Keine Einigung

Neuer Eklat zwischen Hausärzteverband und AOK Bayern

+
Zwischen dem Hausärzteverband und der AOK Bayern ist erneut Streit ausgebrochen.

München - Der Streit zwischen dem Bayerischen Hausärzteverband und der AOK Bayern hat einen weiteren Höhepunkt erreicht.

Die mit rund 4,4 Millionen Versicherten größte Kasse in Bayern weigert sich, einen neuen Hausarztvertrag umzusetzen. Die Bundesregierung schreibt den gesetzlichen Kassen solche Verträge vor; sie sollen den Medizinern mehr Geld bringen und den Patienten eine bessere Versorgung.

Weil sich AOK und Hausärzteverband nicht einigen konnten, hat ein unabhängiger Fachmann im Dezember einen Schiedsspruch erlassen. Er sollte vom 1. April an gelten. Die AOK erklärte am Mittwoch in München allerdings, der Spruch sei „nicht umsetzbar“. Ein AOK-Sprecher sagte, der Schiedsentscheid könne für seine Kasse Zusatzkosten von mehreren hundert Millionen Euro mit sich bringen. Ein Sprecher des Hausärzteverbandes wies diese Warnung zurück und warf der AOK „einen klaren Bruch von Recht und Gesetz“ vor. Das Bayerische Gesundheitsministerium müsse unverzüglich als Aufsicht einschreiten, forderte der BHÄV-Sprecher.

dpa

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Türkei-Konflikt: Nutzt Erdogan Deutsche als Geiseln?
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Ticker zum NSU-Prozess: Plädoyer wird um eine Woche vertagt
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Versicherungen schätzen: So hoch ist der Schaden der G20-Krawalle
Ankara: Beziehungen zu Deutschland nicht auf Basis von "Drohungen" möglich
Ankara: Beziehungen zu Deutschland nicht auf Basis von "Drohungen" möglich
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen
Schulz wird konkret: Mit diesen zehn Punkten will er Merkel einholen