Kanzlerin schaltet sich ein

Bundesregierung: Schnelles Steuerabkommen mit Panama

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Blick auf die Skyline von Panama-Stadt. Foto: Alejandro Bolivar/Archiv

Berlin - Seit der Veröffentlichung von Unterlagen über abertausende Briefkastenfirmen steht Panama weltweit am Pranger. Mit Abkommen zum Informationsaustausch will das Land raus aus der Schmuddelecke. Jetzt schaltet sich Kanzlerin Merkel ein.

Die Bundesregierung begrüßt die Bereitschaft Panamas, mit deutschen Steuerbehörden zusammenzuarbeiten. Die Verhandlungen über ein bilaterales Abkommen zum Austausch von Steuerdaten sollten zügig wieder aufgenommen werden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Ziel sei, das Abkommen zum Staatsbesuch des panamaischen Präsidenten Juan Carlos Varela im Oktober abzuschließen.

"Das ist ein wichtiger Schritt auf Panamas Weg, Defizite zu beseitigen, die jetzt ja für alle Welt sichtbar geworden sind", sagte Seibert. Panama steht weltweit in der Kritik, nachdem Praktiken zur Steuervermeidung mittels Briefkastenfirmen in den "Panama Papers" enthüllt worden waren. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Varela hatten am Donnerstag telefoniert.

Ein bilaterales Steuerinformationsabkommen habe bereits vor drei Jahren ausformuliert vorgelegen, hieß es in Berlin. Einen Abschluss gab es bislang aber nicht. Das Abkommen sei der erste Schritt auf dem Weg Panamas zu einem automatischen Informationsaustausch, der international bereits vereinbart sei.

dpa

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