"Hetze verhindern"

Die Linke will Petry-Rede im Augsburger Rathaus verbieten

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Die Bundesvorsitzende der AfD Frauke Petry.

Augsburg - Um einen geplanten Auftritt von AfD-Chefin Frauke Petry im historischen Augsburger Rathaus ist ein heftiger Streit entbrannt. Die Linke will die Rede verbieten, die AfD wehrt sich.

Die Linke hat einen Dringlichkeitsantrag an den Stadtrat gestellt, damit Petry eine Rede bei einem AfD-Neujahrsempfang am 12. Februar im Rathaus verboten wird. Eine Sprecherin der Stadt bestätigte am Mittwoch, dass es diesen Antrag gebe. Ob das Kommunalparlament diesen behandeln werde, werde aber erst am Anfang der für Donnerstagnachmittag geplanten Sitzung entschieden.

Linken-Stadtrat Alexander Süßmair wirft Petry vor, dass sie gegen Gleichberechtigung, Migranten und Homosexuelle hetze und ein reaktionäres Familienbild vertrete. Es sei befremdlich, dass die AfD-Vorsitzende ausgerechnet einen Saal des Rathauses „als Plattform für ihre Selbstdarstellung“ bekommen solle.

Der bayerische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron sprach hingegen von einem „undemokratischen Versuch von Linken, einer ihnen unbequemen Politikerin einen Maulkorb zu verpassen“. Es sei ein weiterer Beleg dafür, dass AfD-Gegner versuchten, „die neue demokratische Konkurrenz-Partei mit falschen Verdächtigungen negativ zu stigmatisieren“.

dpa

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