Ex-Finanzminister: Euro-Aufnahme Athens war großer Fehler

Waigel verlangt Geduld mit Griechenland

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Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU).

München - Der frühere Bundesfinanzminister und Euro-Mitbegründer Theo Waigel (CSU) hat sich im Umgang mit Griechenland für Geduld ausgesprochen.

Es sei zwar ein verhängnisvoller Fehler seiner Nachfolger gewesen, Griechenland in den Euro aufzunehmen, sagte Waigel am Freitag als Gastredner bei einer Tagung des Süßwarenhandelsverbandes Sweets Global Network in München. „Für mich ist heute noch unbegreifbar, warum man diesen Leichtsinn gewagt hat.“

Trotzdem könne das Land nun nicht einfach fallengelassen werden. „Die Griechen kommen mir vor wie ein blinder Passagier, der unentdeckt an Bord eines Ozeandampfers geht, dann an Deck klettert und sagt: "Ich bin jetzt auch da."“ Ihn über Bord zu werfen sei aber keine Option. „Ich muss dem nicht Champagner und Kaviar geben - aber Brot, Käse, Wasser und ein bisschen Wein zwischendurch, das ist vertretbar, um aus der Misere rauszukommen.“

Er gebe die Hoffnung nicht auf, dass Griechenland seine Probleme in den Griff bekomme. Deutschland spiele für die Zukunft Europas die zentrale Rolle. „Wir haben eine Verantwortung wie nie zuvor in der Geschichte und dieser müssen wir uns stellen.“

dpa

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