Er wollte dort 75ten feiern

Potsdamer Landtag schmeißt Gauland-Geburtstagsparty raus

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Alexander Gauland, stellvertretender Sprecher des Bundesvorstands der Partei Alternative für Deutschland (AfD).

Potsdam - In der Lobby des Potsdamer Landtagsschlosses will AfD-Landeschef Alexander Gauland seinen 75. Geburtstag feiern. Nun hat die Verwaltung ihre Genehmigung zurückgezogen.

Nach öffentlicher Kritik findet eine private Geburtstagsfeier des brandenburgischen AfD-Landeschefs Alexander Gauland im Potsdamer Landtagsschloss nun doch nicht statt. Die Parlamentsverwaltung sagte die zunächst genehmigte Feier am Donnerstag kurzfristig ab. Gauland wollte eigentlich am Freitag in der repräsentativen Lobby des Landtags mit persönlich ausgewählten Gästen seinen 75. Geburtstag feiern. Doch die Kritik daran fiel harsch aus - nicht zuletzt, weil Gauland wohl nichts hätte zahlen müssen.

Denn nicht Gauland, sondern die AfD-Fraktion habe den Empfang im Februar angemeldet und genehmigt bekommen, sagte Landtagssprecher Mark Weber der Deutschen Presse-Agentur. Und für die Räume im Landtag fällt nach Landtagsangaben keine Miete an, wenn eine Fraktion eine Veranstaltung anmeldet. Die Verwaltung prüfe nicht den Inhalt der von den Fraktionen angemeldeten Veranstaltungen, erläuterte der Sprecher.

"Kein Fraktionsbezug erkennbar"

Grund für die Absage sei nun das Einladungsschreiben von Gauland, das der Verwaltung erst am Donnerstag vorgelegen habe. „Da ist kein Fraktionsbezug erkennbar, und so kann die Veranstaltung nicht mehr genehmigt werden“, sagte Weber.

Auch Gaulands persönlicher Referent Marco Wall hatte auf Anfrage den rein privaten Charakter des Empfangs bestätigt. Gauland wolle alle anfallenden Kosten übernehmen, sagte er. Die Frage, warum die private Veranstaltung Gaulands dann im Namen der Fraktion laufe, beantwortete der Referent nicht. Nach der Absage am Donnerstagabend waren weder er noch Gauland zunächst zu erreichen.

Der Chef des Brandenburger Steuerzahlerbundes, Ludwig Zimmermann, hatte Gauland Mitnahme-Mentalität vorgeworfen. „Er nutzt damit seine Stellung als Abgeordneter aus, um sich einen Vorteil zu verschaffen, den wir als Bürger niemals bekämen“, sagte Zimmermann.

dpa

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