Steigende Flüchtlingszahlen

Asyl: Berlin weist Länder-Forderung nach Geld zurück

+
Ein Zwei-Personen Wohnraum in einer Durchgangsunterkunft auf einem ehemaligen Kasernengelände in Kiel. Foto: Markus Scholz

Berlin - Das Bundesinnenministerium weist die Forderung der Länder nach mehr Bundesmitteln für die Unterbringung von Flüchtlingen zurück.

Ein Sprecher sagte, die Vereinbarung vom vergangenen Dezember, wonach die Länder dafür 2015 und 2016 je 500 Millionen Euro erhalten, sei "abschließend" gewesen.

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland steigt seit langem. 2014 beantragten rund 200.000 Menschen Asyl. Für das laufende Jahr rechnet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit rund 300.000 Anträgen. Die Länder erwarten allerdings deutlich mehr.

Der Sprecher des Bundesinnenministeriums erklärte, es gebe derzeit keinen Anlass, die Prognose des Bundesamtes infrage zu stellen. Es sei falsch, von den Asylbewerberzahlen im vergangenen Januar und Februar auf das Gesamtjahr zu schließen, da es gerade im Februar durch eine "Massenzuwanderung" aus dem Kosovo einen Sondereffekt gegeben habe.

Der Bund ist für die Bearbeitung der Asylanträge zuständig. Länder und Kommunen müssen für die Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge aufkommen. Sie fühlen sich damit zum Teil überfordert.

dpa

Kommentare

Meistgelesen

Tausende melden Aliens bei US-Hotline
Tausende melden Aliens bei US-Hotline
Neuer PISA-Report: Was klappt an unseren Schulen und was nicht?
Neuer PISA-Report: Was klappt an unseren Schulen und was nicht?
Einzelzelle in Stammheim: So ergeht es dem BVB-Attentäter im Gefängnis
Einzelzelle in Stammheim: So ergeht es dem BVB-Attentäter im Gefängnis
Trump droht Nordkorea - und schickt Flugzeugträger dann in die Irre
Trump droht Nordkorea - und schickt Flugzeugträger dann in die Irre
Umfragen zur Bundestagswahl: AfD fällt hinter die Linke zurück
Umfragen zur Bundestagswahl: AfD fällt hinter die Linke zurück