Haderthauer-Ehemann kündigt umfassende Aussage im Prozess an

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Bayerns damalige Arbeitsministerin Christine Haderthauer und Ehemann Hubert bei einem Staatsempfang. Foto: Marc Müller dpa/Archiv

München (dpa) - Der Ehemann von Bayerns Ex-Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) hat im Prozess gegen ihn wegen Betrugs und Steuerhinterziehung eine umfassende Aussage angekündigt.

Hubert Haderthauer werde "seine Person, sein Handeln, Denken" offenlegen, sagte sein Verteidiger vor dem Landgericht München II nach Verlesung der Anklageschrift. Das wolle er aber nicht am ersten Prozesstag tun, sondern voraussichtlich am 7. Januar. Zum Betrugsvorwurf sagte der Anwalt: "Dagegen hat er sich immer gewehrt - und wird sich auch hier wehren."

Hintergrund des Prozesses ist die sogenannte Modellbau-Affäre, über die Christine Haderthauer stürzte: Die CSU-Politikerin und ihr Ehemann waren bis 2008 nacheinander Miteigentümer des Unternehmens Sapor Modelltechnik, das teure Modellautos verkaufte, die von Straftätern in der Psychiatrie gebaut wurden. Wichtigster Konstrukteur war ein verurteilter Dreifachmörder.

Die Staatsanwaltschaft wirft Hubert Haderthauer vor, als geschäftsführender Gesellschafter von Sapor Modelltechnik einem früheren Mitgesellschafter einen niedrigeren Unternehmenswert vorgetäuscht und ihn so um gut 84 000 Euro geschädigt zu haben. Außerdem soll er Tausende Euros an Steuern hinterzogen haben.

Mitteilung Staatsanwaltschaft

Mitteilung des Gerichts

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