Leibwächter rammten Sicherheitszaun am Weißen Haus

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Das Weiße Haus in Washington D.C. gut geschützt hinter einem Sicherheitszaun. Foto: Arno Burgi

Der Secret Service, der die Leibwache von Präsident Obama stellt, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Und wieder sollen vermutlich angetrunkene Agenten die Schuldigen sein. Doch das Schlimmste: Sollte der Skandal vertuscht werden?

Washington (dpa) - Zwei vermutlich angetrunkene Agenten des Secret Service haben laut einem Zeitungsbericht mit ihrem Auto eine Sicherheitsbarriere vor dem Weißen Haus gerammt.

Als Kollegen die Männer einem Alkoholtest unterziehen wollten, seien sie von oben zurückgepfiffen worden, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen. Aus dem Secret Service hieß es, der Vorfall werde untersucht.

Die Leibwache von Präsident Barack Obama ist bereits seit Monaten wegen einer Pannenserie unter Druck. Der Vorfall ist nach Meinung der "Washington Post" ein "früher Test" für den neuen Secret-Service-Chef Joseph Clancy, den Obama erst kürzlich ernannt hatte - wohl auch, um in der Organisation für Ordnung zu sorgen.

Der Vorfall ereignete sich den Informationen zufolge bereits am vergangenen Samstag. Die beiden Agenten seien am späten Abend in einem Dienstwagen auf dem Rückweg von einer Party gewesen, wo sie Alkohol getrunken hätten. Bei einer Zufahrt zum Weißen Haus hätten sie mit dem Auto eine Sicherheitsbarriere gerammt. Einer der beiden Männer gehöre zur persönlichen Leibwache Obamas. Auf Anweisung von oben seien die beiden Männer nicht festgenommen, sondern nach Hause geschickt worden.

In den vergangenen Monaten geriet der Secret Service unter Druck, weil es Eindringlingen mehrfach gelang, über den Zaun um das Weiße Haus zu klettern. Einer schaffte es sogar, bis ins Innere des Regierungssitzes und Wohnortes der Obama-Familie vorzudringen.

Wegen der Pannen trat die Secret-Service-Chefin Julia Pierson im vergangenen Oktober zurück. Bereits 2012 erschütterte ein Skandal die Organisation, als Berichte über Trinkgelage von Leibwächtern Obamas bei einem Besuch in Kolumbien ans Tageslicht gelangten.

Washington Post

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