Ministerpräsident Naftali Bennett

Doch keine Neuwahlen: Israel einigt sich auf Haushalt – erstmals seit 2018

Naftali Bennett
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Naftali Bennett, Premierminister von Israel, nimmt an einer Kabinettssitzung im Büro des Premierministers teil. (Archivbild)

Erleichterung im Parlament. Nach vier Wahlen innerhalb von nur zwei Jahren konnte eine erneute Krise abgewendet werden.

Tel Aviv – Durchbruch bei den Verhandlungen in Israel: Das Parlament hat am frühen Donnerstagmorgen in Jerusalem dem Haushalt 2021* zugestimmt. Damit ist eine Neuwahl vorerst abgewendet. „Ein Feiertag für den Staat Israel*“, schrieb Ministerpräsident Naftali Bennett auf Twitter. Das Budget wurde mit einer Mehrheit von 61 der 120 Abgeordneten angenommen, wie israelische Medien berichteten. Anschließend begann das Parlament mit den Abstimmungen, um den Haushalt 2022 zu verabschieden.

Die Regierung unter Ministerpräsident Naftali Bennett von der ultrarechten Jamina-Partei hatte den Haushalt bis zum 14. November durch das Parlament bringen müssen. Sonst hätte sich die Knesset in Jerusalem automatisch aufgelöst. Eine Neuwahl hätte dann 90 Tage später stattfinden müssen.

Doch keine Neuwahlen: Israel einigt sich auf Haushalt – erstmals seit 2018

Die neue Regierung unter Bennett war Mitte Juni vereidigt worden. Damit fand die politische Dauerkrise in Israel mit vier Wahlen binnen zwei Jahren ihr vorläufiges Ende. Die Koalition verfügt allerdings nur über eine hauchdünne Mehrheit im Parlament. Sie wird von insgesamt acht Parteien vom rechten bis zum linken Spektrum getragen - darunter ist erstmals eine arabische Partei.

Im vergangenen Jahr war die damalige Regierung unter dem langjährigen rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an der Einigung auf einen Haushalt gescheitert. Kurz vor Weihnachten löste sich die Knesset auf. Es folgte die Wahl im März, aus der die Regierung mit Bennett an ihrer Spitze hervorging. Das vorerst letzte Mal, dass die Knesset einen Haushalt verabschiedet hatte, war im März 2018 für das Jahr 2019 gewesen. Seither wurde das Land jeweils auf Basis das Vorjahreshaushalts regiert, wie eine Sprecherin des Finanzministeriums vor der Abstimmung mitgeteilt hatte. (dpa/aka) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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