Angriff bliebe nicht ohne Folgen

Ukraine-Krieg: Lukaschenko droht dem Westen

Der belarussische Präsident Lukaschenko will Hauptstädte westlicher Länder ins Visier nehmen – sollte sein Land im Rahmen des Ukraine-Krieges angegriffen werden.

Minsk/Kiew – Der Ukraine-Krieg nimmt kein Ende. Vor mehr als vier Monaten hat Russland die Ukraine angegriffen. Im Konflikt unterstützt Russlands Nachbar Belarus Wladimir Putin bei der Logistik, der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat sich bisher allerdings auffällig im Kriegsgeschehen zurückgehalten.

Erst kürzlich behauptete Putin, die westlichen Sanktionen auf die „Militäroperation“ in der Ukraine dränge Russland und Belarus zur Vereinigung. Jetzt hat sich Lukaschenko in einer Rede zum bevorstehenden Unabhängigkeitstag des Landes zum Ukraine-Konflikt geäußert und dem Westen gedroht. Bei einem Angriff werde sein Land sofort reagieren, heißt es in Berichten der staatlichen Nachrichtenagentur Belta.

Ukraine-Konflikt: Lukaschenko will Hauptstädte westlicher Länder ins Visier nehmen

„Vor weniger als einem Monat habe ich den Einheiten der Streitkräfte den Befehl gegeben, die – wie man jetzt sagen kann – Entscheidungszentren in ihren Hauptstädten ins Visier zu nehmen“, sagte der 67-Jährige. Was der Machthaber der ehemaligen Sowjetrepublik allerdings genau damit meinte, erläuterte er nicht weiter. Er fügte jedoch hinzu: „Fassen Sie uns nicht an – und wir werden Sie nicht anfassen.“

Russland feiert den 09. Mai: Militärparade in Moskau

Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai.
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai. © Kirill Kudryavtsek/afp
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai.
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai. © Kirill Kudryavtsek/afp
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai.
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai. © Kirill Kudryavtsek/afp
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai.
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai. © Kirill Kudryavtsek/afp
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai.
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai. © Kirill Kudryavtsek/afp
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai.
Vorbereitungen auf die Militärparade in Moskau zum 09. Mai. © Kirill Kudryavtsek/afp

Moskau und das verbündete Minsk stellen sich immer wieder als Opfer vermeintlich feindlicher Politik des Westens und der Nato dar. Lukaschenko soll der Ukraine Belta zufolge vorgeworfen haben, einen Raketenangriff auf Belarus ausgeübt zu haben. „Wir werden provoziert. Vor rund drei Tagen, vielleicht mehr, wurde von der Ukraine aus versucht, militärische Ziele in Belarus anzugreifen“, so Lukaschenko. Beweise für seine Behauptungen gibt es nicht.

Alexander Lukaschenko, Präsident von Weißrussland., hat jetzt dem Westen mit Konsequenzen gedroht, solle sein Land im Ukraine-Konflikt angegriffen werden. (Archivbild)

Ukraine-Krieg: Russische Raketen von belarussischem Staatsgebiet abgefeuert

Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es die Befürchtung, dass Belarus offiziell an der Seite Russlands in den Krieg einsteigen könnte. Bereits in den ersten Wochen des Krieges sollen russische Raketen von belarussischem Staatsgebiet aus auf die Ukraine abgefeuert worden sein, räumte Lukaschenko jetzt ein.

Bei dem zweitägigen Gipfel Ende Juni in Madrid hatte die Nato eine deutliche Verstärkung der Ostflanke sowie den Start des Verfahrens zur Aufnahme von Finnland und Schweden beschlossen. Auf die mögliche Verlegung von Nato-Soldaten will Putin ebenfalls mit Truppenverlegungen reagieren. (hg)

Rubriklistenbild: © Hans Punz/dpa

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