Kurdisches Viertel

Türkei: Zwei Tote bei Protest gegen Ausgangssperre

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Kurdische junge Männer geraten bei Protesten mit der türkischen Polizei aneinander. Auch Wasserwerfer und Tränengas kommen zum Einsatz.

Istanbul - Junge Menschen haben gegen eine Ausgangssperre der Behörde protestiert. Am Ende flogen Steine und brannten Barrikaden. Zwei Männer starben.

Bei Protesten im südosttürkischen Diyarbakir sind zwei Menschen erschossen worden. Die Situation sei eskaliert, als die Polizei einen geplanten Protest gegen eine Ausgangssperre verhindert habe, berichtete die Nachrichtenagentur DHA am Montag. Die Polizei in Diyarbakir bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass sie zwei Menschen getötet habe. Sie seien bewaffnet gewesen.

Wie auf DHA-Bildern zu sehen war, setzten Sicherheitskräfte Tränengas und Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. Jugendliche errichteten Barrikaden und warfen Steine.

Die Behörden hatten im Viertel Sur in Diyarbakir vor mehr als einer Woche eine Ausgangssperre verhängt. Dort liefern sich die Jugendorganisation der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK (YDG-H) und Sicherheitskräfte Gefechte. Nach Angaben von Anwohnern gibt es keinen Strom und Lebensmittel werden knapp.

In den südosttürkischen Orten Nusaybin, Cizre und Silopi seien ebenfalls Ausgangssperren verhängt worden, berichtete die Nachrichtenagentur DHA.

Im Juli scheiterte ein Waffenstillstand zwischen PKK und der türkischen Regierung. Seitdem eskaliert der Konflikt und forderte Hunderte Todesopfer in der Türkei.

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