Dreieinhalb Wochen nach der Landtagswahl

Grün und Schwarz verhandeln offiziell über Kiwi-Koalition

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Der designierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl.

Stuttgart - Dreieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg haben Grüne und CDU offiziell ihre Koalitionsgespräche aufgenommen.

Delegationen beider Parteien kamen am Mittwoch in Stuttgart in großer Runde zu einem ersten Arbeitstreffen zusammen, wie eine Sprecherin der Grünen mitteilte. Demnach ging es schwerpunktmäßig um Finanz- und Haushaltsfragen.

In der vergangenen Woche hatten Grüne und CDU bei einem ersten Zusammentreffen bereits den allgemeinen Rahmen für ihre Verhandlungen abgesteckt. Bei erfolgreichem Abschluss könnte eine grün-schwarze Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nach den bisherigen Planungen beider Seiten Mitte des kommenden Monats stehen.

Bei der Landtagswahl vom 16. März waren die Grünen um den populären Kretschmann klar stärkste Kraft vor der CDU geworden. Die bisherige grün-rote Koalition verlor aber ihre Mehrheit im Landtag. Momentan gilt Grün-Schwarz als einzige realistische Option.

Rechnerisch möglich sind neben Grün-Schwarz auch ein sogenanntes Ampelbündnis aus Grünen, SPD und FDP sowie eine sogenannte Deutschland-Koalition aus CDU, SPD und FDP. Beide Varianten sind aber vom Tisch, weil die baden-württembergische SPD ein Dreierbündnis mit CDU und FDP ablehnt, während die FDP nicht mit SPD und Grünen koalieren will.

Ein Regierungsbündnis aus Grünen und CDU unter Führung der Grünen als stärkerer Kraft wäre in Deutschland auf Landesebene eine Premiere. Bislang gab es lediglich schwarz-grüne Landesregierungen unter CDU-Führung. Dies ist derzeit etwa in Hessen der Fall.

AFP

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