Gespräche über Amtswechsel

Nach Steueraffäre bei Sparkassen-Boss: Fahrenschon will Amt niederlegen

+
Georg Fahrenschon.

Georg Fahrenschon, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, zieht die Konsequenzen aus seiner Steueraffäre: Er will sein Amt niederlegen.

Wie das Handelsblatt berichtet, finden bereits Gespräche über einen Amtswechsel statt. Vertreter der Regionalverbände der Sparkassen haben am Dienstag in Hannover über Konsequenzen aus der Steueraffäre von Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon beraten. Zuvor war im Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) Kritik an Fahrenschon laut geworden. Dieser hatte zunächst versucht, einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung geheim zu halten, und strebte auch nach Bekanntwerden der Affäre seine Wiederwahl an. Der 49-Jährige äußerte sich am Dienstag nicht.

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass der frühere bayerische Finanzminister (CSU) Steuererklärungen zu spät eingereicht und deshalb den Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung erhalten hatte. In Sparkassenkreisen war von enormem Druck und Vertrauensbruch die Rede. Außer der mutmaßlichen Steuerhinterziehung wird Fahrenschon vor allem angekreidet, den Strafbefehl gegen seine Person monatelang verheimlicht zu haben.

Fahrenschon hatte eingeräumt, seine Steuererklärungen für 2012 bis 2014 erst im vergangenen Jahr beim Finanzamt eingereicht zu haben. Er bestreitet aber eine vorsätzliche Straftat und hat Widerspruch eingelegt. Seine Steuern hatte er 2016 gezahlt.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Drängen kriminelle Clans in Berlins öffentlichen Dienst?
Drängen kriminelle Clans in Berlins öffentlichen Dienst?
Intersexuelle sollen im Geburtenregister ein eigenes Geschlecht bekommen 
Intersexuelle sollen im Geburtenregister ein eigenes Geschlecht bekommen 
Fast jeder Fünfte in Deutschland von Armut oder Ausgrenzung bedroht
Fast jeder Fünfte in Deutschland von Armut oder Ausgrenzung bedroht
Nato rüstet sich mit neuen Hauptquartieren gegen Russland
Nato rüstet sich mit neuen Hauptquartieren gegen Russland
Nato will Gegner künftig auch mit Cyberwaffen bekämpfen
Nato will Gegner künftig auch mit Cyberwaffen bekämpfen