Kanzlerin bei CSU-Klausur

Zeitarbeit und Werkverträge: Merkel will Nahles-Pläne entschärfen

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Horst Seehofer und Angela Merkel am Mittwoch in Wildbad Kreuth.

Kreuth - "Brauchen eher mehr Flexibilität": Laut Teilnehmern der CSU-Winterklausur in Wildbad Kreuth akzeptiert Bundeskanzlerin Angela Merkel das Konzept ihrer Bundesarbeitsministerin Nahles (SPD) nicht. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Pläne der SPD für eine stärkere Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen entschärfen. Sie akzeptiert das Konzept von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nach dpa-Informationen nicht. „Wir brauchen eher mehr Flexibilität im Arbeitsmarkt als weniger“, wurde Merkel am Mittwoch von Teilnehmern der CSU-Winterklausur in Wildbad Kreuth zitiert. Eine Verschärfung der Vorschriften führe aber zu weniger Flexibilität. Akzeptabel sei höchstens die Umsetzung dessen, was Union und SPD zu dem Thema im Koalitionsvertrag vereinbart hätten.

Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD festgelegt, Leiharbeit gesetzlich auf 18 Monate zu begrenzen und den Missbrauch von Werkverträgen zu verhindern. Die Wirtschaftspolitiker der Union kritisieren, dass Nahles in beiden Bereichen zu restriktive Vorgaben für die Unternehmen plane und über den Koalitionsvertrag hinausgehen wolle.

Lesen Sie hier: 

Arbeitgeber fordern Stopp geplanter Sozialgesetze

Kommentar zur CSU in Kreuth: Laut – für ein paar Tage

Die CSU stellt die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags in dieser Hinsicht grundsätzlich zur Disposition. In der CSU-Landesgruppe wurden Merkels Äußerungen zu dem Thema erfreut zur Kenntnis genommen.

Bei der Leiharbeit sind im Koalitionsvertrag vergleichsweise konkrete Festlegungen getroffen: Abweichungen von der 18-Monats-Frist sollen nur in Tarifverträgen erlaubt sein. Leiharbeiter sollen nach neun Monaten den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft der jeweiligen Firma.

Wildbad Kreuth: Die Bilder von der CSU-Klausurtagung

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