Spitzenergebnis

Wieder als NRW-Parteichef: 98 Prozent für Lindner

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Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner. Foto: Christoph Schmidt/Archiv

Düsseldorf - Riesen-Zustimmung für Christian Lindner bei seiner Wiederwahl als Chef der NRW-FDP. Dieser nutzt den Landesparteitag zur Abrechnung mit Rot-Grün in Düsseldorf.

Die nordrhein-westfälische FDP hat ihren Landesvorsitzenden Christian Lindner mit einem Spitzenergebnis für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Der 37-Jährige, der seit Ende 2013 auch Bundesvorsitzender der Liberalen ist, erhielt am Samstag bei einem Parteitag in Bielefeld 98 Prozent der Stimmen.

Für Lindner votierten 344 von 351 Delegierten, 4 stimmten gegen ihn, 3 enthielten sich. Er führt den größten Landesverband der Freidemokraten seit Mai 2012. Als Stellvertreter wurden Angela Freimuth und Alexander Graf Lambsdorff wiedergewählt. Johannes Vogel bestätigten die Delegierten als Generalsekretär.

Lindner sagte, die FDP habe gut zweieinhalb Jahre nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag die Trendwende geschafft. Die Partei stehe vor einem entscheidenden Jahr. Die NRW-Landtagswahl im Mai 2017 gebe den Takt vor für die Bundestagswahl im September. Deshalb solle der Wahlkampf zusammengeführt werden - und er wolle in beiden Fällen als Spitzenkandidat antreten. Einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen in Nordrhein-Westfalen erteilte Lindner eine Absage: „Wir werden Rot-Grün nicht verlängern, unser Ziel ist die Ablösung von Rot-Grün.“

Der Parteichef ging scharf mit der rot-grünen Landesregierung ins Gericht, die für sechs Jahre Stillstand in Nordrhein-Westfalen verantwortlich sei. NRW sei beim Wirtschaftswachstum auf den letzten Platz unter allen Ländern zurückgefallen und komme nicht ohne neue Schulden aus. Bei Bildung und im Hochschulbereich sei NRW ebenfalls Schlusslicht. Dagegen belege das Land bei Kinderarmut oder Einbruchskriminalität einen traurigen Spitzenplatz.

dpa

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