Allein in 2015

Schweiz erteilte mehr als 700 "Stripper-Visa"

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Symbolfoto

Die Schweiz hat in diesem Jahr mehr als 700 sogenannte Stripper-Visa vergeben. Dies gab die Einwanderungsbehörde des Landes am Dienstag bekannt.

Zugleich stellte eine Sprecherin klar, dass das Sonderprogramm für Antragsteller aus Nicht-EU-Ländern mit Ende dieses Jahres ausläuft.

Die Schweiz hatte 1995 damit begonnen, für acht Monate gültige Arbeitserlaubnisse vor allem an Frauen aus Nicht-EU-Ländern auszugeben, die als Stripperinnen oder als Tänzerinnen in Nachtklubs auftreten wollten. Zur Begründung hieß es, damit sollten die Frauen vor sexueller Ausbeutung und vor illegalen Schleppern geschützt werden. Von dem umstrittenen Programm profitierten unter anderem viele Frauen aus Russland, der Dominikanischen Republik und Thailand.

In diesem Jahr wurden nach Angaben der Einwanderungsbehörde 712 der umstrittenen Dokumente vergeben. Im kommenden Jahr soll es sie nun aber nicht mehr geben. Dies war 2014 nach längeren Untersuchungen durch Polizei und Behörden entschieden worden. Dabei wurde festgestellt, dass viele Inhaberinnen der Arbeitserlaubnis ausgebeutet und zur Prostitution gezwungen wurden.

AFP

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