„Der Job meiner Mutter hat mein Leben ruiniert“

15-Jährige erhebt schwere Vorwürfe gegen ihre Mutter - Sie war eine wichtige Beraterin Donald Trumps

Die Familie der ehemaligen Trump-Beraterin Kellyanne Conway scheint einige politische Kontroversen zu haben. Ihre Tochter Claudia nutzt ihre Social-Media-Kanäle, um Wahlkampf zu machen, aber nicht im Sinne der Mutter Kellyanne.

  • Die Tochter von Trumps Ex-Beraterin Kellyanne Conway heizte ihrer Mutter in den sozialen Medien ein.
  • Die 15-jährige Claudia Conway erhob schwere Vorwürfe gegen Kellyanne.
  • Sie unterstützt Joe Biden und ruft dazu auf Donald Trump abzuwählen.

Washington - Die Tochter von Kellyanne Conway, eine ehemals wichtige Beraterin Donald Trumps*, nutzt ihre Social-Media-Kanäle, um politischen Einfluss zu üben. Jedoch nicht für den einstigen Arbeitgeber ihrer Mutter - sondern für Joe Biden. „Denkt daran, für eine Drittpartei zu stimmen, ist eine Stimme für Trump! Schüttet kein Öl ins Feuer. Wir müssen ihn loswerden. Ich zwinge mein junges Publikum dazu, zu wählen, wenn Ihr es könnt. Jede Stimme zählt“, postete die 15-jährige Claudia Conway Ende Juli auf Twitter.

Sie ruft auf TikTok dazu auf stattdessen Joe Biden* zu unterstützen. Der Slogan „GEN-Z FOR BIDEN“ ziert das Profilbild ihres dortigen Kanals. „VOTE BLUE“ - also die demokratische Partei - steht in der Profilbeschreibung. Zudem finden die 1,4 Millionen Follower einen Link zu einer Informationsseite zur Wahlregistrierung.

Claudia Conway macht auf ihrem TikTok-Channel Wahlkampf für Joe Biden.

USA: 15-Jährige erhebt schwere Vorwürfe gegen ihre Mutter - Sie war eine wichtige Beraterin Donald Trumps

Dass die 15-Jährige mit der Tätigkeit ihrer Mutter nicht zufrieden war, machte sie im August auf Twitter mehr als deutlich. „Der Job meiner Mutter hat mein Leben ruiniert. Herzzerreißend, dass sie diesen Weg weiterverfolgt, nachdem sie jahrelang ihre Kinder leiden sah. Es geht nur um Geld und Ruhm, meine Damen und Herren“, schrieb Claudia Conway über ihre Mutter Kellyanne.

Auf Instagram teilt Claudia Conway Beiträge der Black-Lives-Matter-Bewegung. Die politische Bewegung setzt sich in den USA und auch weltweit gegen Rassismus und die Diskriminierung von People of Color ein. Donald Trump gilt als eindeutiger Gegner der Aktivisten. Zwischen Bikini-Fotos und Schnappschüssen mit Freunden platziert die Schülerin immer wieder politische Statements und Wahlaufrufe.

US-Wahl 2020: Claudia Conway nutzt Instagram und TikTok für Anti-Trump-Wahlkampf

Doch ihre Reichweite und die mediale Aufmerksamkeit um ihre Person scheinen der 15-Jährigen zu viel geworden zu sein. Sowohl auf Twitter als auch auf TikTok kündigte sie Social-Media-Pausen an und bat darum, ihre Eltern in Ruhe zu lassen und nicht anzugreifen.

Politische Kontroversen innerhalb der Familie beginnen bei den Conways jedoch nicht erst mit Tochter Claudia. Auch die Eltern George und Kellyanne überraschten bereits durch unterschiedliche politische Überzeugen. Vater George Kellyanne ist Mitgründer einer republikanischen Anti-Trump-Bewegung: The Lincoln Project. Die Initiative basiert auf konservativen Werten hat sich jedoch das Ziel gesetzt, den US-Präsidenten bei den Wahlen im November 2020* abzusetzen. Die Initiatoren sehen durch Trumps Politik die amerikanische Demokratie bedroht.

US-Wahl 2020: Politische Kontroversen in der Familie Conway

George Conway, der als Kolumnist für die Washington Post schreibt, postet und verbreitet auf Twitter eindeutige Anti-Trump-Nachrichten. Ganz oben in seinem Profil hat er einen Aufruf, Trump abzuwählen, befestigt. Wer das Rennen machen wird, wird sich bald entschieden. Die Umfragen deuten eher auf einen Sieg Joe Bidens hin.

Zu ihrem Vater schrieb Tochter Claudia vor kurzem auf Twitter, dass auch sie große politische Differenzen hätte. Es verbinde sie lediglich die Ablehnung des aktuellen Präsidenten. Es scheint, als hätte die Familie Conway größere Konfliktpunkte am Frühstückstisch auszutauschen gehabt als andere Familien. Letztlich traten sowohl Mutter als auch Vater beruflich etwas zurück. Kellyanne Conway kündigte im August an, als Beraterin Trumps zurückzutreten. Auch George Conway gab auf Twitter bekannt, kürzerzutreten, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Dennoch unterstütze er weiterhin das Ziel des Lincoln Projects. (lb) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Andrew Harnik/AP/dpa/picture alliance

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