Mehrheit will kein Endlager vor der eigenen Haustür

+
Laut einer aktuellen Umfrage wollen 56 Prozent der Deutschen kein Atommüll-Endlager vor der eigenen Haustür haben. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Berlin (dpa) - Die Lagerung von Atommüll gehört für die Deutschen zwar zu den wichtigsten Umweltproblemen der kommenden Jahre.

Laut einer Umfrage im Auftrag des Deutschen Atomforums wollen 56 Prozent der Menschen hierzulande aber auch dann kein Atommüll-Endlager vor der eigenen Haustür haben, wenn in ihrer Heimatregion ein besonders geeigneter Ort für ein solches Lager gefunden werden sollte.

42 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage, ob sie in diesem Fall die Einrichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle in ihrer Gegend befürworten würden, mit "Ja". Besonders groß war die Ablehnung bei den Anhängern der Grünen und der CDU/CSU.

Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ist die Lösung der Endlager-Frage für 28 Prozent der Deutschen das wichtigste Umweltthema der nächsten Jahre. 43 Prozent der Befragten sehen den internationale Klimaschutz als größte Herausforderung. Für die Umfrage hatte Forsa Ende September 1000 erwachsene Bundesbürger befragt.

Die Kriterien für die Suche nach einem geeigneten Endlager für hochradioaktiven Atommüll sollen von einer Kommission des Bundestages festgelegt werden. Die Bundesregierung hat den Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 beschlossen.

Forsa-Umfrage für das Deutsche Atomforum

Kommentare

Meistgelesen

100 Prozent der Stimmen: Martin Schulz ist neuer SPD-Chef
100 Prozent der Stimmen: Martin Schulz ist neuer SPD-Chef
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Razzien in London und Birmingham: Polizei nimmt Verdächtige fest
Razzien in London und Birmingham: Polizei nimmt Verdächtige fest
Beatrix von Storch will kritisches Buch über AfD stoppen
Beatrix von Storch will kritisches Buch über AfD stoppen
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“
Türkischer Außenminister erwartet „Religionskriege“, Erdogan einen „Kreuzzug“