Rebellengebiete wurden bombardiert

Luftangriffe in Syrien: Rund 100 Zivilisten sterben

Ein kleines Kind wird in Aleppo aus den Trümmern gerettet.
1 von 1
Ein kleines Kind wird in Aleppo aus den Trümmern gerettet.

Damaskus - Bei mehreren Luftangriffen auf Rebellengebiete im Norden Syriens sind nach Angaben von Beobachtern insgesamt mehr als 80 Zivilisten gestorben.

In der umkämpften Stadt Aleppo seien mindestens 42 Menschen bei Bombardierungen durch Kampfflugzeuge getötet worden, sagte ein Sprecher der lokalen Hilfsorganisation Weißhelme der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Opfern seien auch mehrere Kinder. Viele Verletzte seien noch in einem kritischen Zustand. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mitteilte, starben in der Stadt Idlib zudem 39 Zivilisten.

Flugzeuge attackierten einen Markt

In Idlib attackierten nach Angaben von Aktivisten dutzende Flugzeuge unter anderem einen Markt. Geschäfte und Häuser seien in Brand geraten. Mehr als 90 Menschen seien verletzt worden, sagten die Menschenrechtsbeobachter. Die Märkte sind derzeit wegen der anstehenden muslimischen Feiertage gut besucht.

Die Zahl der Luftangriffe hatte am Samstag noch einmal zugenommen, nachdem Russland und die USA eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland ausgehandelt hatten. Diese soll am Montagabend mit dem Beginn des muslimischen Opferfestes in Kraft treten. Kernpunkt der Verhandlungen ist ein Ende der Luftangriffe durch das syrische Regime auf Rebellengruppen - mit Ausnahme der Terrormiliz Islamischer Staat.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Meistgelesen

Türkei-Flagge: Twitter-Account von „Spiegel“-Chefredakteur gehackt
Türkei-Flagge: Twitter-Account von „Spiegel“-Chefredakteur gehackt
Tiefschlag vor Parteitag: SPD fällt in ZDF-Umfrage auf Minusrekord
Tiefschlag vor Parteitag: SPD fällt in ZDF-Umfrage auf Minusrekord
Vor dem „GroKo“-Votum: SPD befürchtet das Schlimmste
Vor dem „GroKo“-Votum: SPD befürchtet das Schlimmste
EU bietet Großbritannien Ausstieg aus dem Brexit an
EU bietet Großbritannien Ausstieg aus dem Brexit an
Umfrage-Schock für Schulz und SPD
Umfrage-Schock für Schulz und SPD