Amtszeit bis 2024

Putin mit möglichem Nachfolger beim Wandern und Pilzesuchen - so bringt er sich in Stellung

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Wird Sergei Schoigu der Nachfolger des russischen Präsidenten Wladimir Putin (l.)?

Wladimir Putin ist derzeit in seiner letzten Amtszeit. Als Nachfolger wird Sergei Schoigu gehandelt. Diese Ansichten vertritt er.

Moskau - Die Amtszeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird noch bis 2024 andauern. Danach muss er abtreten, so sieht es zumindest derzeit die Verfassung vor. Der derzeitigen Verteidigungsminister Sergei Schoigu wird als möglicher Nachfolger gehandelt. Beide haben offenbar einige Gemeinsamkeiten.

Wie die Plattform businessinsider.de berichtet, haben beide eine Vorliebe für Waffen, spielen gerne Eishockey und sind gerne in der Natur unterwegs. Das unterstreichen einige Fotos, die die Pressestelle der russischen Regierung in dieser Woche anlässlich Putins 67. Geburtstag veröffentlicht hat. Sie zeigen Putin und Schoigu unter anderem beim Pilzesuchen und Bergwanderung in der sibirischen Taiga.

Wladimir Putin: So tickt sein möglicher Nachfolger

In einem Interview, das Schoigu der russischen Tageszeitung Moskowski Komsomolez gegeben hat, hat der mögliche Putin-Nachfolger nun einen Einblick in seine Weltsicht gegeben. Die Plattform businessinsider.de hat einige Aussagen aus dem Russischen übersetzt und eingeordnet.

Demnach hat Schoigu unter anderem gesagt, dass Krieg eine „schreckliche Sache“ sei. Für ihn ist Aufrüstung das Mittel der Wahl, um ihn zu verhindern. Er fordert eine Armee, die „gut bewaffnet und ausgerüstet“ ist und die es schaffe, das Heimatland zu verteidigen.

Gegenüber internationalen Bündnissen wie der Europäischen Union und der Nato ist Schoigu offenbar kritisch eingestellt. Ziel des Westens sei es, „unser Land zu zerstören und zu versklaven“, erklärte er laut businessinsider.de. Das Portal sieht darin Parallelen Putins Einstellung: Russland wird als Feind des Westens und als Opfer dessen Machtbestrebungen inszeniert. Das zeigt sich auch in dem Misstrauen, das er gegenüber den USA hegt. Dennoch plant er, das bilaterale Verhältnis zu pflegen. „Ich hoffe sehr, dass wir und die USA zu Kontakten auf höherer Ebene kommen.“

Wladimir Putin: So könnte er seine Macht erhalten

Schoigu gilt als Putin-treu, bodenständig und pragmatisch. Er ist beliebt in der Bevölkerung und niemand, der sich übermäßig inszeniert. Das macht ihn zum aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge Putins. Allerdings gibt es immer wieder Spekulationen, dass Putin auch danach die Geschicke seines Lands weiterhin steuern könnte. Vorstellbar wäre, dass er nach 2024 für das Amt des Regierungspräsidenten kandidiert und vorher die Befugnisse auf diesen Posten überträgt.

Vor einiger Zeit sind Pläne bekannt geworden, dass Verteidigungsminister Schoigu unter anderem einen Nachbau des Berliner Reichstags errichten lassen wollte, der zu Trainingszwecken in einem Militär-Freizeitpark dienen soll.

Der Russe Juri Luschkow starb bei einer Routineoperation in München. Der ehemalige Bürgermeister von Moskau war eines der bekanntesten Gesichter Russlands.

Video: Kremlchef Putin sammelt Pilze und besteigt 2000er

dg

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