News-Ticker

Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte scheitern offenbar an Stadt Bachmut

Trotz des Kriegs in der Ukraine hat Russland bekräftigt, keinen Atomkrieg starten zu wollen.

Dieser Ticker wird nicht mehr weiter geführt. Lesen Sie aktuelle Berichterstattung zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine in unserem neuen News-Ticker.

Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte scheitern offenbar an Stadt Bachmut

+++ 22.00 Uhr: Angaben des ukrainischen Militärs zufolge wurde jeder Versuch der russischen Streitkräfte, in den letzten 24 Stunden in die östliche Region Donezk vorzustoßen, abgewehrt. In seinem jüngsten Bericht über die Lage auf dem Schlachtfeld erklärte der ukrainische Generalstab, die russische Armee hätte in mehreren Gebieten Truppen vorgeschickt, die Verluste erlitten und sich zurückgezogen hätten.

Der Schwerpunkt der russischen Bemühungen habe einmal mehr auf der Stadt Bachmut gelegen. Der Generalstab erklärte einem CNN-Bericht nach, Russland habe zudem versucht, seine taktische Position in den Gebieten von Soledar und Vershyna zu verbessern, dabei jedoch gescheitert.

Ein weiterer russischer Vorstoß in der Nähe von Awdijiwka, nördlich der Stadt Donezk, sei ebenfalls zurückgeschlagen worden. Unabhängig überprüfen ließen sich die ukrainischen Angaben allerdings nicht.

Soldaten der selbst ernannten „Volksrepublik Donezk“ im Gebiet Awdijiwka. (Archivfoto)

News zum Ukraine-Krieg: Putin äußert sich zu Atom-Erstschlag

+++ 20.00 Uhr: Trotz des Kriegs in der Ukraine hat Russland bekräftigt, keinen Atomkrieg starten zu wollen. „Wir gehen davon aus, dass es in einem Atomkrieg keine Sieger geben kann und er niemals begonnen werden darf“, schrieb Präsident Wladimir Putin in einem am Montag auf der Webseite des Kremls veröffentlichten Grußwort an die Teilnehmer der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York. Damit trat er seit Kriegsbeginn wachsenden Befürchtungen entgegen, dass Moskau in der Ukraine womöglich Atomwaffen einsetzen könnte.

Die Befürchtungen begründeten sich unter anderem darauf, dass Putin die russischen Atomstreitkräfte kurz nach dem Angriff auf das Nachbarland in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt hatte. Zuvor hatte Russlands Führung einen atomaren Erstschlag stets ausgeschlossen und Einsatzpläne lediglich für einen sogenannten Gegenschlag präsentiert, also die militärische Antwort auf einen Angriff.

Nun betonte Putin, dass Russland seine Verpflichtungen als Gründungsmitglied des Atomwaffensperrvertrags erfülle und auch weiter erfüllen wolle. Zugleich forderte der Kremlchef „gleiche und unteilbare Sicherheit für alle Mitglieder der Weltgemeinschaft.“ Daneben sollten alle Länder, die die Bestimmungen des Sperrvertrags erfüllten, Zugang zur zivilen Nutzung der Atomkraft haben. Diese Forderung Putins zielte womöglich auf das zivile iranische Atomprogramm, das von Russland unterstützt wird.

Der Ukraine-Krieg in Bildern – Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

Am 24. Februar beginnt Russland mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine. Die Stadt Tschuhujiw wird bereits am ersten Tag des Krieges bombardiert. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht dort vor einem Krankenhaus.
Bereits am ersten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden die Gräuel des Krieges deutlich. Bomben gehen auf die Stadt Tschuhujiw nieder. Helena, eine 53 Jahre alte Lehrerin, steht schwer verletzt und notdürftig behandelt vor dem Krankenhaus der Stadt. © Aris Messinis/afp
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine.
Das „Z“ findet sich, wie hier am Kontrollpunkt Perekop nahe der Halbinsel Krim, auf nahezu allen Militärfahrzeugen der russischen Armee. Es wird im weiteren Verlauf zum Symbol für den Überfall Russlands auf die Ukraine. © Sergei Malgavko/dpa
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet.
Zu Beginn des Ukraine-Kriegs kommt es wie hier in Moskau in zahlreichen Städten Russlands zu Demonstrationen. Die Staatsmacht im Kreml geht mit aller Härte gegen die Teilnehmenden vor. Tausende Personen werden verhaftet. © Sergei Mikhailichenko/afp
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin.
Weltweit gehen die Menschen gegen den Ukraine-Krieg auf die Straßen. Eine Demonstrantin in Montreal (Kanada) macht deutlich, wen sie für das Leid in der Ukraine verantwortlich macht: Russlands Präsidenten Wladimir Putin. © Andrej Ivanov/afp
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion.
Wolodymyr Selenskyj meldet sich mit einer nächtlichen Videobotschaft aus Kiew - während der russische Angriff auf die Hauptstadt läuft. Der Präsident wird im Verlauf des Kriegs zur Galionsfigur des ukrainischen Widerstands gegen die russische Invasion. © Facebook/afp
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden.
Die Verluste Russlands lassen sich vor allem auf die hohe Kampfmoral der ukrainischen Bevölkerung zurückführen. Diese Frau lässt sich in Lwiw an einem Sturmgewehr des Typs AK-47 ausbilden. © Daniel Leal/afp
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen.
Der Kampf um Kiew tobt vor allem in der Anfangsphase. Die Hauptstadt der Ukraine ist von den Angriffen Russlands schwer gezeichnet. Doch der Widerstand hält an. Putins Armee gelingt es nicht, Kiew einzunehmen. © Daniel Leal/afp
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen.
Ein sieben Jahre altes Mädchen aus der Ukraine hat es nach Moldawien geschafft. Laut dem UNHCR sind allein in den ersten drei Monaten des Krieges mehr als sechs Millionen Menschen aus der Ukraine geflohen. © Nikolay Doychinov/afp
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland.
Irpin, ein Vorort Kiews, wird von der russischen Artillerie unter Beschuss genommen. Yevghen Zbormyrsky, 49 Jahre alt, sucht vor seinem zerstörten Haus Schutz vor dem Angriff aus Russland. © Aris Messinis/afp
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg.
Blutspuren in einem Zug in Kramatorsk, der für die Evakuierung von Zivilisten genutzt wurde, zeugen von den Grausamkeiten im Ukraine-Krieg. © Fadel Senna/afp
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke.
Der Zusammenhalt zwischen der Armee und der Bevölkerung im Ukraine-Krieg ist beispielhaft. In Irpin helfen Soldaten bei der Evakuierung einer Frau über eine zerstörte Brücke. © Aris Messinis/afp
Mitten Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland.
Mitten im Krieg geben Valery (l.) und Lesya sich in einem Außenposten vor Kiew das Ja-Wort. Beide kämpfen in der Armee der Ukraine gegen Russland. © Genya Savilov/afp
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland.
Per Videoschalte hält Wolodymyr Selenskyj eine Rede im Deutschen Bundestag. Für seinen historischen Auftritt erhält der ukrainische Präsident Applaus - und im weiteren Verlauf die Zusage zur Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland. © Michael Kappeler/dpa
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen.
Vitali Klitschko im von russischen Angriffen zerstörten Kiew. Der ehemalige Boxweltmeister ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt und organisiert dort den Widerstand gegen Russlands Armeen. © Sergej Supinsky/afp
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen.
Immer wieder nimmt Russland Kiew unter Beschuss. Bei einem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum sterben mindestens sechs Menschen. © Aris Messinis/afp
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen.
Doch nicht nur Kiew, auch Charkiw ist zu Beginn des Krieges heftig umkämpft. Ein Mann flieht aus der Stadt, während im Hintergrund russische Raketen einschlagen. © Aris Messinis/afp
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind.
Russland muss im Ukraine-Krieg unerwartet hohe Verluste in Kauf nehmen. Davon zeugen etliche zerstörte Panzer und Militärfahrzeuge, deren Überreste auf einer Straße Richtung Butscha zu sehen sind. © Aris Messinis/afp
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest.
Wochenlang tobt die Schlacht um Mariupol. Die Hafenstadt im Osten der Ukraine gleicht einem Trümmerfeld. Ein russischer Soldat hält die Zerstörung mit seinem Handy fest. © Alexander Nemenov/afp
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes.
Raketenangriffe spielen im Ukraine-Krieg eine besonders große Rolle. Ein Soldat der Ukraine inspiziert die Überreste einer ballistischen Rakete aus russischen Beständen auf einem Feld nahe Bohodarove im Osten des Landes. © Yasuyoshi Chiba/afp
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben.
Anwohnerinnen und Anwohner aus Mariupol kommen in Saporischschja im Südosten der Ukraine an. Darunter befinden sich auch zahlreiche Personen, die fast zwei Monate in Schutzräumen des Asowstal-Stahlwerks ausgeharrt haben. © dpa
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol.
Die Kämpfer des Asowstahl-Stahlwerks in Mariupol werden in der Ukraine wie Helden gefeiert. Wochenlang hielten sie die russische Armee auf und der Belagerung stand. Am Ende und nach hohen Verlusten verkündet der Kreml aber die Einnahme des Stahlwerks und damit die Kontrolle über Mariupol. © Dmytro ‚Orest‘ Kozatskyi/afp
Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz in der Bundeswehr.
Am 21. Juni treffen die ersten schweren Waffen aus Deutschland in der Ukraine ein. Die Panzerhaubitze 2000 ist das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Sie sieht aus wie ein riesiger Kampfpanzer und kann Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen.  © Sven Eckelkamp/Imago
bombardiert die russische Luftwaffe ein Einkaufszentrum in der ostukrainischen Stadt Krementschuk
Am 27. Juni bombardiert Russland ein Einkaufszentrum im 100 Kilometer von der Frontlinie entfernten Krementschuk. Zum Zeitpunkt des Angriffs befinden sich laut ukrainischen Angaben etwa 1000 Menschen in dem Gebäude, mindestens achtzehn Menschen werden getötet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichnet die Attacke als „absoluten Horror“.  © STR/afp
Dieses Satellitenbild von Maxar Technologies zeigt einen Überblick über die Schlangeninsel im Schwarzen Meer.
Nach wiederholten ukrainischen Angriffen zieht sich das russische Militär Ende Juni von der Schlangeninsel südlich von Odessa zurück. Russland spricht von einem „Zeichen des guten Willens“. Die Die Ukraine feiert die Rückeroberung dagegen als Sieg. „KABOOM! Keine russischen Truppen mehr auf der Schlangeninsel“, schreibt der Leiter des Präsidialamts, Andrij Jermak, auf Twitter. „Unsere Streitkräfte haben großartige Arbeit geleistet.“ © dpa
In der Nacht auf den 29. Juli brannte nach einer Explosion ein Gefängnis in Oleniwka, in der von pro-russischen Separatisten besetzten Donezk-Region, aus.
In der Nacht auf den 29. Juli kommen bei einem Angriff auf ein Gefängnis in Oleniwka in der Donezk-Region Dutzende ukrainische Kriegsgefangene ums Leben. Der ukrainische Generalstab beschuldigt Russland, damit Folter von Gefangenen und Hinrichtungen verschleiern zu wollen. Prorussische Separatisten hingegen bezichtigten die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein © afp
Auf dem Gelände des Militärflugplatzes Saki nahe Nowofjodorowka kommt es zu heftigen Explosionen.
Am 9. August erschüttern mehrere Explosionen eine russische Luftwaffenbasis auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim. Mehrere Flugzeuge werden zerstört. Eine Woche später detoniert auf der Krim ein russisches Munitionslager. Rusland spricht von einem „Sabotageakt“. © dpa
Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt das von russischen Truppen besetzte Kernkraftwerk Saporischschja.
Das Atomkraftwerk Saporischschja ist schwer umkämpft. Das Artilleriefeuer lässt international die Angst vor einer Atomkatastrophe steigen. Am 25. August wird das AKW erstmals in seiner Geschichte vom Stromnetz getrennt. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig den Beschuss des Kraftwerksgeländes und der Umgebung vor. © Planet Labs Pbc/dpa
Rauch steigt über einem Feuer in einem Naturschutzgebiet in der Nähe der Stadt Mykolajiw nach einem Beschuss durch die Streitkräfte der Ukraine auf.
Am 29. August gelingt den ukrainischen Truppen an mehreren Stellen in der Oblast Cherson ein Vorstoß über feindliche Frontlinien. Das russische Verteidigungsministerium bestätigt eine ukrainische Offensive bei den von Russland besetzten Gebieten in der Oblast Cherson und der Oblast Mykolajiw. © Kherson Region Emergency Service/Imago
Einheiten der ukrainischen Streitkräfte sind in der Region Charkiw unterwegs.
Im September erobert die Ukraine im Zuge ihrer Gegenoffensive in der Oblast Charkiw die strategisch bedeutsamen Städte Kupjansk und Isjum von Russland zurück und durchbricht die Frontlinie an mehreren Stellen.  © Imago

News zum Ukraine-Krieg: Berichte über zerstörtes russisches Munitionslager

+++ 18.30 Uhr: Nach Angaben ukrainischer Beamteter hat ein weiterer Langstreckenangriff auf ein russisches Lager in der Region Cherson erhebliche Schäden verursacht. Darüber berichtet CNN.

Im ukrainischen Fernsehen erklärte ein Militärberater der Region, dass „ein weiteres Depot mit Munition und militärischer Ausrüstung, das vom Feind von der Krim gebracht wurde, am Stadtrand von Skadowsk zerstört wurde“. Der Wendepunkt sei den Himars-Raketenwerfern aus dem Westen zu verdanken.

News zum Ukraine-Krieg: Russland gibt Pläne für zerstörtes Mariupol bekannt

+++ 17.00 Uhr: Russland hat die weiteren Pläne für die besetzte Stadt Mariupol im Süden der Ukraine bekannt gegeben. Bereits nächsten Monat sollen die ersten Neubauten in der fast komplett zerstörten Hafenstadt eröffnen. „Die ersten Wohngebäude werden im September stehen“, erklärte Vize-Ministerpräsident Marat Chusnullin dem russischen Fernsehsender RBC am Montag. Es gebe auch Pläne für den Wiederaufbau des historischen Stadtkerns, führte sie aus.

+++ 15.45 Uhr: Die USA haben der Ukraine kürzlich vier weitere „HIMARS“-Raketensysteme geliefert. Diese können nun von der Armee genutzt werden, wie Verteidigungsminister Olexij Resnikow bekannt gab. „Der Klang der HIMARS ist der Tophit an der Front“, schrieb er auf Twitter. Die US-Mehrfachraketenwerfer haben eine größere Reichweite und sind präziser als die noch aus Sowjetunion stammende Artillerie der ukrainischen Armee.

+++ 14.45 Uhr: Russische Truppen bereiten aktuell offenbar eine Offensive auf die Region Charkiw im Nordosten der Ukraine vor. Einer Analyse des US-Thinktanks „Institute for the Study of War“ zufolge, wird diese jedoch scheitern.

+++ 13.45 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hat bekannt gegeben, dass ein weiterer Mehrfachraketenwerfer (Typ „MARS II“) aus Deutschland in der Ukraine eingetroffen ist. Damit verfüge man nun über drei Systeme dieses Typs, so Resnikow. Er bedankte sich bei Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.

+++ 12.45 Uhr: Trotz vermehrter russischer Raketenangriffe Mykolajiw will die Ukraine vom Hafen der Stadt Getreide exportieren. Grundlage dafür sei jedoch die Stabilität des Getreideabkommens, erklärte der Infrastrukturminister der Ukraine, Olexandr Kubrakow. Am Montagmorgen verließ das erste Getreideschiff den Hafen von Odessa.

+++ 12.00 Uhr: Großbritannien will zwei Minenabwehrschiffe an die Ukraine liefern. Das erklärte der ukrainische Botschafter in Großbritannien, Vadym Prystaiko. Eine Gruppe von Minensoldaten seien bereits extra dafür ausgebildet worden.

News zum Ukraine-Krieg: Bürgermeister von Mykolajiw äußert sich zu russischen Angriffen

+++ 11.15 Uhr: Mittlerweile hat sich auch der Bürgermeister der Stadt Mykolajiw zu den russischen Angriffen in der Nacht geäußert. Die Notaufnahme des bereits angesprochenen Krankenhaus sei zerstört worden, betonte Oleksandr Sienkevych in einem Statement. Zudem seien vor allem zivile Gebäude in den Fokus der russischen Truppen gerückt. Zahlreiche Wohnhäuser in Mykolajiw seien beschädigt worden. Die Angaben des Bürgermeisters sind nicht unabhängig verifizierbar. Allerdings häufen sich mittlerweile die Berichte bezüglich russischer Angriffe am Morgen (s. Update v. 09.30 Uhr).

+++ 10.30 Uhr: Russische Truppen verstärken wohl ihre Stellungen in Richtung der ukrainischen Großstadt Krywij Rih und führen Angriffe im gesamten Gebiet Donezk durch. Das ukrainische Militär berichtete am Montagmorgen, dass russische Truppen mehrere Angriffe in den Gebieten Charchiw und Donezk durchgeführt haben, aber keinen nennenswerten Boden gewinnen konnten. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent.

News zum Ukraine-Krieg: Russische Truppen bombardieren Mykolajiw

+++ 09.30 Uhr: Russische Truppen haben – ähnlich wie am Sonntagmorgen (31. Juli) – offenbar auch am Montagmorgen die Region um die Stadt Mykolajiw bombardiert. Die Nachrichtenportale Kyiv Independent und Nexta berichten von zahlreichen Schäden. Unter anderem soll ein Krankenhaus getroffen worden sein. Videoaufnahmen auf Twitter zeigen teils heftige Explosionen. Bislang hat sich der zuständige Gouverneur nicht dazu geäußert. Auch aus Russland gibt es bislang kein Statement zu den mutmaßlichen Angriffen am Morgen. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Putin hat wohl Schwachstelle ausgemacht

+++ 09.00 Uhr: Laut einer Einschätzung des britischen Verteidigungsministeriums hat Russland weitere Truppen aus den Regionen in der Ostukraine in die Region Saporischschja verlegt. Dem Ministeriumsbericht zufolge soll Präsident Wladimir Putin den Oblast als Schwachstelle des ukrainischen Militärs ausgemacht haben. Parallel dazu kommt es in der Region um die Stadt Bachmut weiter zu Angriffen, welche allerdings kaum Fortschritte bringen. Die Informationen aus London, welche auf Geheimdienstangaben basieren, lassen sich nicht unabhängig prüfen.

+++ 08.00 Uhr: Laut ukrainischen Militärgeheimdienst haben sich fast 200 Angehörige der russischen Marine geweigert, in den Süden der Ukraine zu ziehen. Geheimdienstsprecher Wadym Skibitskyj sagte, dass die Einheit einsatzbereit, aber geschwächt sei. Betroffen sei die 810. Brigade. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

News zum Ukraine-Krieg: Getreide-Lieferung soll anlaufen

+++ 07.30 Uhr: Das Erste mit Mais beladene Schiff verlässt nach Angaben der Türkei noch am Montagmorgen den Hafen von Odessa. Das unter der Flagge von Sierra Leone fahrende Frachtschiff „Razoni“ werde den ukrainischen Hafen um 7:30 MESZ in Richtung Libanon verlassen, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Montag mit. Die Getreide-Lieferung erfolge im Rahmen des am 22. Juli geschlossenen Abkommens, weitere Exporte sollen folgen, hieß es.

News zum Ukraine-Krieg: Selenskyj droht Russland mit Konsequenzen

Update vom Montag, 1. August, 06.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland nach dem Raketenbeschuss mit Konsequenzen gedroht. „Kein russischer Angriff bleibt von unseren Militärs und Geheimdienstlern unbeantwortet“, betonte Selenskyj mit Blick auf den Beschuss von Mykolajiw. Er erinnerte in seiner Videosprache auch an Olexij Wadaturskyj, den Besitzer eines der größten ukrainischen Getreidehandelsunternehmen, der in der südukrainischen Stadt getötet wurde. Am Vorabend des 159. Kriegstages wurde zwischenzeitlich fast in der gesamten Ukraine Luftalarm ausgelöst.

+++ 21.50 Uhr: Die Ukraine hat Russland Raketenangriffe auf die Region Odessa vorgeworfen. Der Stadtrat von Odessa teilte unter Berufung auf das Kommando Süd der ukrainischen Armee mit, zwei russische Raketen vom Typ „Iskander“ seien von der Halbinsel Krim aus abgeschossen worden. Laut der Odessaer Gebietsverwaltung schlugen die Geschosse in einem Steinbruch ein. Zu möglichen Opfern wurden keine Angaben gemacht. Aus Moskau gab es zunächst keine offizielle Reaktion auf die Vorwürfe.

News zum Ukraine-Krieg: Einer der reichsten Geschäftsleute der Ukraine durch Beschuss getötet

+++ 15.30 Uhr: Medienberichten zufolge ist einer der reichsten Geschäftsleute der Ukraine bei einem „massiven“ russischen Beschuss der südlichen Stadt Mykolajiw getötet worden. Der 74 Jahre alte Oleksiy Vadatursky und seine Frau Raisa sollen gestorben sein, als eine Rakete ihr Haus getroffen habe.

Wie die britische BBC berichtet, war Vadatursky Eigentümer von Nibulon. Die Unternehmensgruppe ist im Getreideexport tätig. Er hatte demnach auch die Auszeichnung „Held der Ukraine“ erhalten – dabei handelt es sich um die höchste Auszeichnung, die vom ukrainischen Staat vergeben wird. Brisant ist der Todesfall insbesondere, da erst kürzlich ein Abkommen zwischen Russland und der Ukraine geschlossen wurde, um Getreideexporte aus dem kriegsgeschundenen Land zu ermöglichen. Fachleute hatten Putin zuvor immer wieder vorgeworfen, Hunger als Kriegswaffe zu benutzen.

Der Bürgermeister von Mykolajiw, Oleksandr Senkevych, sagte laut der BBC, es sei wahrscheinlich der bisher schwerste russische Beschuss der Stadt gewesen.

News zum Ukraine-Krieg: Russland macht Ukraine für Drohnenangriff verantwortlich

+++ 12.15 Uhr: Am Sonntagmorgen ist es zu einem Drohnenangriff auf die russische Schwarzmeerflotte gekommen (s. Update v. 07.45 Uhr). Russland macht die Ukraine für den Angriff verantwortlich. Die Selenskyj-Regierung bestreitet das. Die russischen Anschuldigungen seien „eine absichtliche Provokation“, sagte ein Sprecher der Regionalverwaltung von Odessa in einem Video, das auf Telegram veröffentlicht wurde. „Die Befreiung der besetzten ukrainischen Krim wird auf eine andere, viel effektivere Weise erfolgen.“

+++ 11.30 Uhr: Die russische Marine soll in den kommenden Monaten Hyperschall-Marschflugkörper vom Typ „Zircon“ erhalten. Das erklärte der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Rede zum „Tag der Marine“ in St. Petersburg, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. „Die Fregatte Admiral Gorschkow wird die erste sein, die mit diesen beeindruckenden Waffen an Bord in den Kampfeinsatz geht“, sagte er demnach und pries die Raketen als weltweit einzigartig an.

News zum Ukraine-Krieg: Nato startet Montag Mission

+++ 11.00 Uhr: Am Montag (1. August) soll die Luftpolizei-Mission der Nato starten. Teil davon sind italienische, ungarische und deutsche Kampfflugzeuge, die über dem Baltikum patrouillieren. „In einer Zeit, in der sich die europäische Sicherheit durch Russlands Krieg gegen die Ukraine grundlegend verändert hat, stehen die Nato-Kampfjets rund um die Uhr bereit, um den Luftraum der Alliierten zu schützen“, sagte Nato-Sprecherin Oana Lungescu. Deutschland stellt vier Eurofighter für die Mission zur Verfügung.

+++ 07.45 Uhr: Das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte wurde offenbar bei einem Drohnenangriff getroffen. Wie der Gouverneur der Stadt Sewastopol, Michail Raswoschajew, auf Twitter mitteilte, wurden bei der Attacke fünf Mitarbeiter der Zentrale verletzt. „Am heutigen frühen Morgen haben ukrainische Nationalisten entschieden, uns den Tag der Marine zu verderben“, betonte Raswoschajew. Die Feierlichkeiten zum „Tag der Marine“ finden am heutigen Sonntag vor allem in St. Petersburg statt. Dabei sollen die Leistungen des Militärs gehuldigt werden, ähnlich wie am 9. Mai, dem „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland.

+++ 05.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zur Flucht aus Donezk aufgerufen. Die russische Armee greife den gesamten Donbass an, sagte er in einer Videoansprache.

News zum Ukraine-Krieg: Russland greift Mykolajiw in der Nacht an

Update vom Sonntag, 31. Juli, 05.00 Uhr: Die Stadt Mykolajiw steht in der Nacht auf Sonntag und in den Morgenstunden offenbar erneut unter Beschuss. Wie der Bürgermeister mitteilte, gab es mehrere Explosionen im Stadtgebiet. Diese seien durch Streumunition verursacht worden, sagte Oleksandr Sienkevych laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent. Sienkevych forderte die Zivilbevölkerung von Mykolajiw auf, Schutzräume aufzusuchen. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar. Allerdings war es bereits am Samstag zu Raketenangriffen der russischen Armee auf die Stadt in der Südukraine gekommen. Dort leben circa 480.000 Menschen.

+++ 09.45 Uhr: In zahlreichen Regionen Russlands läuft aktuell eine verdeckte Mobilisierung für die Armee. Berichten zufolge will Präsident Putin bis zu 30.000 neue Soldaten in den Ukraine-Krieg schicken.

News zum Ukraine-Krieg: Russland bombardiert erneut Charkiw

Erstmeldung vom Samstag, 30. Juli, 05.00 Uhr: Russische Truppen haben in der Nacht auf Samstag abermals die Region Charkiw bombardiert. Das Nachrichtenportal Kyiv Independent berichtet mit Verweis auf Aussagen des zuständigen Gouverneurs, dass unter anderem eine Schule angegriffen wurde. Gegen 03.00 Uhr soll es zu den Bombardierungen gekommen sein. Über etwaige Opferzahlen ist bislang nichts bekannt. Das russische Militär hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Angaben sind nicht unabhängig prüfbar.

Für den Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands plant der Kreml derweil eine militärische Gegenreaktion. Dmitri Medwedew kündigte der Agentur Interfax zufolge an, wenn Nato-Stützpunkte auf dem Territorium der beiden Länder errichtet oder Waffen stationiert werden sollten, würden „unsere Reaktionsschritte symmetrisch dazu erfolgen“. Medwedew ist Vizechef des russischen Sicherheitsrats. (jfw/tu/jo/ktho/mse/nak mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Sergey Averin/Imago

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