"Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttat"

Vier Jahre Haft für islamistischen Syrien-Kämpfer in Berlin

Berlin - Wegen der aktiven Unterstützung einer islamistischen Gruppierung im Syrien-Krieg ist ein 41-jähriger Mann in Berlin zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Die für Staatsschutz-Verfahren zuständige Kammer des Berliner Landgerichts sprach am Montag den Angeklagten Murat S. der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in drei Fällen für schuldig. Der Angeklagte war demnach zwischen Frühjahr 2013 und Sommer 2014 insgesamt dreimal über die Türkei nach Syrien eingereist, wo er die Islamisten-Organisation Junud al-Sham unterstützt hatte. 

Mit seinem Urteil folgte das Gericht weitgehend der Empfehlung der Staatsanwaltschaft, die einen Freiheitsentzug von vier Jahren und sechs Monaten gefordert hatte. Dem Angeklagten wurde dabei zur Last gelegt, dass er Junund al-Sham wiederholt und über einen längeren Zeitraum unterstützt hatte. 

Strafmildernd wirkten sich Gerichtsangaben zufolge das umfassende Geständnis sowie die gezeigte Reue aus. S. hatte sich in Syrien zunächst an der Waffe ausbilden lassen. Während seiner zweiten und dritten Reise in das Bürgerkriegsland soll er Wachdienste übernommen, sich aber nicht an Kampfhandlungen beteiligt haben. 

Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass sich derzeit etwa 700 Menschen aus Deutschland auf Seiten des IS und anderer islamistischer Gruppierungen am syrischen Bürgerkrieg beteiligen. 

afp

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