Auch andere Staaten sollen profitieren

NRW gibt Daten verdächtiger Steuersünder weiter

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Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) sieht die massenhaften Vergehen als regelrechte "Umgehungs- und Hinterziehungsindustrie".

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen gibt weitere Bankdatensätze möglicher Steuersünder an mehrere europäische Staaten weiter. Die Informationen sollen den dortigen Behörden helfen, Steuerhinterzieher zu stellen.

Über Einzelheiten will NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) heute in Düsseldorf informieren.

Die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung hatte bereits im April Daten über verdächtige Konten mit einem Finanzvolumen von über 100 Milliarden Schweizer Franken (rund 93 Milliarden Euro) an 27 Staaten weitergegeben. Dort wird geprüft, ob die Erträge ordnungsgemäß versteuert wurden.

Walter-Borjans sieht die massenhaften Vergehen als regelrechte "Umgehungs- und Hinterziehungsindustrie". NRW gilt als Vorreiter im Kampf gegen Steuerhinterziehung und hat seit 2011 bereits elf CDs oder USB-Sticks mit den Daten mutmaßlicher Steuerbetrüger mit Schwarzgeldkonten im Ausland angekauft - für knapp 17,9 Millionen Euro.

dpa

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