Befehlshaber einer Stadtteilmiliz

Mutmaßlicher syrischer Kriegsverbrecher in NRW festgenommen

Karlsruhe - Spezialkräfte haben in Nordrhein-Westfalen einen Syrer festgenommen, der in seiner Heimat Kriegsverbrechen begangen haben soll. Was ihm vorgeworfen wird:

Als Befehlshaber einer Stadtteilmiliz in der Stadt Aleppo habe der Mann im Herbst 2012 mehrere Menschen gefoltert oder von seinen Leuten foltern lassen, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mit. Außerdem hätten die Milizionäre nach dem Rückzug der Regierungstruppen aus Teilen der Stadt geplündert. Beutekunst aus diesen Raubzügen soll der heute 41-Jährige zum Kauf angeboten haben.

Seine Miliz gehörte demnach zu einer Gruppierung, die aufseiten der Freien Syrischen Armee gegen das Regime von Baschar al-Assad kämpfte. Sie habe aber vorwiegend eigene Interessen verfolgt.

Der Mann wurde den Angaben zufolge am Mittwoch durch Beamte eines Sondereinsatzkommandos im Raum Westfalen festgenommen. Wo genau, wurde nicht mitgeteilt. Vorausgegangen seien umfangreiche Ermittlungen des hessischen Landeskriminalamts.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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