Schwere Verluste

Ukraine-Krieg: Russen unter eigenem Beschuss? Angriff während Beerdigungszeremonie

Russland verzeichnet schwere Verluste im Ukraine-Krieg. Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht die Statistik vom 4. August: die Lage im News-Ticker.

  • Fünf Monate nach der Invasion in die Ukraine kämpfen die russischen Streitkräfte mit schweren Verlusten.
  • Russland entwirft einen Plan, um die Verluste im Ukraine-Krieg zu kompensieren.
  • Hinweis der Redaktion: Die Informationen im Ukraine-Konflikt stammen teilweise von Kriegsparteien und lassen sich nicht unmittelbar unabhängig prüfen.

+++ 18.29 Uhr: Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS wurde das Zentrum von Donezk während der Beerdigung einer russischen Kommandantin beschossen. Explosionen seien zu hören gewesen. Demnach sei das Theatergebäude, in dem die Abschiedszeremonie für die verstorbene Olga Kachura stattfand, nach Zeugenaussagen von Seiten der Ukraine angegriffen worden. Mindestens eine Person soll durch den Beschuss des Schauspielhauses verletzt worden sein.

Von ukrainischer Seite wird abgestritten, für den Angriff verantwortlich zu sein. Die Hauptnachrichtendirektion des Verteidigungsministeriums der Ukraine teilte der Ukrainska Pravda mit, dass sie keine Informationen über den Beschuss von Donezk habe. Das Büro des Präsidenten bestritt die Beteiligung der Streitkräfte der Ukraine. „Nur die Russen selbst – oder Volksmilizen nicht anerkannter krimineller Republiken – greifen Donezk an“, erklärte Mykhailo Podoliak, Berater des Präsidialamtes, via Facebook.

+++ 14.00 Uhr: Ein vom Kreml unterstützter Kommandeur einer Division, die im Donbass auf Zivilisten schoss, wurde im Kampf getötet. Die ukrainischen Streitkräfte erklärten, Olga Kachur, auch bekannt als „Korsa“, habe sich oft als ukrainischer Soldat verkleidet und Kriegsverbrechen begangen, um sie dem ukrainischen Militär anzulasten.

Ukraine-News: Die aktuelle Statistik zu russischen Verlusten

+++ 09.50 Uhr: Mittlerweile sollen 41.500 russische Soldaten im Ukraine-Krieg gefallen sein. Das geht aus der täglich aktualisierten Statistik hervor, die unter anderem das Nachrichtenportal Ukrainska Pravda veröffentlicht hat.

  • Soldaten: 41.500
  • Flugzeuge: 223
  • Hubschrauber: 192
  • Panzer: 1789
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 4026
  • Artilleriesysteme: 946
  • Luftabwehrsysteme: 118
  • Mehrfach-Raketenwerfersysteme: 260
  • Autos und andere Fahrzeuge: 2960
  • Schiffe: 15
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 742
  • Stand: Donnerstag, 4. August 2022
  • Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp

Ukaine-News: 15 russische Soldaten bei Hinterhalt getötet - Mehrere Gefangennahmen

+++ 8.15 Uhr: Auch aus dem Gebiet Donezk vermeldet die Ukraine Erfolge. In der Meerenge sollen Marineinfanteristen einen Hinterhalt gelegt haben, wie pravda.ua berichtet. Dem Angriff sind den Angaben zufolge 15 russische Soldaten zum Opfer gefallen. Außerdem sollen drei weiter gefangen genommen worden sein.

Ein Soldat der russischen Armee nahe Mariupol. (Symbolfoto)

Aus der Region Cherson vermeldet die Ukraine ebenfalls Erfolge. Hier soll am Mittwoch (3. August) ein russischer Panzer durch einen Artillerieschlag zerstört worden sein. Zwei pro-russische Gefangene sollen zudem in der Region festgenommen worden sein. Die Streitkräfte der Ukraine geben an, dass die Gefangenen zumeist zu den pro-russischen Truppen der Volksrepublik Donezk gehören. Die Soldaten würden häufig sogar ohne Schutzausrüstung in den Krieg geschickt, sodass sie kaum eine Chance hätten, wie die ukrainischen Streitkräfte mitteilen.

Ukraine-News: 15 russische Soldaten bei Hinterhalt getötet - Mehrere Gefangennahmen

Update vom Donnerstag, 04. August, 07.08 Uhr: In der Zusammenfassung des Kommandos „Süd“, berichtet die Ukraine von weiteren Verlusten für die Truppen aus Russland. Die Luftwaffe der Ukraine hat den Angaben zufolge am Mittwoch (3. August) zwei Stellungen der russischen Streitkräfte erfolgreich angegriffen. Die Angriffe erfolgten in den Gebieten Blagodatnoje und Prawdynoje, wie das Kommando mitteilte. Dabei kamen über 30 russische Soldaten ums Leben, auch verschiedenes Militärgerät wurde zerstört.

Der 22. Armeekorps der russischen Schwarzmeerflotte wurde ebenfalls angegriffen. Der Kommandoposten der Einheit in Tschornobaivtsi wurde dabei zerstört. Hier sind noch keine Opferzahlen bekannt, diese werden aktuell noch versucht zu ermitteln. (Alle Angaben kommen von dem Kommando „Süd“ der ukrainischen Streitkräfte und konnten bisher nicht unabhängig überprüft werden.

  • Aktuelle Verluste von Russland in den Gebieten Blagodatnoje und Prawdynoje:
  • Getötete Soldaten: 31 Angehörige der russischen Armee wurden bei dem Angriff getötet.
  • Mörser: Es wurden zwei Mörser zerstört.
  • Gepanzerte Fahrzeuge: Hiervon wurden bei den Angriffen drei Stück zerstört.
  • Drohne: Eine Drohne wurde beim Angriff der Ukraine ebenfalls zerstört.
  • Weitere Verlsute für Russland: T-72 Panzer, Gvozdika (2S1), Msta-B Haubitzen (2A65).
  • Quelle: Kommando „Süd“ der ukrainischen Streitkräfte

Ukraine-News: Himars-Attacke zerstört russische Militärbasen und Munitionslager

+++ 20.38 Uhr: Die Ukraine hat mehrere russische Militärbasen und Munitionslager mit den von den USA gelieferten Himars-Raketenwerfern zerstört. Darüber hatte Newsweek berichtet. Eine Militärbasis stand demnach in Flammen. Laut Expert:innen könnten sich diese Raketenwerfer als „Gamechanger“ erweisen.

+++ 13.55 Uhr: Laut Forbes hat die Ukraine am 2. August russische Raketen im Wert von 91 Millionen Dollar abgeschossen. Russland feuerte acht Kh-101-Raketen auf die Ukraine ab. Sieben davon wurden abgeschossen, darunter sechs von Flugabwehrraketen und eine von einem Kampfjet der Luftwaffe, wie auch die ukrainische Luftwaffe mitteilt.

Das ukrainische Verteidigungsministerium aktualisiert die Statistik zum Ukraine-Krieg

+++ 10.10 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium gibt die neusten Zahlen zu russischen Verlusten bekannt:

Schwere Verluste für Russland: Einsatzkommando „Süd“ meldet Tötung von 20 russischen Soldaten

Update vom Mittwoch, 03. August, 06.50 Uhr: Ukrainische Streitkräfte melden erneut Erfolge. Das geht aus Berichten des Kyiv Independent hervor. Demnach hat das Einsatzkommando „Süd“ berichtet, dass ukrainische Streitkräfte 20 russische Soldaten getötet und zwei Panzer, eine Haubitze und vier gepanzerte und militärische Fahrzeuge zerstört haben. Für die Ukraine ist der 3. August der 161. Tag ihres Abwehrkampfes gegen die russische Invasion.

Ukraine-Krieg: Schwere Verluste und Tote nach russischen Angriffen

+++ 16.30 Uhr: Russische Truppen haben am Montag (1. August) einen Evakuierungsbus in der Region Cherson angegriffen. Drei Menschen wurden dabei getötet, fünf verletzt. Das Fahrzeug sei auf dem Weg von dem russisch besetzten Dorf Starosilja zu der von der Ukraine kontrollierten Stadt Krywyj Rih gewesen, erklärte Natalia Humeniuk, Sprecherin der ukrainischen Militärs.

+++ 15.00 Uhr: Russische Truppen führen laut Angaben aus Moskau derzeit Angriffe auf ukrainische Streitkräfte in den Regionen Mykolajiw und Charkiw durch. Dabei habe es auch Tote gegeben, teilte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag mit. Eine Bestätigung von ukrainischer Seite für diese Angaben gibt es jedoch nicht.

News zum Ukraine-Krieg: Ukrainisches Militär vereitelt russische Aufklärungsversuche

Update vom Dienstag, 02. August, 07.00 Uhr: Das ukrainische Militär vereitelt russische Aufklärungsversuche und zerstört Ausrüstung im Süden der Ukraine. Das berichtet The Kyiv Independent. Demnach meldet das Einsatzkommando „Süd“, dass drei Aufklärungsversuche der russischen Streitkräfte in Bilohirka und Trudoljubiwka im Gebiet Cherson erfolglos waren.

Weiter töteten die ukrainischen Streitkräfte nach eigenen Angaben 32 russische Soldaten und zerstörten eine Haubitze, ein Boden-Luft-Raketensystem und vier gepanzerte Fahrzeuge.

Schwere Verluste: Separatisten töten angeblich 50 ukrainische Soldaten

+++ 14.30 Uhr: Separatistengruppen, die für Russland kämpfen, haben vermeldet, dass sie in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 50 ukrainische Soldaten getötet haben. Bei der Gruppe handelt es sich vor allem um Kämpfer er selbsternannten „Volksrepublik Luhansk“. Die staatliche Nachrichtenagentur aus Russland TASS berichtet, dass zudem zahlreiche, gepanzerte Truppentransporter zerstört worden seien. Die Informationen sind nicht unabhängig prüfbar.

+++ 09.00 Uhr: Laut einer Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums hat Russland weitere Truppen aus den Regionen in der Ostukraine in die Region Saporischschja verlegt. Dem Ministeriumsbericht zufolge soll Präsident Wladimir Putin den Oblast als Schwachstelle des ukrainischen Militärs ausgemacht haben. Parallel dazu kommt es in der Region um die Stadt Bachmut weiter zu Angriffen, welche allerdings kaum Fortschritte bringen. Die Informationen aus London, welche auf Geheimdienstangaben basieren, lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 08.30 Uhr: Fast 200 Angehörige der russischen Marine haben sich geweigert, in den Süden der Ukraine zu ziehen, sagt der ukrainische Geheimdienstsprecher Wadym Skibitskyj. Die Einheit sei einsatzbereit, aber geschwächt. Es handele sich um die 810. Brigade.

Schwere Verluste für Russland: Ukraine zerstört Munitionslager und tötet Soldaten

Update vom Montag, 01. August 2022, 06.30 Uhr: Ukrainische Truppen haben vier russische Munitionslager zerstört. Außerdem töteten das Militär 52 russische Soldat:innen, zerstörte vier Panzer sowie andere Militärfahrzeuge. Alleine in den vergangenen Wochen habe das Ukraine laut Kyiv Independent 15 Munitionslager zerstört.

Schwere Verluste für Russland: Ukraine zerstört Fahrzeuge mit HIMARS

+++ 20.04 Uhr: Laut einem Bericht von Kyiv Independent kann die ukrainische Armee einen erfolgreichen Schlag gegen das russische Militär verbuchen. Unter Berufung auf die Verwaltung von Odessa schrieb das Medium, dass die Ukraine mit dem gefürchteten HIMARS-System eine russische Wagenkolonne mit rund 40 Fahrzeugen bei Cherson getroffen hat. Bei der Aktion seien etwa 80 russische Soldaten getötet und 200 weitere verletzt worden. Die Kolonne sei von der Halbinsel Krim gekommen, um Truppen, Munition und Ausrüstung zu transportieren, hieß es.

Schwere Verluste für Russland: Ukraine zerstört Munitionsdepots

+++ 17.36 Uhr: Eigenen Angaben zufolge hat das ukrainische Militär zwei Munitionslager der russischen Konfliktpartei zerstört. Dabei seien zwei Haubitzen, ein Mehrfachraketenwerfer, drei gepanzerte Kampffahrzeuge sowie eine Vorrichtung zum Abschießen von Panzerabwehrlenkraketen zerstört worden, meldet die nationale Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf offizielle Militärangaben.

Ukraine-Krieg: Russland meldet Drohnenangriff

+++ 15.15 Uhr: Russland meldete Drohnenangriff der ukrainischen Armee auf das Hauptquartier der russischen Marine in Sewastopol. Der von Russland ernannte Gouverneur von Sewastopol, Mykhailo Razvozhaev, gab an, dass eine ukrainische Drohne das örtliche Hauptquartier der russischen Flotte angegriffen habe, wobei fünf Menschen verletzt worden seien.

Schwere Verluste für Russland: Ukrainisches Militär nennt neue Zahlen

+++ 10.30 Uhr: Laut der aktuellen Statistik der ukrainischen Armee zu Russlands Verlusten sind bereits 40.830 Soldaten gefallen. Zudem wurden 223 Militärflugzeuge und 1763 Panzer zerstört.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland

Update vom Sonntag, 31. Juli, 06.00 Uhr: Das ukrainische Militär hat laut eigenen Angaben bei Kämpfen im Süden Dutzende russische Soldaten getötet, darunter auch in der Region Cherson, die im Mittelpunkt der Kiewer Gegenoffensive in diesem Teil des Landes steht und eine wichtige Verbindung zu Moskaus Nachschublinien darstellt. Der Zugverkehr nach Cherson über den Dnjepr sei unterbrochen worden, teilte das Militärkommando Süd am Samstag mit. Dadurch könnten die russischen Streitkräfte westlich des Flusses weiter von der Versorgung der besetzten Krim und des Ostens isoliert werden. Diese Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

Erstmeldung vom Samstag, 30. Juli, 16.30 Uhr: Laut Angaben des ukrainischen Militärs haben ukrainische Fallschirmjäger am Freitag (29. Juli) über der Region Donezk ein russisches atomwaffenfähiges Kampfflugzeug vom Typ Su-25 zum Absturz gebracht. Das meldet das ukrainische Nachrichtenportal Kyiv Independent. Unabhängig verifizierbar sind die Angaben nicht. Laut Angaben des ukrainischen Generalstabs wurden seit Kriegsbeginn mindestens 222 russische Militärflugzeuge abgeschossen. Russland hat keine Angaben über Verluste im Krieg gemacht. (cs/jfw/mse/hg/tvd mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Konstantin Mihalchevskiy / Imago Images

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