Olexij Makejew folgt Andrij Melnyk

Schneller als erwartet: Selenskyj ernennt neuen ukrainischen Botschafter in Deutschland

Wolodymyr Selenskyj
+
Wolodymyr Selenskyj

Selenskyj ernennt einen neuen Botschafter für die Ukraine in Deutschland: Olexij Makejew soll auf Andrij Melnyk folgen.

Kiew/Berlin - Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, hat Olexij Makejew als neuen Botschafter der Ukraine in Deutschland eingesetzt. Das entsprechende Dekret wurde am Freitag auf der Seite des Staatschefs veröffentlicht.

Der 46-jährige Karrierediplomat folgt dem bisherigen Botschafter Andrij Melnyk. Makejew war seit 2020 im ukrainischen Außenministerium Sonderbeauftragter für die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland.

Ukraine: Agrémentersuchen für Makejew Anfang September bei Steinmeier eingereicht

Die Regierung in Kiew hatte Anfang September ein sogenanntes Agrémentersuchen für Oleksij Makejew gestellt, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit. Dieses Agrément sei bereits durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erteilt worden. Nach Informationen der Welt war damals davon ausgegangen, dass der 46-jährige Diplomat, der fließend Deutsch spricht, am 15. Oktober sein Amt antreten werde.

Wolodymyr Selenskyj ernennt Oleksij Makejew zum neuen Botschafter der Ukraine in Deutschland

Zur Person: Das ist Oleksij Makejew

Makejew studierte der Zeitung zufolge internationale Beziehungen an der staatlichen Universität in Kiew und trat schon mit 21 Jahren in den diplomatischen Dienst ein. Er sei auch schon als Diplomat in Berlin tätig gewesen. 2014 wurde er laut der „Welt“ zum Leiter der politischen Abteilung des Kiewer Außenministeriums berufen. Seit zwei Jahren sei er Sonderbeauftragter der ukrainischen Regierung für internationale Sanktionspolitik.

Ukraine: Vorgänger Melnyk war seit 2014 Botschafter in Deutschland

Vorgänger Melnyk war seit Ende 2014 auf diesem Posten. Anfang Juli unterzeichnete der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ein Dekret zu seiner Abberufung.

Der Diplomat hatte die deutsche Politik angesichts des russischen Ukraine-Kriegs in seiner Heimat immer wieder scharf kritisiert und der Bundesregierung eine zu zögerliche Haltung insbesondere in der Frage der Waffenlieferungen für Kiew vorgeworfen. Mit seinen Äußerungen sorgte er oft für Wirbel, etwa als er Scholz als „beleidigte Leberwurst“ bezeichnete. (dpa/kat)

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ukraine-Krieg: Russland spart sich offenbar Raketen – Verstöße bei Mobilisierung
Ukraine-Krieg: Russland spart sich offenbar Raketen – Verstöße bei Mobilisierung
Ukraine-Krieg: Russland spart sich offenbar Raketen – Verstöße bei Mobilisierung
„Ethnische Säuberungen“: Putin schickt Minderheiten an die Front
„Ethnische Säuberungen“: Putin schickt Minderheiten an die Front
„Ethnische Säuberungen“: Putin schickt Minderheiten an die Front
Italien-Wahl: Postfaschisten unter Meloni soll im Streitfall EU-Geld „gesperrt werden“
Italien-Wahl: Postfaschisten unter Meloni soll im Streitfall EU-Geld „gesperrt werden“
Italien-Wahl: Postfaschisten unter Meloni soll im Streitfall EU-Geld „gesperrt werden“
Ukraine-Krieg: Militär-Büros in Russland brennen
Ukraine-Krieg: Militär-Büros in Russland brennen
Ukraine-Krieg: Militär-Büros in Russland brennen

Kommentare