Ex-Ministerpräsident

Sachsen: Biedenkopf wirbt für Koalition mit den Grünen

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Sachsens ehemaliger Ministerpräsident Kurt Biedenkopf mit seiner Frau Ingrid auf der CDU-Wahlparty in Dresden. Foto: Jan Woitas

Er gilt als eines der Gesichter der Konservativen in der CDU - nun spricht sich Sachsens Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf für eine Kenia-Koalition im Freistaat aus. Den Grünen hätte er sogar ein besseres Wahlergebnis gewünscht.

Berlin/Dresden (dpa) - Sachsens früherer Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) sieht Union, SPD und Grünen bei der Bildung einer Regierung in Dresden zum Erfolg verdammt.

"Es muss nun gelingen, dass sich drei Parteien so verbinden, dass sie im Parlament eine stabile Mehrheit haben", sagte der 89-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Sachsen braucht das – auch um der AfD Grenzen zu setzen."

Die CDU war bei der Landtagswahl am Sonntag erneut stärkste Kraft geworden, die AfD konnte ihr Ergebnis aber auf 27,5 Prozent fast verdreifachen. Das bisherige Bündnis von CDU und SPD hat keine Mehrheit mehr. Ministerpräsident Michael Kretschmer braucht mindestens einen dritten Partner, um weiterregieren zu können. Das wahrscheinlichste Bündnis ist eine sogenannte Kenia-Koalition von CDU, SPD und Grünen.

Biedenkopf bedauerte, dass die sächsischen Grünen bei der Landtagswahl kein zweistelliges Ergebnis erreicht hatten; sie kamen auf 8,6 Prozent. "Ich hätte mir gewünscht, dass es doppelt so viel wäre", sagte er.

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