EU und Schweiz einig bei Bankdaten-Austausch

+
Die EU-Staaten sollen jedes Jahr von der Schweiz Daten zu jenen Steuerpflichtigen erhalten, die ein Schweizer Konto haben. Foto: Tobias Hase/Archiv

Brüssel (dpa) - Steuerflüchtlinge sollen bald nicht mehr auf die Diskretion der Schweiz hoffen können. Vertreter des Landes und der EU-Kommission haben sich auf Regeln zur automatischen Weitergabe von Bankdaten geeinigt, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.

Wenn die EU-Staaten und die Schweizer Regierung offiziell zustimmen, soll der Austausch der Informationen 2018 beginnen.

Der für Steuern zuständige EU-Kommissar Pierre Moscovici gab sich zuversichtlich, dass Nachbarländer dem Beispiel folgen werden. "Diese Transparenz ist unabdingbar um sicherzustellen, dass jedes Land die Steuereinkünfte eintreiben kann, die ihm zustehen", teilte er mit.

Die EU-Staaten sollen künftig jedes Jahr von der Schweiz Daten zu jenen Steuerpflichtigen erhalten, die ein Schweizer Konto haben. Dazu gehören Namen, Adressen, Steuernummern und Geburtstage sowie Informationen zu Finanzen und Kontostand. Damit halten sich die beiden Partner laut EU-Kommission an Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der G 20.

Kommentare

Meistgelesen

Experte: Darum ist AfD am Aufwind der CDU beteiligt
Experte: Darum ist AfD am Aufwind der CDU beteiligt
100 Prozent der Stimmen: Martin Schulz ist neuer SPD-Chef
100 Prozent der Stimmen: Martin Schulz ist neuer SPD-Chef
Wahlsiegerin Kramp-Karrenbauer: „Martin Schulz ist zu schlagen“
Wahlsiegerin Kramp-Karrenbauer: „Martin Schulz ist zu schlagen“
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Dieser Abgeordnete wird als Held von London gefeiert
Razzien in London und Birmingham: Polizei nimmt Verdächtige fest
Razzien in London und Birmingham: Polizei nimmt Verdächtige fest