Wachsende Kritik am Atomabkommen im Iran

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Der Tanker "Monte Toledo" brachte das erste iranische Rohöl nach dem Ende der Sanktionen ins südspanische Algeciras. Foto: Cepsa/Archiv

Teheran (dpa) - Der iranische Außenminister Sarif hat sich im Parlament der wachsenden Kritik am Atomabkommen mit dem Westen gestellt.

Die Kritiker werfen ihm und Präsident Ruhani vor, dass das Abkommen vom Juli 2015 und das Ende der Sanktionen gegen den Iran im Januar 2016 dem Land nichts gebracht hätten.

Die europäischen Banken verweigern aus Furcht vor US-Sanktionen weiter die Finanzierung von Investitionen westlicher Unternehmen im Iran.

Die USA, Israel und Saudi-Arabien versuchten den Banken ein Bild des Irans zu vermitteln, das von Unsicherheit und Risiko geprägt sei, sagte Sarif. "Aber wir sollten bei diesen psychologischen Spielchen nicht mitmachen und weitere Spannungen unbedingt vermeiden." Man müsse die Banken davon überzeugen, dass Geschäfte mit dem Iran auch für sie profitabel seien.

Vor dem Abkommen sei der Ölexport, das Haupteinkommen des Landes, um ein Drittel gesunken, sagte Sarif. "Jetzt aber exportieren wir wieder über 2 Million Barrel am Tag". Das sei nicht unwichtig.

Kommende Woche will sich Sarif in Oslo mit seinem amerikanischen Amtskollegen John Kerry und der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini treffen. Außerdem plant er am Mittwoch bei seinem Kurzbesuch in Berlin ein Gespräch mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.

Nachrichtenagentur ISNA, Persisch

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