Linke fordert "Rekrutierungsstopp" für Minderjährige

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Werbung der Bundeswehr auf dem Gelände des Bundesverteidigungsministeriums. Die Linke fordert einen "Rekrutierungsstopp" für Minderjährige. Foto: Paul Zinken/Archiv

Berlin (dpa) - Die Zahl minderjähriger Rekruten in der Bundeswehr hat sich einem Medienbericht zufolge seit 2011 mehr als verdoppelt. Mehr als 1500 der rund 21 000 Rekruten im vergangenen Jahr seien noch nicht volljährig gewesen, schreibt der "Spiegel".

Ihre Ausbildung unterscheide sich nicht von der Volljähriger, das Jugendarbeitsschutzgesetz finde "auf minderjährige Soldatinnen und Soldaten keine Anwendung", schreibt der "Spiegel" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Nur in Auslandseinsätze würden sie nicht geschickt.

"Die Linke fordert den sofortigen Rekrutierungsstopp Minderjähriger inklusive der Einstellung sämtlicher an Jugendliche gerichteter Werbemaßnahmen", sagte Norbert Müller, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der Linken, dem "Spiegel". Der Anteil der Aussteiger ist nach Angaben des Ministeriums allerdings sehr hoch. Allein 2015 beendeten 484 der jungen Soldaten ihren Dienst während oder kurz nach der Probezeit.

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