Bei BND und Ministerium

Neue Erkenntnisse zur US-Spionage: Zusammenhang?

Berlin - Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen mutmaßlicher Spionage in Deutschland. Das berichteten mehrere Medien am Freitag.

Zwischen den Spionageverdachtsfällen im Bundesverteidigungsministerium und beim Bundesnachrichtendienst (BND) gibt es neuen Medienberichten zufolge einen Zusammenhang. Eine Anfrage des Verfassungsschutzes zum betroffenen Mitarbeiter des Ministeriums in Berlin sei ausgerechnet beim BND-Mann im bayerischen Pullach gelandet, der später wegen Spionage festgenommen wurde, berichteten die Süddeutsche Zeitung sowie der Norddeutsche und der Westdeutsche Rundfunk am Freitag. Weitere Einzelheiten zu den Umständen wurden nicht genannt.

Der Verfassungsschutz hatte dem Bericht zufolge den Verdacht, dass der Ministeriumsmitarbeiter für Russland spionieren könnte. Dies habe sich aber offenbar später als falsch erwiesen. Der Mann, der beim BND in der Poststelle arbeitete, habe jedoch die Anfrage dem russischen Generalkonsulat in München geschickt - mutmaßlich um zu zeigen, welches Geheimmaterial er beschaffen könne.

Beide Männer stehen im Verdacht, für die USA spioniert zu haben. Nach Bekanntwerden der Fälle reagierte die Bundesregierung am Donnerstag und forderte den Geheimdienstvertreter an der US-Botschaft in Berlin auf, das Land zu verlassen. Regierungssprecher Steffen Seibert rechnete am Freitag damit, dass er der Aufforderung nachkommen werde.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

Mehr zum Thema

Kommentare

Meistgelesen

Türkei: Deutscher Korrespondent in Polizeigewahrsam
Türkei: Deutscher Korrespondent in Polizeigewahrsam
Nach Krawall-Konferenz: Presse zweifelt an Trumps Verstand
Nach Krawall-Konferenz: Presse zweifelt an Trumps Verstand
#LastNightinSweden: So lästert das Netz über Trumps Rätsel-Aussage
#LastNightinSweden: So lästert das Netz über Trumps Rätsel-Aussage
Trumps Chefstratege will die USA radikal umkrempeln
Trumps Chefstratege will die USA radikal umkrempeln
Deutschlandtrend: SPD erstmals seit 2006 wieder vor der Union
Deutschlandtrend: SPD erstmals seit 2006 wieder vor der Union