Experten warnen vor Lockerung von Arbeitszeit-Regelungen

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Bundesministerin für Arbeit und Soziales Andrea Nahles (SPD) kommt zur Sitzung des Bundeskabinetts. Foto: Michael Kappeler

Dortmund/Berlin (dpa) - Experten des Bundestages haben einem Medienbericht zufolge vor einer von Ministerin Andrea Nahles (SPD) angeregten Lockerung der gesetzlichen Arbeitszeitvorschriften gewarnt.

Werde die Mindestruhezeit von elf Stunden verkürzt, könne der Zeitdruck zu einem riskanteren Fahrverhalten führen, "wodurch sich das Risiko eines Wegeunfalls erhöht", zitieren die "Ruhr Nachrichten" (Freitag) aus einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages.

Durch eine Zerstückelung der Ruhezeit - etwa durch Arbeit an Laptop oder Handy von zu Hause aus - wäre die empfohlene Schlafdauer von sieben bis acht Stunden "nicht erreichbar". Das Gutachten war demnach von der Linksfraktion in Auftrag gegeben worden.

Arbeitsministerin Nahles will die gesetzlichen Arbeitszeitvorschriften lockern - unter der Bedingung, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber dafür mehr tarifvertragliche Regelungen treffen. Der gesetzliche Rahmen könne also unter der Voraussetzung etwas erweitert werden, dass die "ausgehandelte Flexibilität" zu einem Tarifvertrag und einer Betriebsvereinbarung führe.

Denn heute entspreche das Arbeitszeitrecht nicht immer den Bedürfnissen bestimmter Betriebe oder Beschäftigter, hatte Nahles Mitte Juni in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" geschrieben.

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