht.

22-jähriger Student gerät an Online-Betrüger - doch er dreht den Spieß um

Als er an einen Online-Betrüger geriet, machte er etwas, für das ihn das Netz nun feiert. Der Student erhielt wie viele andere eine dubiose E-Mail in seinem Postfach. Doch anstatt die Spam-Mail einfach zu löschen, machte sich der 22-Jährige die Mühe, den Betrüger auflaufen zu lassen. "Ich wollte deren Zeit verschwenden, damit sie nicht die Zeit von jemand anderem verschwenden", schreibt er auf Facebook, "oder jemand Ahnungslosen ausnehmen."

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In der E-Mail stand, dass der Betrüger 1.000 Pfund (circa 1.150 Euro) von Walsh brauche - und von ihm dafür 35.000 Pfund (etwa 40.000 Euro) zurückbekomme. Der fremde Mann, der sich selbst "Solomon Gundi" nannte, erklärte zudem, dass er Aktienprofi sei, der jungen Leuten dabei helfen wolle, reich zu werden. Zum Schein ging Walsh auf das Angebot ein und gaukelte vor, begeistert von dem Angebot zu sein.

Seine Antwort postete er anschließend auf Facebook: "Mein liebster Solomon, ich bin entzückt, dein verlockendes Geschäftsangebot zu bekommen. Wie du weißt, bin ich ein begeisterter Businessmann und denke deshalb, dass 1.000 Pfund nahezu eine Beleidigung sind! Ich hänge eine Quittung über 50.000 Pfund an, um den Ball ins Rollen zu bringen. Wenn du in Europa Geld verdienen willst, musst du wissen, dass wir GROSS denken. Melde dich schnell zurück, damit wir die nächsten Schritte planen können!"

Student bringt Betrüger dazu, ihm Geld zu überweisen - Netz tobt

Um den Betrüger in Sicherheit zu wiegen, fügte er der Mail außerdem eine mit Photoshop bearbeitete Paypal-Quittung über 50.000 Pfund (etwa 57.500 Euro) hinzu. "Mein Gott, du bist ein wahrer Geschäftsmann! Wir werden sofort mit dem Aktienkauf beginnen!", schrieb "Solomon Gundi" freudig zurück. Doch am Ende folgt die herbe Enttäuschung für den Betrüger: Walsh hatte selbstverständlich das Geld nicht überwiesen.

Erfahren Sie hier: Paar hat plötzlich über 100.000 Euro auf dem Konto - es endet böse.

"Das Geld ist noch nicht im Paypal-Account meiner Bank angekommen. Vielleicht gab es da ein Problem?", fragte er nach. Doch anstatt hier aufzuhören, brachte er den Betrüger am Ende dazu, ihm Geld zu überweisen! Dazu wandte der 22-Jährige eine List an und schrieb ihm: "Hey Solomon, du wirst erfreut sein, zu hören, dass ich dieses Problem schon kenne und es sich sehr leicht lösen lässt", antwortete er. So erklärte Walsh ihm, dass es wohl daran liege, dass es sich um eine so große Summe handelte. Aus diesem Grund würde die Bank vermutlich die Überweisung zurückhalten.

Um zu beweisen, dass er kein Betrüger wäre, sollte der fremde Mann seinerseits eine kleinere Geldsumme überweisen - aber diesmal auf das Konto von Walsh. "Letztes Mal haben 25 Pfund dafür gereicht", schlug er vor. Und das tat der Betrüger dann auch. Der Student lachte sich ins Fäustchen - und klärte den Betrüger schließlich auf: "Solomon, ich will dir einen Rat geben: Sei bei Geschäften nicht so vertrauensselig." Am Ende ließ er seine Follower an dem Coup teilhaben und brachte das Netz ebenfalls gehörig zum Lachen.

Video: Schadsoftware "Emotet" - so schützen Sie sich vor Cyber-Erpressung

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jp

Jeff Bezos wieder reichster Mensch 2019 - ein anderer ist großer Verlierer

Platz 10: Google-Mitbegründer Larry Page hat gut lachen - der 45-Jährige hat mit einem stolzen Vermögen von 50,8 Milliarden Dollar 2019 einen Platz im Olymp der Superreichen ergattert.
Platz 10: Google-Mitbegründer Larry Page hat gut lachen - der 45-Jährige hat mit einem stolzen Vermögen von 50,8 Milliarden Dollar 2019 einen Platz im Olymp der Superreichen ergattert. © dpa / Christoph Dernbach
Platz 9: Ex-Bürgermeister von New York und Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns - kein Wunder also, dass Michael Bloomberg sein Vermögen im vergangenen Jahr von 50 auf 55,5 Milliarden Dollar steigern konnte.
Platz 9: Ex-Bürgermeister von New York und Gründer des gleichnamigen Medienkonzerns - kein Wunder also, dass Michael Bloomberg sein Vermögen im vergangenen Jahr von 50 auf 55,5 Milliarden Dollar steigern konnte. © dpa / Henning Kaiser
Platz 8: Nicht nur in der Öffentlichkeit hat Mark Zuckerbergs Image durch die Facebook-Datenskandal Schaden genommen, auch sein Vermögen ist geschrumpft. Während es 2018 noch 70 Milliarden Dollar waren, sind es heute lediglich 62,3 Milliarden Dollar.
Platz 8: Nicht nur in der Öffentlichkeit hat Mark Zuckerbergs Image durch die Facebook-Datenskandale Schaden genommen, auch sein Vermögen ist geschrumpft. Während es 2018 noch 70 Milliarden Dollar waren, sind es heute lediglich 62,3 Milliarden Dollar. © dpa / Kay Nietfeld
Platz 7: Software-Unternehmer Larry Ellison hat turbulente Zeiten hinter sich - bereits während der 2000er-Jahre hatte er 58 Milliarden Dollar auf der Kante. Nach einer Krise verlor er mehr als die Hälfte seines Kapitals. 2019 hat er es sogar auf 62,5 Milliarden Dollar steigern können.
Platz 7: Software-Unternehmer Larry Ellison hat turbulente Zeiten hinter sich - bereits während der 2000er-Jahre hatte er 58 Milliarden Dollar auf der Kante. Nach einer Krise verlor er mehr als die Hälfte seines Kapitals. 2019 hat er es sogar auf 62,5 Milliarden Dollar steigern können. © dpa / Herbert Neubauer
Platz 6: Zu Amancio Ortegas Textil-Imperium zählt auch die spanische Modekette Zara. Laut "Forbes" hat ihm dies über 62,7 Milliarden Dollar eingebracht. Das sind immerhin sieben Milliarden weniger als noch 2018.
Platz 6: Zu Amancio Ortegas Textil-Imperium zählt auch die spanische Modekette Zara. Laut "Forbes" hat ihm dies über 62,7 Milliarden Dollar eingebracht. Das sind immerhin sieben Milliarden weniger als noch 2018. © dpa / Cabalar
Platz 5: Carlos Slim Helu. Der umstrittene Unternehmer aus Mexiko hält sich seit Jahren in den Top Ten der Superreichen. Wegen angeblicher dubioser Geschäfte hatte er es in den 90er-Jahren zu Wohlstand geschafft. Heute beträgt das Vermögen des Milliardärs 64 Milliarden Dollar.
Platz 5: Carlos Slim Helu. Der umstrittene Unternehmer aus Mexiko hält sich seit Jahren in den Top Ten der Superreichen. Wegen angeblicher dubioser Geschäfte hatte er es in den 90er-Jahren zu Wohlstand geschafft. Heute beträgt das Vermögen des Milliardärs 64 Milliarden Dollar. © dpa / Georgi Licovski
Platz 4: Bernard Arnault ist als französischer Textil-Unternehmer kein Unbekannter in der Modeindustrie. Sein Imperium umfasst Marken wie Louis Vuitton oder die Kosmetik-Kette Sephora. Doch auch sein stattliches Vermögen von 76 Milliarden Dollar kann sich sehen lassen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 72 Milliarden Dollar.
Platz 4: Bernard Arnault ist als französischer Textil-Unternehmer kein Unbekannter in der Modeindustrie. Sein Imperium umfasst Marken wie Louis Vuitton oder die Kosmetik-Kette Sephora. Doch auch sein stattliches Vermögen von 76 Milliarden Dollar kann sich sehen lassen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 72 Milliarden Dollar. © dpa / Peter Foley
Platz 3: Die US-Investmentlegende Warren Buffett hat es sich 2019 wieder auf dem Siegertreppchen gemütlich gemacht. Zwar kann er 2019 "nur" noch 82,5 Milliarden Dollar (zum Vergleich: 2018 waren es noch 87 Milliarden Dollar) aufweisen, aber das reicht immer noch für die Bronzemedaille.
Platz 3: Die US-Investmentlegende Warren Buffett hat es sich 2019 wieder auf dem Siegertreppchen gemütlich gemacht. Zwar kann er 2019 "nur" noch 82,5 Milliarden Dollar (zum Vergleich: 2018 waren es noch 87 Milliarden Dollar) aufweisen, aber das reicht immer noch für die Bronzemedaille. © dpa / Larry W. Smith
Platz 2: Auch auf dem zweiten Platz hat sich wenig getan: Microsoft-Mitbegründer Bill Gates verteidigt seine Silbermedaille - und konnte dabei sein Vermögen sogar weiter steigern. Satte 96,5 Milliarden Dollar soll er nun besitzen.
Platz 2: Auch auf dem zweiten Platz hat sich wenig getan: Microsoft-Mitbegründer Bill Gates verteidigt seine Silbermedaille - und konnte dabei sein Vermögen sogar weiter steigern. Satte 96,5 Milliarden Dollar soll er nun besitzen. © dpa / Matthias Balk
Platz 1: Das zweite Jahr in Folge konnte Amazon-Gründer Jeff Bezos die Poleposition für sich beanspruchen. Er war der erste Mensch der Welt, dessen Vermögen einen dreistelligen Milliardenbetrag erreichte. Unglaubliche 131 Milliarden Dollar machen ihn zum reichsten Menschen der Geschichte.
Platz 1: Das zweite Jahr in Folge konnte Amazon-Gründer Jeff Bezos die Poleposition für sich beanspruchen. Er war der erste Mensch der Welt, dessen Vermögen einen dreistelligen Milliardenbetrag erreichte. Unglaubliche 131 Milliarden Dollar machen ihn zum reichsten Menschen der Geschichte. © picture alliance / Jörg Carstens

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