News-Ticker

Schwere Verluste für Russland: 44.700 Soldaten gefallen, 1900 Panzer zerstört

Russland verzeichnet schwere Verluste im Ukraine-Krieg. Der ukrainische Generalstab nennt am 19. August neue Zahlen: ein Überblick im News-Ticker.

  • Mehr als fünf Monate nach der Invasion in die Ukraine kämpfen die russischen Streitkräfte mit schweren Verlusten.
  • Russland entwirft Pläne, um die Verluste im Ukraine-Krieg zu kompensieren.
  • Hinweis der Redaktion: Die Informationen im Ukraine-Konflikt stammen teilweise von Kriegsparteien und lassen sich nicht unmittelbar unabhängig prüfen.

Dieser Ticker wird nicht mehr weiter geführt. Lesen Sie aktuelle Berichterstattung zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg in unserem neuen News-Ticker.

+++ 09.35 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat am Morgen die Statistik zu Russlands Verlusten aktualisiert. Die Daten beziehen sich auf die personellen und materiellen Verluste seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar. Demnach sind bereits knapp 44.700 Soldaten im Kampf gefallen. Zudem wurden fast 1900 Panzer und mehr als 1000 Artilleriesysteme zerstört. Die Daten, über die die Nachrichtenportale Kyiv Independent und Nexta berichten, im Überblick:

  • Soldaten: 44.700
  • Flugzeuge: 234
  • Hubschrauber: 197
  • Panzer: 1899
  • Gepanzerte Kampffahrzeuge: 4195
  • Artilleriesysteme: 1016
  • Luftabwehrsysteme: 141
  • Mehrfach-Raketenwerfersysteme: 266
  • Autos und andere Fahrzeuge: 3130
  • Schiffe: 15
  • Unbemannte Kampfdrohnen: 795
  • Stand: Freitag, 19. August 2022
  • Die Angaben zu den Verlusten Russlands im Ukraine-Krieg stammen vom ukrainischen Verteidigungsministerium. Sie lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Der Kreml selbst macht nur sehr wenig Angaben zu eigenen Verlusten.

Update vom Freitag, 19. August, 06.30 Uhr: Das ukrainische Militär hat der russischen Armee nach eigenen Angaben erneut schwere Verluste zugefügt. Das Einsatzkommando „Süd“ berichtete, dass am 18. August 73 russische Soldaten getötet worden seien. Zudem seien drei Panzer, vier Raketenwerfer, eine Radarstation für S-300-Raketensysteme, fünf gepanzerte und militärische Fahrzeuge sowie ein Munitionsdepot zerstört worden.

Russland kämpft im Ukraine-Krieg mit schweren Verlusten.

+++ 21.30 Uhr: Nach Behördenangaben ist ein russisches Munitionslager im dicht an der Grenze zur Ukraine gelegenen Gebiet Belgorod in Flammen aufgegangen. Den Angaben nach lag das Depot bei dem Dorf Timonowo, etwa 4,5 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Die Bewohner der Dörfer Timonowo und Soloti seien in Sicherheit gebracht worden. Niemand sei verletzt worden, schrieb der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram. Nach der Brandursache werde nun gesucht, teilte Gladkow weiterhin mit.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago

News im Ukraine-Krieg: Mehr als 44.000 russische Soldaten gefallen

+++ 18.15 Uhr: Die Zahl der Toten nach der nächtlichen Bombardierung der Stadt Charkiw im Osten der Ukraine hat sich nach Angaben der ukrainischen Behörden auf 13 erhöht, wie das Nachrichtenportal Nexta berichtet.

Unterdessen hat der ukrainische Generalstab hat am Donnerstag die Statistik zu Russlands Verlusten aktualisiert. Die Daten beziehen sich auf die personellen und materiellen Verluste seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar. Demnach sind bereits mehr als 44.300 Streitkräfte gefallen. Zudem wurden 197 Hubschrauber, 1889 Panzer und 1010 Artilleriesysteme zerstört.

Ukraine-Krieg: Russischer Raketenangriff auf die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine

Update vom Donnerstag, 18. August, 15.00 Uhr: Russische Truppen haben am Mittwoch und Donnerstag die Stadt Charkiw im Osten der Ukraine bombardiert. Der Gouverneur der Region, Oleg Sinegubow, berichtete bereits in der Nacht auf Telegram, dass in zahlreichen Wohnhäusern Feuer ausgebrochen seien. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu den Raketenangriffen des russischen Militärs. Ein Wohnkomplex sei „vollig zerstört“ worden. Dabei handle es sich um einen „schändlichen und zynischen Angriff auf Zivilisten“, der „völlig ungerechtfertigt“ sei. Die Attacken zeigen die „Machtlosigkeit des Aggressors“, so Selenskyj.

Das Nachrichtenportal Nexta berichtete am Donnerstag mit Bezug auf Informationen lokaler Behörden, dass insgesamt sieben Menschen bei den Raketenangriffen getötet wurden. 13 weitere wurden teils schwer verletzt, teilte der staatliche Notfalldienst der Ukraine mit.

Die russische Regierung ließ die Angriffe nicht unkommentiert: „Hochpräzise bodengestützte Waffen haben eine temporäre Basis ausländischer Söldner in der Stadt Charkiw getroffen. Mehr als 90 Kämpfer wurden getötet“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau offiziell mit. Alle genannten Angaben sind nicht unabhängig verifizierbar.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Verluste für Russland – Ukraine zerstört angeblich Stützpunkt im Gebiet Cherson

+++ 18.30 Uhr: Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben einen russischen Militärstützpunkt im besetzten Gebiet Nowa Kachowka in der Oblast Cherson zerstört. Die Abteilung für strategische Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte teilte mit, dass nach vorläufigen Informationen bei dem Angriff auf den Stützpunkt im Süden der Ukraine zwischen 10 und 15 russische Soldaten getötet und weitere Soldaten verletzt worden sein könnten. Wann der Angriff erfolgte, ist unklar.

+++ 15.30 Uhr: Der ukrainische Regionalgouverneur im Osten des Landes behauptet, dass bis zu 100 russische Soldaten bei einer Explosion in der kürzlich besetzten Stadt Lyssytschansk ums Leben gekommen sein könnten. Serhiy Gaidai, Leiter des ukrainischen Verwaltungsbezirks Luhansk, gab in einem Interview mit Radio Liberty nur wenige Details über die Explosion bekannt und sprach augenzwinkernd davon, dass russische Truppen von einer Ölraffinerie aus eine Offensive gestartet hätten, wobei „etwas unvorsichtiges Rauchen“ die tödliche Explosion verursacht haben könnte.

Update vom Mittwoch, 17. August, 11.45 Uhr: Übereinstimmenden Berichten zufolge wird es für Russland immer schwieriger, die besetzte Stadt Cherson im Süden der Ukraine zu halten. Laut dem ukrainischen „Kommando Süd“ sollen in der vergangenen Woche mehr als zehn Depots in oder nahe der Hafenstadt zerstört worden sein.

News zum Ukraine-Krieg: Explosion an russischem Luftwaffenstützpunkt

+++ 14.00 Uhr: Auf der Halbinsel Krim gab es offenbar erneut Explosionen. Die russische Zeitung Kommersant berichtet von schwarzen Rauchwolken am Himmel über einem russischen Luftwaffenstützpunkt. Einem Bericht des Guardian nach liegt der Stützpunkt nahe der Stadt Simferopol. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 22.00 Uhr: Die ukrainische Armee bestätigte nun einen Angriff auf einen Stützpunkt der russischen Söldnertruppe Wagner in der Ostukraine (s. Update v. 19.00 Uhr). Der Stützpunkt der Wagner-Gruppe sei dabei zerstört worden, teilte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, mit.

+++ 19.00 Uhr: Das ukrainische Militär hat Berichten zufolge eine Basis der russischen Streitkräfte mit Himars-Raketenwerfern angegriffen. Laut dem ukrainischen Medienunternehmen Hromadske haben russische Telegram-Kanäle Fotos von den Folgen eines Angriffs auf einen Stützpunkt in Popasna in der östlichen Region Luhansk geteilt. Die Fotos zeigen die Bergung verletzter oder toter Soldaten aus den Trümmern sowie die Zerstörung des Gebäudes. Die offizielle Zahl der Verletzten und Toten wurde nicht bestätigt. Bei der Basis soll es sich um einen Stützpunkt der paramilitärischen Wagner-Gruppe handeln, die in der Ukraine für Russland kämpft.

News zum Ukraine-Krieg: Schwere Verluste - Russland tötet angeblich 100 „Söldner“

+++ 14.45 Uhr: Laut Angaben des russischen Militärs sollen 100 „ausländische Söldner“ in der Region Charkiw in den letzten 24 Stunden getötet worden sein. Zudem seien 50 weitere verletzt worden, sagte Igor Konaschenkow, Sprecher des Verteidigungsministeriums in Moskau. Dies deckt sich nicht mit Angaben des Gouverneurs der Region Charkiw, Oleh Synjehubow: Er sprach von russischen Raketenangriffen auf zivile Gebäude und Industriegelände. Er machte keine Angaben zu möglichen Opfern. Alle genannten Informationen sind nicht unabhängig prüfbar,

Erstmeldung vom Montag, 15. August, 11.45 Uhr: Die ukrainische Luftwaffe hat offenbar einen Militärhubschrauber der russischen Streitkräfte in der Region Donezk abgeschossen. Dabei handelte es sich laut Angaben des Generalstabs um einen „Ka-42“-Hubschrauber, wohl auch „Alligator“ genannt. Zuletzt häuften sich die Meldungen, wonach die Ukraine derartige Hubschrauber abgeschossen hat. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. (mse/tu/sne/cs/nak/con mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Evgeniy Maloletka/dpa/picture alliance

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