Missbrauchs-Vorwurf: Ermittlungen gegen CSU-Mann Brückner

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Michael Brückner war seit 2000 Mitglied der CSU und seit 2013 Abgeordneter des bayerischen Landtags. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Nürnberg (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Nürnberg ermittelt gegen den zurückgetretenen CSU-Landtagsabgeordneten Michael Brückner wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch einer Jugendlichen.

Brückner stehe im Verdacht, im Dezember gegen Geld Sex mit einer 15-Jährigen gehabt zu haben, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde. Sie bestätigte damit entsprechende Berichte der "Nürnberger Nachrichten".

"Wir wissen von zwei Kontakten", sagte die Sprecherin. Die Ermittlungen liefen seit Beginn der vergangenen Woche und stünden noch am Anfang. "Aktuell warten wir jetzt erstmal, ob sich der Beschuldigte einlässt."

Der fränkische CSU-Politiker hatte am Dienstag sein Landtagsmandat niedergelegt, zugleich trat er von seinen Ämtern in der Partei und beim Bayerischen Bauernverband zurück. In einer Mitteilung nannte der 51-Jährige "private Gründe". Brückner war seit 2000 Mitglied der CSU und seit 2013 Abgeordneter des bayerischen Landtags. Beim Bauernverband war der gelernte Gärtner Kreisobmann und Mitglied des Präsidiums.

Brückner selbst war am Mittwoch weiterhin nicht erreichbar. Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) reagierte betroffen auf die Missbrauchs-Vorwürfe. "Wir sind alle sehr schockiert. Dies sind schwere Vorwürfe. Wenn sie sich bestätigen sollten, handelt es sich um schwere menschliche Verfehlungen", sagte Söder.

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