Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien

Waffenruhe: In Berg-Karabach wird nicht mehr geschossen

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Armenische Artillerie feuert Granaten ab. (Archivbild). Jetzt ruhen die Waffen.

Baku - Hält der Waffenstillstand? Im Konflikt um die Kaukasusregion Berg-Karabach ist am Dienstag eine Einigung auf eine Feuerpause erreicht worden.

Das Verteidigungsministerium in Aserbaidschan bestätigte am Mittag Angaben der Behörden in Berg-Karabach, wonach beide Seiten nunmehr eine Feuerpause einhalten wollen.

"Die militärischen Operationen sind um 12.00 Uhr beendet worden", hieß es in einer Erklärung des Verteidigungsministeriums in Baku. Kurz zuvor hatte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums von Berg-Karabach erklärt: "Wir haben eine Vereinbarung für eine Feuerpause erreicht. Es wurde Befehl erteilt, die Gefechte zu beenden."

Konflikt schwelt seit Jahrzehnten

Zwischen Aserbaidschan und der abtrünnigen Region Berg-Karabach, die von Armenien unterstützt wird, schwelt seit Jahrzehnten ein Konflikt. In den vergangenen Tagen waren an der Grenze der Kaukasusregion Kämpfe aufgeflammt, in deren Verlauf 64 Menschen getötet wurden.

Russland und der Westen hatten die Konfliktparteien umgehend zur Deeskalation und Einstellung der Kämpfe aufgerufen. In Wien waren am Dienstag Gespräche der sogenannten Minsk-Gruppe angesetzt, die sich seit Jahren für eine Lösung des Konflikts um die mehrheitlich armenische Region einsetzt.

Ihr gehören Russland, die USA, Frankreich sowie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an. Trotz aller Vermittlungsbemühungen haben Armenien und Aserbaidschan seit dem Abschluss eines Waffenstillstands 1994 keinen Friedensvertrag geschlossen.

AFP

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