News-Ticker

Ukraine-Krieg: Russland „zu nichts als Zerstörung fähig“ – Schwere Kämpfe im Donbass

Im Donbass gibt es heftige Gefechte, während man sich in Russland vor ukrainischen Luftangriffen sorgt. Der News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

  • Gefechte im Donbass: Im Zentrum der Kämpfe stehen Gebiete um Bachmut und Awdijiwka.
  • Notabschaltungen: Die Hauptstadt Kiew hat nach wie vor mit Stromausfällen zu kämpfen.
  • Hinweis der Redaktion: Lesen Sie aktuelle Entwicklungen im Ukraine-Konflikt in unserem News-Ticker. Die hier verarbeiteten Informationen zum Ukraine-Krieg stammen teils von den Kriegsparteien aus Russland und der Ukraine. Sie lassen sich deshalb in Teilen nicht unabhängig überprüfen.

+++ 22.30 Uhr: Die Ukraine will Russland für Wladimir Putins Feldzug und die daraus entstandenen Folgen zur Verantwortung ziehen. Das kündigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache an. „Das Hauptthema all dieser Ereignisse ist die Verantwortung Russlands für Krieg und Terror“, sagte er mit Blick auf Gespräche mit ausländischen Politikerinnen und Politikern sowie westlichen Institutionen.

Selenskyj warf den russischen Besatzern Zerstörungswut vor. „Nun, was kann man über sie sagen? Das ist die wahre Essenz dieser zufälligen Genossen, die Russland übernommen haben“, so das Staatsoberhaupt anlässlich der jüngsten Angriffe. Nach 20 Jahren Herrschaft sei ein großer Teil des russischen Staates so ruiniert, als hätte es dort Krieg gegeben. „Sie sind zu nichts als Zerstörung fähig“, warf der Präsident Russland vor. „Und was sie jetzt gegen die Ukraine tun, ist ihr Versuch, sich zu rächen. Um sich dafür zu rächen, dass sich die Ukrainer immer wieder gegen sie gewehrt haben.“ Sein Land werde sich mit allen Mittel im Ukraine-Krieg verteidigen, kündigte Selenskyj an.

Ukraine-Krieg: Russland will Bachmut einkreisen

+++ 21.35 Uhr: Ukrainische und russische Soldaten liefern sich im Donbass schwere Gefechte. Besonders umkämpft ist die Region um Bachmut in der Region Donezk. Die Stadt gilt als wichtiges Ziel für die russischen Streitkräfte. Angesichts der ukrainischen Offensive mussten sie sich aus vielen Gebieten zurückziehen.

Im Donbass liefern sich russische und ukrainische Streitkräfte heftige Kämpfe. (Archivbild)

Die russische Armee sei kurz davor, Bachmut einzukreisen, sagte Denis Puschilin, der von Russland ernannte Machthaber in der Region, im russischen Fernsehen. Nach Angaben von CNN leben dort tausende Menschen ohne Strom und fließendes Wasser. „Die Situation in Bachmut bleibt schwierig, aber unsere Einheiten, insbesondere die Einheit der Wagner-Gruppe, machen definitiv Fortschritte“, behauptete er. Die Wagner-Gruppe ist eine berüchtigte Söldnertruppe, die Seite an Seite mit dem russischen Militär kämpft.

News zum Ukraine-Krieg: „Putin nutzt Winter als Waffe“

+++ 20.40 Uhr: Beim Treffen der Außenminister in Bukarest rechnet Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg mit neuen Gesprächen über die Lieferung zusätzlicher Flugabwehrsysteme an die Ukraine. Er erwarte, dass von dem Treffen die Botschaft ausgehe, dass man bei der Bereitstellung von Luftverteidigungssystemen noch mehr tun müsse, sagte Stoltenberg am Montag. Das gelte auch für die Lieferung von Ersatzteilen und Munition sowie Ausbildung von Soldaten.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat am 24. Februar 2022 begonnen. Im November konnten die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Cherson befreien. Doch für die Menschen vor Ort ist die Lage noch immer katastrophal. Es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Hier kämpfen sie um die Verteilung von Hilfsgütern im Zentrum der Stadt. © BULENT KILIC/afp
Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.
Im Zuge ihrer Gegenoffensive im Raum Charkiw gelingt es den ukrainischen Streitkräften in wenigen Tagen erhebliche Gewinne zu erzielen. In dieser Phase gelingt ihnen Anfang Oktober auch die Rückeroberung von Lyman in der Oblast Donezk.  © YASUYOSHI CHIBA/afp
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt.
Mitten im Krieg bringt der britische Streetart-Künstler Banksy den Menschen in der Ukraine mit mehreren Werken seine Solidarität zum Ausdruck. So wirft ein kleiner Judoka in den Ruinen eines Kindergartens in Borodyanka nahe Kiew einen erwachsenen Kämpfer zu Boden, dessen Gestalt ein wenig der des russischen Präsidenten Wladimir Putin ähnelt. © GENYA SAVILOV/afp
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.
Im November erobert die ukrainische Armee auch die Stadt Cherson zurück. Am 11. November gab Russland den Rückzug von 30.000 Soldaten aus dem westlich des Dnepr liegenden Teil der Cherson-Region bekannt. Zwei Tage später feiern die Menschen die Befreiung der Stadt, die ukrainischen Soldaten werden herzlich begrüßt.  © afp

Der russische Präsident Wladimir Putin versuche, den Winter als Kriegswaffe gegen die Ukraine einzusetzen, sagte der Generalsekretär. „Wir müssen der Ukraine helfen, sich gegen diese schreckliche Art der Kriegsführung zu verteidigen.“ In den vergangenen Wochen griff Russland immer wieder die ukrainische Energieinfrastruktur an. Bereits am Freitag (25. November) betonte Stoltenberg, dass auch die Lieferung von deutschen Patriot-Flugabwehrsystemen möglich wäre.

Ukraine-Krieg: Heftige Kämpfe im Donbass

+++ 20.00 Uhr: In der Ukraine wird es kalt. Doch die Kämpfe im Donbass im Osten des Landes trotzen Kälte, Schnee und Regen. Dutzende russische Angriffe wehren die ukrainischen Soldaten täglich ab, informierte Serhij Tscherewatyj, Sprecher der Ostgruppe der ukrainischen Armee, am Montag. Im Zentrum der Kämpfe stehen Gebiete um Bachmut und Awdijiwka.

Nach Angaben des Sprechers setzt das russische Militär bei seinen Angriffen vor allem auf Rohrartillerie, Raketen- und Minenwerfer sowie Panzer. Auch Kampfflugzeuge würden zur Unterstützung eingesetzt. In den umkämpften Regionen führe die russische Armee rund 200 Artillerieschläge täglich durch. „Aber trotz dieser Bemühungen schafft es der Feind schon seit Monaten nicht, unsere Verteidigung zu durchbrechen“, sagte Tscherewatyj.

New zum Ukraine-Krieg: „Es gibt keine laute Stimme gegen Putins Politik“

+++ 18.30 Uhr: In Russland gibt es keinen großen Widerstand gegen den russischen Wladimir Putin und den Ukraine-Krieg – meint zumindest der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow. „Es gibt keine laute Stimme gegen Putins Politik, gegen diese Aggression“, weder von den Menschen in Russland, noch außerhalb von Emigranten, sagte er am Montag bei einer Preisverleihung in München. „Das ist unglaublich. Wie kann eine große Gesellschaft mit einer so reichen Widerstandskultur jetzt einfach schweigen?“

Kurkow erhält für sein Werk „Tagebuch einer Invasion“ den Geschwister-Scholl-Preis. Der Krieg sei keine gute Zeit, um Bücher zu lesen, sagte der Autor. Er selbst lese nur mit „vielen Schwierigkeiten“, viel lieber will er sich über die aktuellen Entwicklungen informieren oder Freunde und Familie kontaktieren. Bei der Poesie sei das allerdings anders. „Die Leute brauchen jetzt Gedichte.“ Sie kämen zu Hunderten zu Lyrikabenden in Luftschutzbunkern oder U-Bahnstationen zusammen. „Das ist eine sehr emotionale Zeit.“

News zum Ukraine-Krieg: „Wir kämpfen gegen einen terroristischen Staat“

+++ 17.10 Uhr: Das russische Militär hat seit Kriegsbeginn in der Ukraine immer wieder Angriffe verübt. In diesen neun Monaten habe Russland mehr als 16.000 Rakete auf sein Nachbarland abgeschossen, teilte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow bei Twitter mit. 97 Prozent der russischen Angriffe hätten es auf zivile Ziele abgesehen. „Wir kämpfen gegen einen terroristischen Staat. Die Ukraine wird sich durchsetzen und die Kriegsverbrecher vor Gericht bringen“, betonte der Minister.

Resnikow veröffentlichte dazu eine Infografik und zeigte, dass bei den russischen Luftangriffen mehr als 12.300 Siedlungen, 1900 Wohngebäude sowie 200 Energieinfrastruktureinrichtungen getroffen wurden. Zudem seien mehr als 500 militärische Einrichtungen beschädigt worden.

News zum Ukraine-Krieg: Notabschaltungen in Kiew

+++ 16.20 Uhr: Fünf Tage nach massiven russischen Raketenangriffen hat die ukrainische Hauptstadt Kiew weiter mit unangekündigten Notabschaltungen bei der Stromversorgung zu kämpfen. 55 Prozent der Haushalte seien davon betroffen, teilte die Militärverwaltung der Dreimillionenstadt am Montag über Telegram mit. Die Notabschaltungen sollten dabei nicht länger als fünf Stunden dauern. Vorher hatte der örtliche Versorger angekündigt, jedem Kunden zumindest vier Stunden Strom täglich zu ermöglichen. Die Reparaturen der Schäden dauern an.

Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, die Probleme mit der Stromversorgung würden noch bis zum Frühling anhalten. In Kiew gibt es seit dem Beginn massiver russischer Raketenangriffe auf die Energieinfrastruktur Mitte Oktober in vielen Stadtteilen nur noch stundenweise Strom.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Städte bereiten sich auf Luftangriffe vor

+++ 15.15 Uhr: In mehreren russischen Städten sind Medienberichten zufolge Wegweiser zu Bombenschutzkellern aufgehängt worden. „In Rostow am Don wurde solch ein Wegweiser im Stadtzentrum aufgestellt“, berichtete das Internetportal Mediazona am Montag. Vor allem Regionen nahe der ukrainischen Grenze sind von dieser behördlichen Maßnahme betroffen. Berichte gibt es auch aus den Städten Kursk, Belgorod und Brjansk.

In Belgorod, das rund 40 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt ist, sollen demnach bis Ende November 700 solcher Wegweiser angebracht werden. Die Stadt mit rund 350.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist seit Kriegsbeginn mehrfach beschossen worden. Russland macht dafür die Ukraine verantwortlich, die äußert sich in der Regel nicht zu den Vorwürfen. Doch nicht nur grenznahe Städte in Russland greifen zu Vorsichtsmaßnahmen. Besonders vorsorglich zeigten sich die Behörden der Großstadt Nowokusnezk, wo inzwischen ebenfalls Bombenschutzkeller und entsprechende Hinweisschilder aufgetaucht sind. Nowokusnezk liegt im Süden Sibiriens, gut 3000 Kilometer Luftlinie von der Ukraine entfernt.

News zum Ukraine-Krieg: Kiew befürchtet russische Angriffe auf Energie-Infrastruktur

+++ 14.04 Uhr: Die Ukraine hat davor gewarnt, dass Russlands Militär eine neue Angriffswelle auf die Energie-Infrastruktur des Landes vorbereite. Nach Angaben einer Armeesprecherin wurde kürzlich ein russisches Kriegsschiff mit Raketen an Bord ins Schwarze Meer verlegt. „Dies deutet darauf hin, dass Vorbereitungen im Gange sind“, erklärte die Sprecherin. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Beginn der Woche von einem solchen Angriff geprägt sein wird.“

Nach Angaben der ukrainischen Marine befinden sich derzeit insgesamt elf russische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer vor der Küste der Ukraine, weitere seien im Asowschen Meer und im Mittelmeer stationiert.

News zum Ukraine-Krieg: Streit zwischen Selenskyj und Klitschko

+++ 12.17 Uhr: Zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ist die Beziehung offenbar angespannt. Nachdem die Hauptstadt Kiew nach massiven russischen Attacken auf die Energie-Infrastruktur mehrere Tage ohne Strom war, gab es von Selenskyj ungewöhnlich deutliche Kritik. „Viele Kiewer waren über 20 oder sogar 30 Stunden ohne Strom“, bemängelte der Präsident in einer Videosprache. Er erwarte vom Rathaus eine bessere Arbeit. Den Namen des Bürgermeisters erwähnte er zwar nicht explizit, doch allen war klar, wen er damit meinte.

Der ehemalige Box-Weltmeister warnte daraufhin vor politischem Streit. Der Bild am Sonntag sagte Klitschko: „Der Schlüssel des Erfolgs der Ukraine nach dem Angriff Russlands auf unser Land ist der Zusammenhalt, sowohl national als auch international.“ Später bekräftigte der Bürgermeister seine Position. „Ich möchte mich insbesondere in der gegenwärtigen Situation nicht in politische Kämpfe verwickeln lassen. Es ist sinnlos. Ich habe andere Dinge zu tun“, schrieb er im Onlinedienst Telegram.

Selenskyj und Klitschko gelten als politische Konkurrenten. Seit Beginn der Invasion lassen sie unterschiedliche Sichtweisen allerdings nicht mehr an die Öffentlichkeit dringen.

News zum Ukraine-Krieg: Kadyrow will „böse Geister“ und „Nazis“ vernichten

+++ 10.23 Uhr: Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow hat den Ukraine-Krieg mit einem höheren Ziel gerechtfertigt. „Das Ergebnis der militärischen Spezialoperation ist für uns die vollständige Vernichtung der Manifestationen des Satanismus: der bösen Geister (...), der Nazis. Es gibt viele Definitionen für sie, aber das Wesentliche ist immer dasselbe. Ihr wahres Wesen ist die Abwesenheit von Menschlichkeit, von Prinzipien der Moral und der Verbreitung des Bösen. Deshalb sind sie für uns Satanisten“, schrieb der als „Putins Bluthund“ bekannte Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien im Messengerdienst Telegram.

News zum Ukraine-Krieg: Neuer Botschafter appelliert an Deutschland

+++ 9.02 Uhr: Oleksij Makejew, der neue ukrainische Botschafter in Berlin, hat Deutschland aufgerufen, dem kriegsgebeutelten Land Geräte zur Vermeidung von Stromausfällen sowie weitere Waffen zur Verfügung zu stellen. „Wir brauchen Generatoren und Auto-Transformatoren, die von russischen Raketenangriffen besonders betroffen sind“, sagte Makejew im ZDF-Morgenmagazin. In der Hauptstadt Kiew gebe es derzeit nur wenige Stunden Strom am Tag. Transformatoren werden benötigt, um aus dem Hochspannungsnetz niedrigere Spannungen für die Elektrizitätsversorgung zur Verfügung zu stellen.

Außerdem brauche die Ukraine weiterhin von Deutschland Luftabwehrsysteme wie das bereitgestellte System Iris-T sowie andere Waffen, wobei Makejew Kampfpanzer nicht explizit erwähnte. „Deutsche Waffen retten Leben“, sagte er. Über weitere Lieferungen sei man in Gesprächen mit der Bundesregierung. Makejew betonte, dass die Ukraine ihr gesamtes Territorium, inklusive der 2014 von Russland besetzten Halbinsel Krim, zurückerobern wolle.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt vor hartem Winter

+++ 7.21 Uhr: Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat seine Landsleute auf einen harten Winter mit heftigen russischen Attacken vorbereitet. „Solange sie Raketen haben, werden sie nicht ruhen“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache am Sonntagabend (27. November) über die russischen Streitkräfte.

Die ukrainische Armee bereite sich auf die Abwehr von weiterem Beschuss vor, sagte Selenskyj. „Russland versucht in diesem Winter, die Kälte gegen die Menschen einzusetzen“, meinte er mit Blick auf die gezielten Angriffe Moskaus auf ukrainische Strom- und Wärmekraftwerke. Der Präsident rief die Ukrainerinnen und Ukrainer auf, hilfsbedürftige Mitmenschen in der kalten Jahreszeit besonders zu unterstützen. Nun sei Zusammenhalt gefragt. „Zusammen werden wir alles überstehen.“

News zum Ukraine-Krieg: Fortschritte bei Stromversorgung in Cherson

Update vom Montag, 28. November, 6.53 Uhr: Die sich gegen die russischen Truppen verteidigende Ukraine hat weitere Fortschritte bei der Stromversorgung der kürzlich befreiten Gebietshauptstadt Cherson im Süden gemeldet. Mittlerweile seien rund 17 Prozent der Haushalte wieder ans Elektrizitätsnetz angeschlossen, teilte Gebietsgouverneur Jaroslaw Januschewytsch am Sonntagabend (27. November) mit. Der Vizechef des Präsidialamtes, Kyrylo Tymoschenko, veröffentlichte auf Telegram ein im Dunkeln aufgenommenes Foto, auf dem einzelne erleuchtete Häuserfenster zu sehen sind.

News zum Ukraine-Krieg: Russland hinterlässt „gewaltige Zerstörung“ – Liefert China neue Waffen?

+++ 22.30 Uhr: Derzeit gibt es Spekulationen um Waffenlieferungen von China an Russland. Das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet, dass in der vergangenen Woche mehrere Transportflugzeuge vom Typ „An-124“ in China gesichtet worden seien. Einige der russischen Flugzeuge sollen ihre Ortungsgeräte ausgeschaltet haben, heißt es im Bericht. Weitere Details sind nicht bekannt. Die genannten Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

+++ 20.00 Uhr: Nach und nach offenbart sich das Ausmaß der Verwüstung nach dem Abzug der russischen Truppen aus der Stadt Cherson. Nach dem Sieg des ukrainischen Militärs in der Hauptstadt der gleichnamigen Oblast häufen sich die Berichte über Schäden, welche die Bevölkerung teilweise zur Flucht zwingen. Die UN-Nothilfekoordinatorin für die Ukraine, Denise Brown, bedauerte den Zustand der Stadt: „Der Grad der Zerstörung, das Ausmaß der Zerstörung, was in der Stadt und der Provinz gebraucht wird – es ist gewaltig“, zitiert die Nachrichtenagentur AP die UN-Koordinatorin.

Die Versorgungstrupps der UN helfen der Stadt mit Essen, Wasser, Medikamenten, Decken und Matratzen. Die Umstände in Cherson sind auch aufgrund der Zerstörung der Stromleitungen und der Infrastruktur so kritisch. Nach Angaben der ukrainischen Behörden hätten derzeit nur etwa fünf Prozent der Bewohner wieder Licht in ihren Wohnungen. „Es ist natürlich Eile geboten, bevor es zu einer absoluten Katastrophe wird“, mahnte UN-Koordinatorin Brown.

News zum Ukraine-Krieg: „Mütter Russlands“ starten Petition gegen Putins Mobilisierung

+++ 17.45 Uhr: Eine Gruppe von russischen Soldatenmüttern hat sich einer Aktivistengruppe angeschlossen und fordert nun den Abzug der Moskauer Truppen aus der Ukraine. Wie CNN berichtet haben die Frauen am Sonntag (27. November) eine Online-Petition gestartet. Die Petition des „russischen feministischen Antikriegs-Widerstand“ (original: „Russian Feminist Anti-War Resistance group“) wurde nach wenigen Stunden bereits über 1.500 unterschrieben, Tendenz steigend.

„In vielen Regionen mussten die Familien der Mobilisierten [Soldaten] die Ausrüstung für ihre Männer, die in den Tod geschickt wurden, selbst zusammenstellen und alles auf eigene Kosten kaufen, sogar kugelsichere Westen. Wer wird für die Familien sorgen, die ihre Ernährer verloren haben? Wir kennen die Antwort – all diese Härten werden eine zusätzliche Last auf den bereits überlasteten Schultern der Mütter sein“, heißt es in der Petition.

Unabhängig von Nationalität und Religion wünschen sich die „Mütter Russlands“ nur eins: „In Frieden und Harmonie zu leben, unsere Kinder unter einem friedlichen Himmel aufzuziehen und keine Angst um ihre Zukunft zu haben.“ Erst am Freitag (26. November) hatte Präsident Putin angesichts des Muttertags zwölf ausgewählten Soldatenmüttern in seiner Residenz in Nowo-Ogarjowo empfangen. Nach dem Treffen erhoben einige Stimmen Vorwürfe der Verschleierung gegen Wladimir Putin.

News zum Ukraine-Krieg: Explosionen nach russischen Raketeneinschlägen - Sirenen heulen in Krywyi Ri

+++ 17.00 Uhr: Am Sonntagvormittag haben sich in der ukrainischen Großstadt Krywyi Rih mehrere Explosionen ereignet. Militärgouverneur Valentyn Reznichenko teilte anschließend mit, dass zwei russische Raketen ein Gebäude der Verkehrsinfrastruktur zerstört hätten. Er rief die Bevölkerung außerdem dazu auf, sich in Luftschutzkellern zu verschanzen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurden auch mehrere Wohnhäuser in Krywyi Rih zerstört. Bis in die Abendstunden heulten Sirenen der Rettungskräfte vor Ort.

+++ 15.45 Uhr: Vier Tage nach den schweren russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur erklärte der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo am Sonntag (27. November), dass die Stromerzeuger wieder fast 80 Prozent des Energiebedarfs decken. Russland habe demnach seit Anfang Oktober die Energieinfrastruktur der Ukraine ins Visier genommen und zugegeben, dass die Energieanlagen des Landes das Hauptziel seien. Die jüngsten groß angelegten Angriffe führten zu Stromausfällen in der gesamten Ukraine, auch in Kiew. Dort sei die Stromversorgung seit dem Morgen wieder hergestellt.

News zum Ukraine-Krieg: Gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Cherson

+++ 15.00 Uhr: Die russische Armee hat das von ukrainischen Truppen zurückeroberte Gebiet Cherson nach Angaben der regionalen Militärverwaltung seit Samstag (26. November) mehr als 50 Mal beschossen. Militärgouverneur Jaroslaw Januschewitsch warf Russland am Sonntag (27. November) Terror und gezielte Angriffe auf die Zivilbevölkerung vor. Auf Telegram berichtete er von einem Toten und zwei Verletzten. Granaten hätten auch Wohnhäuser getroffen. Mehrere Ortschaften entlang des nordwestlichen Ufers des Flusses Dnipro seien unter Beschuss, hieß es. Die Angaben waren nicht unabhängig überprüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Russland trifft Stromleitungen zur Versorgung von Cherson

+++ 13.15 Uhr: Am Sonntagmorgen (27. November) haben russischen Streitkräfte die Stromleitungen, die Cherson versorgen, mit Raketen beschossen. Stromtechnikern gelang es, das Netz in weniger als einer halben Stunde zu reparieren. Das teilte Yaroslav Yanushevych, Leiter der Militärverwaltung des Oblast Cherson, auf Telegram mit.

News zum Ukraine-Krieg: Zunahme der Kämpfe in den kommenden Wochen möglich

+++ 10.40 Uhr: Eine Zunahme der Kämpfe in der Ukraine in den kommenden Wochen ist möglich. Dies hat das Institut für Kriegsstudien (ISW) mitgeteilt. Das Gesamttempo der Operationen entlang der Frontlinie habe sich in den vergangenen Tagen aufgrund der sich verschlechternden Wetterbedingungen verlangsamt, werde aber wahrscheinlich in den nächsten Wochen zunehmen, wenn die Temperaturen sinken und der Boden im gesamten Gebiet gefriert.

News zum Ukraine-Krieg: Russland plant neue Welle der verdeckten Mobilisierung

+++ 9.35 Uhr: Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte erwartet, dass in Russland und auch in den besetzten Gebieten in der Ukraine eine neue Welle der verdeckten Mobilisierung stattfinden werde. Dies hat der Generalstab auf Facebook mitgeteilt. „Nach den vorliegenden Informationen laufen die Vorbereitungen für den Start einer neuen Welle der verdeckten Mobilisierung der russischen Besatzungsarmee am 10. Dezember in der Russischen Föderation und den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine.“

News zum Ukraine-Krieg: Mindestens 13 Verletzte nach weiteren Raketenangriffen

Update vom Sonntag, 27. November, 7.26 Uhr: Zwei Tage vor dem Treffen der Nato-Außenminister in Bukarest hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Deutschlands militärische Unterstützung für die Ukraine gelobt. Deutschlands „starke Unterstützung“ mache einen „entscheidenden Unterschied“.

Erstmeldung vom Sonntag, 27. November, 6.10 Uhr: Bei erneuten russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Industriestadt Dnipro wurden mindestens 13 Menschen verletzt. Das teilte der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Walentyn Resnitschenko, am Samstag auf seinem Telegram-Kanal mit.

(mse/cs/aa/jfw/cas/ska/nak mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © David Peinado/imago

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